Derzeit wird der Großteil des Stroms in Senegal immer noch durch fossile Brennstoffe erzeugt, die über 70% ausmachen. Diese Abhängigkeit von fossilen Quellen trägt erheblich zur Klimakrise bei und hebt die Dringlichkeit hervor, auf kohlenstoffarme Technologien umzusteigen. Kohlenstoffarme Energiequellen wie Wind und Solar gewinnen jedoch an Bedeutung und machen einen wesentlichen Anteil an der Stromerzeugung aus, wobei insbesondere Windkraft fast 9% und Solarenergie fast 7% der Gesamtproduktion ausmachen. Die Nettoimporte von Strom tragen ebenfalls zu etwas mehr als 5% bei, was auf die Notwendigkeit einer Diversifizierung und Stärkung der inländischen Energieproduktion hindeutet. Wasserkraft und Biokraftstoffe, wenn auch in geringerer Menge, leisten ebenfalls ihren Beitrag.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Senegal?
Der Stromverbrauch pro Kopf in Senegal ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, von 453 auf 472 kWh pro Person. Diese Zunahme zeigt eine positive Entwicklung in der Stromversorgung und Nutzung an und spiegelt die wachsende Nachfrage wider. Allerdings ist der Anteil der kohlenstoffarmen Elektrizität pro Kopf leicht gesunken, von 99 kWh im Jahr 2022 auf 97 kWh im Jahr 2023. Dies ist ein besorgniserregender Trend, da er darauf hindeutet, dass das Wachstum der sauberen Energieerzeugung hinter dem allgemeinen Verbrauchswachstum zurückbleibt.
Vorschläge
Um den Anteil der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Senegal zu erhöhen, könnte das Land von anderen erfolgreichen Regionen lernen, die erhebliche Fortschritte bei der Nutzung von Solar- und Kernenergie gemacht haben. Länder wie Uruguay und Irland, die einen beträchtlichen Anteil ihrer Energie aus Windkraft beziehen, oder Staaten wie Nevada und Kalifornien, die sich auf Solarenergie stützen, könnten als Vorbilder für die Erweiterung der Wind- und Solarenergie in Senegal dienen. Parallel dazu wäre es lohnenswert, den Ausbau der Kernenergie in Betracht zu ziehen, ähnlich wie in Frankreich oder der Slowakei, die einen Großteil ihres Stroms kohlenstoffarm durch Kernenergie gewinnen. Diese Technologien könnten eine nachhaltige Lösung bieten, um die Energieabhängigkeit des Landes zu verringern und gleichzeitig seine kohlenstoffarme Stromerzeugung erheblich zu steigern.
Geschichte
In der Vergangenheit hat Senegal vor allem auf Wasserkraft gesetzt, wobei die Jahre von 2002 bis 2006 von geringfügigen Zuwächsen, aber ab 2007 von einer Stagnation und Rückgängen geprägt waren. Einen neuen Impuls erhielt die kohlenstoffarme Stromproduktion im Jahr 2017 mit der Einführung von Solar- und Windenergie, die bis 2022 kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Besonders bemerkenswert war das Jahr 2020, als sowohl Wind als auch Solar einen Schub erhielten, was den positiven Schritt hin zu einer vielfältigeren kohlenstoffarmen Stromlandschaft widerspiegelt. Dieses Wachstum zeigt, dass Senegal in der Lage ist, kohlenstoffarme Technologien zu integrieren und ihre Nutzung auszuweiten, was in den kommenden Jahren dringend erforderlich ist.




