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Elektrizität in Benin im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
2,1 kWh/person +0,63
Gesamtelektrizität
130 kWh/person -5,3
Kohlenstoffarmer Elektrizität
1,6 % +0,53
Kohlenstoffintensität
470 gCO2eq/kWh +45

Benins Stromverbrauch lag 2023 bei rund 130 kWh pro Person – nur etwa 3 % des weltweiten Durchschnitts von 3.794 kWh pro Person. Weltweit wird damit pro Kopf ungefähr 29-mal so viel Strom verbraucht. Die heimische kohlenstoffarme Stromerzeugung betrug lediglich rund 2 kWh pro Person. Wie sich der übrige Stromverbrauch auf Strom aus fossilen Brennstoffen und Netto-Importe verteilt, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor; eine vollständige Verbrauchsstruktur lässt sich deshalb nicht bestimmen. Ein so niedriges Stromangebot kann die Versorgung von Schulen und Krankenhäusern, die wirtschaftliche Entwicklung sowie die Digitalisierung erheblich erschweren. Mehr saubere Elektrizität würde zudem helfen, zusätzliche Nachfrage durch Elektrifizierung und KI-Anwendungen zu decken.

Wächst der Strom in Benin?

Ein deutliches Wachstum des Stromverbrauchs ist zuletzt nicht erkennbar: Mit rund 130 kWh pro Person lag Benin 2023 etwa 4 % unter dem bisherigen Rekord von 136 kWh aus dem Jahr 2021. Dieser Rückstand ist angesichts des großen zusätzlichen Strombedarfs besorgniserregend. Erfreulich ist dagegen der Fortschritt bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie stieg gegenüber dem bisherigen Höchststand von rund 1 kWh pro Person im Jahr 2021 auf rund 2 kWh im Jahr 2023. Damit hat sie sich anhand der gerundeten Angaben ungefähr verdoppelt, bleibt aber auf einem sehr niedrigen Niveau.

Vorschläge

Benin sollte insbesondere Solarstrom ausbauen und dafür Stromnetze, Speicher sowie dezentrale Anlagen für Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen stärken. Als afrikanisches Vergleichsbeispiel bietet sich Südafrika an: Die angegebenen Erzeugungsmengen betragen dort rund 20 TWh Solarstrom, 12 TWh Windstrom und 12 TWh Kernstrom. Auch Indien und Pakistan zeigen mit etwa 192 beziehungsweise 41 TWh Solarstrom, wie diese Technik in sonnenreichen Regionen umfangreich genutzt werden kann. Für Wind sollte Benin geeignete Standorte prüfen und von den Erfahrungen Südafrikas lernen. Darüber hinaus sollte das Land Kernenergie als langfristige Option für eine verlässliche kohlenstoffarme Stromversorgung prüfen, einschließlich regionaler Zusammenarbeit und des Aufbaus entsprechender Fachkompetenz. Frankreich mit rund 379 TWh Kernstrom und Pakistan mit rund 22 TWh bieten hierfür unterschiedliche Erfahrungsbeispiele. Die absoluten Mengen sind keine direkten Zielwerte für Benin, zeigen aber das große Potenzial dieser sauberen Stromquellen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die historischen Angaben zeigen vor allem geringe Veränderungen in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung. Von 1997 bis 2005 wurden für Wasserkraft durchgehend jährliche Änderungen von 0 TWh ausgewiesen; dasselbe gilt für Biokraftstoffe von 2006 bis 2009. Mitte der 2010er-Jahre blieb die ausgewiesene Veränderung bei Wasserkraft erneut bei null, konkret von 2015 bis 2017. Für Solarstrom wurden 2015, 2019, 2021 und 2023 ebenfalls Änderungen von 0 TWh angegeben. Diese Werte bedeuten keine zwingend vollständig unveränderte Erzeugung: Kleine Zuwächse können durch die Rundung auf TWh unsichtbar bleiben, was auch mit dem jüngsten Anstieg pro Person vereinbar ist. Insgesamt lässt die Reihe jedoch keinen größeren Ausbau erkennen – umso wichtiger ist nun ein entschlossener Wachstumskurs bei kohlenstoffarmer Elektrizität.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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