Derzeit stammt in Senegal mehr als zwei Drittel des Stroms aus fossilen Brennstoffen. Mit etwa 74% machen Kohle und andere fossile Quellen den Großteil der Stromerzeugung aus. Kohlenstoffarme Energiequellen wie Solar, Wind, Wasserkraft und Biokraftstoffe tragen zusammen mehr als 20% bei, wobei die Solarenergie etwa 7% ausmacht und fast 9% auf die Windkraft entfallen. Wasserkraft trägt etwa 4% bei, und Biokraftstoffe machen etwas mehr als 1% aus. Darüber hinaus importiert Senegal knapp 6% seines Stroms. Diese Zahlen unterstreichen die Dominanz fossiler Brennstoffe trotz des bereits signifikanten Beitrags kohlenstoffarmer Quellen.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Senegal?
Der Stromverbrauch in Senegal zeigt ein leichtes Wachstum. So stieg der pro Kopf Verbrauch im Jahr 2023 auf 472 kWh, gegenüber 453 kWh im Jahr 2022, was eine Steigerung von 20 kWh darstellt. Allerdings gibt es im Bereich kohlenstoffarmer Stromerzeugung eine leichte Abnahme. Im Jahr 2023 betrug die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf 97 kWh, während sie 2022 noch bei 99 kWh lag, was einen Rückgang von 2 kWh bedeutet. Diese Entwicklung zeigt zwar Wachstum beim Gesamtverbrauch, aber auch die Notwendigkeit, die kohlenstoffarme Stromerzeugung weiter auszubauen.
Vorschläge
Senegal könnte erheblichen Nutzen daraus ziehen, seine kohlenstoffarme Stromerzeugung auszubauen, indem es besonders auf Solar- und Kernenergie setzt. Regionen wie Nordmazedonien und die Vereinigten Arabischen Emirate erzielen mit Solarenergie beeindruckende Anteile von bis zu 49% und Kernenergie bietet in Ländern wie Frankreich oder der Slowakei mehr als 60% des Strombedarfs. Diese Beispiele zeigen, dass eine Investition in Solar- und Kernenergie Senegals Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen erheblich reduzieren und die Gesamtproduktion von nachhaltigem Strom steigern könnte. Senegal könnte von diesen Vorbildern lernen und seine eigenen Ressourcen gezielt zur Nutzung dieser kohlenstoffarmen Technologien einsetzen, was positive Auswirkungen auf das Klima und die nationale Energieversorgung hätte.
Geschichte
Betrachtet man die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Senegal, so fällt auf, dass es in den letzten Jahrzehnten moderate Fortschritte gegeben hat. In den frühen 2000er Jahren, insbesondere zwischen 2002 und 2003, gab es positive Veränderungen bei der Wasserkraftproduktion. Danach blieben die Zahlen bis 2008 stabil. Erst ab 2017, mit einem Zuwachs in der Solarenergie und ab 2020 mit der Einführung von Windenergie, begann der kohlenstoffarme Sektor erneut zu wachsen. Diese jüngeren Entwicklungen weisen darauf hin, dass Senegal bereit ist, diesen Weg weiterzugehen, um die kohlenstoffarme Stromerzeugung auszubauen und seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.


