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Elektrizität in Sambia im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
836 kWh/person -785
Gesamtelektrizität
939 kWh/person -699
Kohlenstoffarmer Elektrizität
89 % -11
Kohlenstoffintensität
112 gCO2eq/kWh +88

Sambia deckte 2023 bereits 89 % seines Stromverbrauchs mit kohlenstoffarmem Strom – ein großer Erfolg für eine saubere Stromversorgung. Rund 88 % entfielen auf Wasserkraft. Fossile Brennstoffe lieferten die übrigen 11 %, praktisch vollständig aus Kohle. Zudem ist Sambia ein bedeutender Nettoexporteur von Strom und hilft damit benachbarten Regionen, ihre Emissionen zu senken. Die nächste Herausforderung besteht darin, Verkehr, Wärmeversorgung und Industrie stärker zu elektrifizieren. Dafür wird deutlich mehr sauberer Strom benötigt.

Wächst der Strom in Sambia?

Beim Stromverbrauch pro Kopf liegt Sambia allerdings deutlich unter seinem historischen Höchststand. Im Jahr 2023 betrug er rund 940 kWh, gegenüber rund 1.640 kWh im Rekordjahr 1981. Das entspricht einem Rückgang um etwa 700 kWh oder 43 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf blieb mit rund 840 kWh weit unter dem Rekord von rund 1.620 kWh aus dem Jahr 1981 – ein Minus von etwa 790 kWh beziehungsweise 48 %. Diese Entwicklung ist besorgniserregend angesichts des wachsenden Elektrifizierungsbedarfs. Aus dem Vergleich mit den historischen Rekorden allein lässt sich jedoch nicht ablesen, ob der gesamte Stromverbrauch zuletzt von Jahr zu Jahr gestiegen ist.

Vorschläge

Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung deutlich zu erhöhen, sollte Sambia insbesondere Solarenergie ausbauen und den Einstieg in die Kernenergie prüfen. Große Solaranlagen und dezentrale Anlagen auf Gebäuden können zusätzliche saubere Elektrizität bereitstellen. Kernenergie könnte langfristig eine kontinuierliche kohlenstoffarme Versorgung für Haushalte, Industrie und neue Stromanwendungen ermöglichen. Ergänzend können die Modernisierung bestehender Wasserkraftwerke sowie Investitionen in Stromnetze und Speicher helfen, mehr sauberen Strom zuverlässig nutzbar zu machen. Ein solcher Ausbau würde die Elektrifizierung unterstützen und zugleich die Abhängigkeit von Kohle mit ihren Klimagas- und Luftschadstoffemissionen verringern.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die dokumentierte Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Sambias ist von starken Schwankungen der Wasserkraft geprägt. Ende der 1980er Jahre sank ihre Erzeugung 1987 und 1989 um 1,3 beziehungsweise 1,6 TWh. Anfang der 1990er Jahre folgten zunächst Zuwächse, dann 1992 ein deutlicher Einbruch um 2,5 TWh und 1993 eine Erholung um 1,6 TWh. Der Rückgang von 1996 wurde 1997 durch einen gleich großen Zuwachs ausgeglichen. Nach einem Plus von 0,8 TWh im Jahr 2006 stieg die Erzeugung von 2011 bis 2014 jedes Jahr um etwa 0,8 bis 1 TWh. Enttäuschend waren die Rückgänge 2015 und 2016 um zusammen 3 TWh. Auf eine kräftige Erholung 2017 und 2018 folgte 2019 erneut ein Minus von 1,4 TWh. Besonders erfreulich waren schließlich der starke Zuwachs von 3,3 TWh im Jahr 2021 und ein weiteres Plus von 1 TWh im Jahr 2022.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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