Elektrizität in Botsuana im Jahr 2023
Botsuana erlebt derzeit eine erhebliche Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bei seiner Stromerzeugung. Mehr als die Hälfte des Stroms stammt aus fossilen Quellen, insbesondere Kohle, die etwa 55% des Gesamtverbrauchs ausmacht. Netto-Importe decken rund 43% des Strombedarfs, was auf eine begrenzte inländische Erzeugungskapazität hinweist. Im Gegensatz dazu ist der Anteil der kohlenstoffarmen Energiequellen praktisch nicht vorhanden. Dies verdeutlicht die dringende Notwendigkeit, den Übergang zu sauberen und nachhaltigen Energiequellen wie Solar- und Kernenergie zu fördern, um die Energieabhängigkeit zu verringern und zur Bekämpfung des Klimawandels beizutragen.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA, Ember und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Botsuana?
In Bezug auf das Wachstum des Stromverbrauchs zeigt Botsuana einen Rückgang seit dem Jahr 2015, als der Verbrauch bei 2013 kWh pro Person lag. Im Jahr 2023 ist der Pro-Kopf-Verbrauch auf 1818 kWh gesunken, was einem Rückgang von 194 kWh im Vergleich zum historischen Höchststand entspricht. Besorgniserregend ist auch, dass die Erzeugung von kohlenstoffarmem Strom pro Person unverändert bei 4 kWh geblieben ist, was zeigt, dass keine Fortschritte bei der Einführung sauberer Energiequellen gemacht wurden. Dies könnte ein Hindernis für die zukünftige Entwicklung des Landes darstellen, wenn nicht bald Maßnahmen zur Förderung des Wachstums der kohlenstoffarmen Stromerzeugung ergriffen werden.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung zu erhöhen, könnte Botsuana von erfolgreichen Regionen lernen, die stark in Solar- und Kernenergie investiert haben. Länder wie die USA und einzelne Staaten wie Nevada und Kalifornien verzeichnen beachtliche Solarstromanteile von über 30%. Auf der anderen Seite haben europäische Länder wie Frankreich und Slowakei gezeigt, wie effektiv Kernenergie sein kann, mit Kernenergiemengen von 70% bzw. 66%. Indem es diesen Beispielen folgt und Solar- sowie Kernenergie fördert, könnte Botsuana einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen und unabhängigen Energiezukunft machen.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Botsuana zeigt einen praktisch stagnierenden Zustand, da in den letzten zwölf Jahren (von 2012 bis 2023) keine nennenswerten Änderungen oder Fortschritte in der Solarstromerzeugung dokumentiert wurden. Jedes Jahr verzeichnete keine Veränderungen in den Strommengen, was auf eine anhaltende Vernachlässigung der Entwicklung kohlenstoffarmer Energiequellen hinweist. Diese Stagnation ist besorgniserregend und signalisiert die Notwendigkeit einer verstärkten Förderung und Investition in die kohlenstoffarme Energieerzeugung, um den künftigen Energiebedarf zu decken und zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen beizutragen.




