In Senegal wird der Großteil des Stromverbrauchs im Jahr 2023 immer noch durch fossile Brennstoffe gedeckt, die mehr als zwei Drittel, nämlich rund 74%, des Strommixes ausmachen. Kohlenstoffarme Energiequellen, zu denen Wind, Solar, Wasserkraft und Biokraftstoffe zählen, tragen insgesamt mehr als ein Fünftel zur Stromproduktion bei. Windkraft bildet mit fast 9% den größten Teil der kohlenstoffarmen Energie. Solarenergie folgt kurz darauf mit rund 7%. Importierter Strom macht knapp 6% des Verbrauchs aus. Kohlenenergie, die Teil der fossilen Brennstoffe ist, trägt etwa 5,5% bei, während Wasserkraft und Biokraftstoffe kleinere Anteile von etwa 3,6% bzw. 1,3% ausmachen. Der Großteil des senegalesischen Stroms wird nach wie vor aus fossilen Quellen erzeugt, obwohl der Anteil kohlenstoffarmer Energie gestiegen ist.
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Wächst der Strom in Senegal?
Verglichen mit dem Jahr 2022 zeigt der Stromverbrauch in Senegal ein leichtes Wachstum. Im Jahr 2023 liegt der Verbrauch bei 472 kWh pro Person, was eine Zunahme von 20 kWh pro Person im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Diese Entwicklung hin zu einer gesteigerten Stromnutzung ist positiv, wenn man den wachsenden Energiebedarf aufgrund technologischer Fortschritte und dem Streben nach Elektrifizierung betrachtet. Andererseits ist die Erzeugung kohlenstoffarmer Energie pro Person leicht rückläufig, von 99 kWh im Jahr 2022 auf 97 kWh im Jahr 2023. Diese Entwicklung ist enttäuschend, da ein Wachstum der sauberen Energie entscheidend ist, um die Umweltbelastung durch fossile Brennstoffe zu mindern.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Energieerzeugung in Senegal zu erhöhen, könnte das Land sich an Erfolgsmodellen aus anderen Regionen orientieren, insbesondere bei der Nutzung von Solar- und Kernenergie. Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate und der Libanon demonstrieren, dass Solarkraft einen erheblichen Beitrag leisten kann, indem sie 20% bzw. 31% ihres Strombedarfs aus Solarenergie decken. Ebenso gilt die Kernenergie als hervorragendes Beispiel für eine stabile kohlenstoffarme Energiequelle. Nationen wie Frankreich und die Slowakei erzielen über 65% ihres Stroms aus Kernkraft. Durch Investitionen in Solarenergie und die Erschließung potentieller Kernkraftprojekte könnte Senegal seine Kohlenstoffemissionen erheblich reduzieren und gleichzeitig den wachsenden Energiebedarf decken.
Geschichte
In den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts wurde in Senegal vermehrt auf Wasserkraft gesetzt, was sich durch einen leichten Anstieg der Erzeugung zeigt. Diese Wachstumsphase dauerte bis etwa 2004 an, worauf eine Stagnation und im Jahr 2007 sogar ein kleiner Rückgang folgte. Zwischen 2012 und 2019 blieben die Fortschritte im Bereich Wasserkraft und Biokraftstoffe begrenzt. Erst ab dem Jahr 2017 begann ein positives Wachstum der Solarerzeugung. Besondere Fortschritte verzeichneten die Jahre 2019 bis 2022, in denen sowohl Solar- als auch Windkraft signifikant ausgebaut wurden. Diese jüngsten Entwicklungen stimmen hoffnungsvoll, dass Senegal seine Anstrengungen zur Förderung kohlenstoffarmer Energieerzeugung fortsetzen wird.





