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Elektrizität in Dschibuti im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
61 kWh/person -1,7
Gesamtelektrizität
616 kWh/person -17
Kohlenstoffarmer Elektrizität
9,9 % 0
Kohlenstoffintensität
419 gCO2eq/kWh 0

Dschibutis Stromverbrauch wurde 2023 zu fast drei Vierteln durch Netto-Importe gedeckt. Fossile Brennstoffe lieferten rund 18 % des verbrauchten Stroms, während der Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung knapp 10 % betrug und vollständig auf Wind entfiel. Damit spielte die heimische saubere Stromerzeugung bislang eine vergleichsweise kleine Rolle. Da die Zusammensetzung der Stromimporte nicht angegeben ist, lässt sich deren Anteil an kohlenstoffarmem oder fossilem Strom nicht bestimmen.

Wächst der Strom in Dschibuti?

Ein Wachstum gegenüber den bisherigen Höchstständen ist nicht erkennbar: Der Stromverbrauch lag 2023 bei 616 kWh pro Person und damit rund 17 kWh unter dem Rekord von 633 kWh aus dem Jahr 2021. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Person blieb mit rund 61 kWh knapp unter ihrem bisherigen Höchststand von etwa 62 kWh aus dem Jahr 2021. Diese Stagnation ist bedauerlich, denn eine zunehmende Elektrifizierung und neue digitale Anwendungen einschließlich KI erfordern künftig mehr Strom und insbesondere mehr saubere Stromerzeugung.

Vorschläge

Dschibuti sollte vor allem Solarstrom ausbauen und seine Windstromerzeugung weiterentwickeln. Geografisch relevante Vorbilder sind Somalia mit rund 17 % Solarstrom und Eritrea mit etwa 11 %; auch Jemen erreicht einen Solaranteil von rund 17 %. Größere Anteile zeigen, was möglich ist: Im US-Bundesstaat Nevada liefert Solar rund 35 % der Stromerzeugung. Für Wind kann Dschibuti von Marokko lernen, wo etwa ein Fünftel des Stroms aus Wind stammt. Ergänzend sollte das Land Möglichkeiten für Kernenergie prüfen, auch im Rahmen regionaler Zusammenarbeit. Die Vereinigten Arabischen Emirate erzeugen bereits rund ein Fünftel ihres Stroms aus Kernenergie, Frankreich sogar etwa zwei Drittel. Investitionen in diese kohlenstoffarmen Quellen könnten zusätzliche Stromversorgung schaffen und fossile Stromerzeugung samt ihren Klima- und Luftverschmutzungsfolgen zurückdrängen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die vorliegenden historischen Daten zeigen Anfang der 2020er-Jahre zunächst einen deutlichen Zuwachs: 2021 stieg die Stromerzeugung aus Wind gegenüber dem Vorjahr um 0,1 TWh, also etwa 100 Millionen kWh. Für 2022 und 2023 ist dagegen jeweils eine Veränderung von 0 TWh ausgewiesen; auf der angegebenen Genauigkeitsstufe gab es somit keinen weiteren Zuwachs. Nach diesem ersten Fortschritt blieb die Entwicklung stehen. Ein erneuter Ausbau von Wind sowie zusätzliche Solar- und perspektivisch Kernenergieprojekte könnten Dschibutis kohlenstoffarme Stromversorgung wieder auf einen Wachstumspfad bringen.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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