Elektrizität in Dschibuti im Jahr 2023
In Dschibuti basiert der Großteil des Stromverbrauchs im Jahr 2023 auf Netto-Importen, die mehr als zwei Drittel der Elektrizität ausmachen. Die Nutzung fossiler Brennstoffe liegt bei fast einem Fünftel des Gesamtverbrauchs und stellt damit die zweitgrößte Energiequelle des Landes dar. Im Bereich der kohlenstoffarmen Energie stammen circa 10 Prozent der Elektrizität aus Windenergie. Trotz der umweltfreundlichen Vorteile dieser Energiequelle bleibt der Anteil der kohlenstoffarmen Elektrizität relativ gering im Vergleich zu anderen Energiequellen im Land.
Wächst der Strom in Dschibuti?
Beim Vergleich der aktuellen Stromverbrauchszahlen von 2023 mit denen von 2021 zeigt sich ein rückläufiger Trend, sowohl im Gesamtstromverbrauch als auch in der Erzeugung kohlenstoffarmer Energie. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt nun bei 616 kWh, was eine Abnahme von 17 kWh gegenüber dem historischen Hoch von 2021 darstellt. Ebenso zeigt sich bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung ein Rückgang von 2 kWh pro Person im Vergleich zu 2021. Dieser Rückgang ist besorgniserregend, insbesondere da eine ansteigende Elektrizitätserzeugung notwendig ist, um den wachsenden Energiebedarf und die damit verbundenen Herausforderungen zu adressieren.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Dschibuti zu steigern, könnte das Land von Erfahrungen erfolgreicher Regionen weltweit profitieren, insbesondere durch den Ausbau von Wind- und Solarenergie sowie den Einstieg in die Kernenergie. Länder wie Dänemark und Iowa haben große Erfolge mit der Nutzung von Windenergie erzielt und liefern wichtige Erkenntnisse, die für Dschibuti von Nutzen sein könnten. Gleichzeitig haben Staaten wie Kalifornien und Länder wie Pakistan bedeutende Fortschritte im Bereich der Solarenergie gemacht. Auch die beeindruckenden Ergebnisse von Frankreich im Bereich der Kernenergie deuten darauf hin, dass Kernkraft eine sinnvolle Ergänzung für die Diversifikation der Energiequellen Dschibutis sein könnte.
Geschichte
Im Hinblick auf die Entwicklung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung zeigte Dschibuti Anfang der 2020er Jahre eine hoffnungsvolle Tendenz. Im Jahr 2021 stieg die Windenergieerzeugung leicht an, stagnierte jedoch in den darauffolgenden Jahren 2022 und 2023. Dieser Stillstand ist enttäuschend, da dies eine unerfüllte Gelegenheit darstellt, die kohlenstoffarme Energieproduktion auszuweiten und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren. Um zukunftsfähig zu bleiben, besteht ein dringender Bedarf, neue kohlenstoffarme Technologien zu integrieren und deren Anteil an der Gesamtstromerzeugung zu erhöhen.











