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Elektrizität in Gabun im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
616 kWh/person -201
Gesamtelektrizität
1.517 kWh/person -17
Kohlenstoffarmer Elektrizität
41 % -47
Kohlenstoffintensität
314 gCO2eq/kWh +149

Gabuns Stromverbrauch wurde 2023 zu rund 44 % durch fossile Brennstoffe gedeckt, darunter knapp 30 % durch Gas. Kohlenstoffarmer Strom machte rund 41 % aus und stammte nahezu vollständig aus Wasserkraft. Die übrigen gut 15 % entfielen auf Netto-Importe, deren Zusammensetzung aus den vorliegenden Daten nicht hervorgeht. Damit besitzt Gabun bereits eine bedeutende Grundlage für eine saubere Stromversorgung, doch fossile Brennstoffe haben weiterhin den größten Anteil und verursachen klimaschädliche Emissionen sowie Luftverschmutzung.

Wächst der Strom in Gabun?

Gemessen am Stromverbrauch pro Kopf ist zuletzt kein Wachstum erkennbar: 2023 lag dieser bei rund 1.520 kWh und damit etwa 1 % unter dem bisherigen Höchststand von rund 1.535 kWh im Jahr 2022. Noch deutlicher ist der Rückstand bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Mit 616 kWh pro Kopf lag sie rund 200 kWh beziehungsweise ein Viertel unter dem Rekord von 817 kWh aus dem Jahr 1985. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, denn für eine zunehmende Elektrifizierung und neue Anwendungen wird mehr sauberer Strom benötigt. Ob auch der gesamte Stromverbrauch des Landes gesunken ist, lässt sich aus den Pro-Kopf-Werten allein nicht ableiten.

Vorschläge

Gabun sollte seine Wasserkraftbasis durch einen gezielten Ausbau von Solarstrom ergänzen und geeignete Windstandorte prüfen. Als regional relevante Beispiele dienen Kongo-Kinshasa mit rund 13 % Solarstrom sowie Kenia mit rund 12 % Windstrom. Brasilien zeigt mit etwa 11 % Solarstrom und 14 % Windstrom ebenfalls, wie diese Quellen einen Strommix ergänzen können. Für eine längerfristige Diversifizierung sollte Gabun außerdem den Einstieg in die Kernenergie prüfen und dafür Fachkräfte, Institutionen und internationale Partnerschaften aufbauen. Frankreich erzeugt rund zwei Drittel seines Stroms aus Kernenergie; die Vereinigten Arabischen Emirate erreichen etwa ein Fünftel. Diese Beispiele bieten Orientierung für den Aufbau einer verlässlichen, kohlenstoffarmen Stromversorgung, auch wenn Gabun seinen Ausbau an den eigenen Strombedarf und die Größe seines Netzes anpassen muss.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Gabuns ist in den vorliegenden Angaben eine Geschichte der Wasserkraft. In den frühen und mittleren 1980er-Jahren wuchs ihre jährliche Erzeugung mehrfach: 1981, 1982, 1984 und 1985 jeweils um rund 0,1 TWh. Für 1995 wird keine Veränderung ausgewiesen. Nach einem weiteren Zuwachs 2001 wechselten sich zwischen 2005 und 2015 mehrfach Rückgänge und Erholungen um jeweils etwa 0,1 TWh ab; diese unbeständige Entwicklung bedeutete keinen durchgehend kräftigen Ausbau. Besonders erfreulich war dagegen der Sprung um 0,4 TWh im Jahr 2019. Weitere Zuwächse von jeweils 0,1 TWh folgten 2020 und 2022, während die Erzeugung 2021 unverändert blieb. An diese jüngeren Fortschritte sollte Gabun mit einem stetigen Ausbau sauberer Stromerzeugung anknüpfen.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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