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Elektrizität in Botsuana im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
4,0 kWh/person -0,26
Gesamtelektrizität
1.818 kWh/person -194
Kohlenstoffarmer Elektrizität
0,22 % -0,06
Kohlenstoffintensität
642 gCO2eq/kWh +193

Botsuanas Stromversorgung war 2023 stark von fossilen Brennstoffen und Importen geprägt. Fossile Brennstoffe deckten rund 57 % des Stromverbrauchs, wobei Kohle allein etwa 55 % ausmachte. Weitere rund 43 % entfielen auf Netto-Importe. Die heimische kohlenstoffarme Stromerzeugung trug dagegen nur einen sehr kleinen Anteil bei. Welche Anteile des importierten Stroms kohlenstoffarm oder fossil erzeugt wurden, geht aus den Angaben nicht hervor. Der hohe Kohleanteil verdeutlicht, wie wichtig mehr saubere Stromerzeugung zur Verringerung von Klimabelastung und Luftverschmutzung ist.

Wächst der Strom in Botsuana?

Gemessen am Stromverbrauch pro Kopf ist Botsuana bislang nicht über seinen früheren Höchststand hinausgewachsen. Im Jahr 2023 lag der Verbrauch bei rund 1.820 kWh pro Person, gegenüber rund 2.010 kWh im Rekordjahr 2015. Damit blieb er etwa 194 kWh beziehungsweise knapp 10 % unter dem bisherigen Höchststand. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung stagnierte: Mit lediglich 4 kWh pro Person erreichte sie 2023 nur wieder den Rekordwert von 2019. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, denn eine zunehmende Elektrifizierung und neue digitale Anwendungen benötigen mehr sauberen Strom.

Vorschläge

Botsuana sollte vor allem den Ausbau der Solarstromerzeugung beschleunigen und zugleich Kernenergie als Ergänzung prüfen, auch im Rahmen regionaler Zusammenarbeit. Als unmittelbar relevantes Vorbild bietet sich das benachbarte Namibia an, wo Solarstrom 11 % der Stromerzeugung ausmacht. Weitere Orientierung liefern sonnenreiche Regionen wie Chile mit rund 24 % und der US-Bundesstaat Nevada mit 35 % Solarstrom. Klare Ausbauziele, verlässliche Ausschreibungen sowie Investitionen in Stromnetze und Speicher könnten ähnliche Fortschritte unterstützen. Für Kernenergie zeigen die Vereinigten Arabischen Emirate mit 20 % und Frankreich mit rund zwei Dritteln der Stromerzeugung, welchen Beitrag diese kohlenstoffarme Quelle leisten kann. Ergänzend sollte Botsuana geeignete Windstandorte untersuchen; Kenia erzeugt beispielsweise 12 % seines Stroms aus Wind.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die vorliegenden historischen Angaben zeigen von 2012 bis 2023 durchgehend eine jährliche Veränderung der Solarstromerzeugung von 0 TWh. Damit ist weder in den 2010er-Jahren noch zu Beginn der 2020er-Jahre ein Zuwachs in der angegebenen Genauigkeit erkennbar. Das bedeutet allerdings nicht, dass überhaupt kein Solarstrom erzeugt wurde: Kleine Veränderungen können durch die Rundung auf TWh unsichtbar bleiben. Zusammen mit der weiterhin sehr niedrigen kohlenstoffarmen Erzeugung pro Kopf unterstreicht diese lange Phase ohne erkennbaren Ausbau, wie dringend Botsuana seine saubere Stromerzeugung voranbringen sollte.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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