In Madagaskar wird der Stromverbrauch stark von fossilen Brennstoffen dominiert, die etwa 70% der Elektrizität ausmachen. Im Jahr 2022 betrug die Erzeugung aus fossiler Energie 1,71 TWh, während kohlenstoffarme Quellen wie Solar und Wasserkraft insgesamt weit weniger produzieren, was zu einem deutlichen Mangel an sauberen Energiequellen führt. Insgesamt ist der Pro-Kopf-Stromverbrauch in Madagaskar mit 87 kWh pro Person erschreckend gering, besonders im Vergleich zum globalen Durchschnitt von 3649 kWh pro Person. Solch niedrige Werte können erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und den Lebensstandard haben, da Elektrizität ein wichtiger Treiber für Innovation und Wohlstand ist.
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Wächst der Strom in Madagaskar?
Trotz der dringenden Notwendigkeit bleibt das Wachstum der Stromerzeugung in Madagaskar stagnierend. Im Jahr 2022 verzeichnete das Land einen leichten Rückgang des Pro-Kopf-Stromverbrauchs auf 87 kWh pro Person, verglichen mit 88 kWh im Rekordjahr 2019. Besonders besorgniserregend ist der Rückgang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die zuletzt bei 31 kWh pro Person lag, im Vergleich zu einem Höchststand von 38 kWh im Jahr 2015. Diese Entwicklung ist alarmierend, da kohlenstoffarme Energiequellen entscheidend für eine nachhaltige Energiewende sind und die Auswirkungen des Klimawandels mildern können.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Madagaskar zu steigern, sollte das Land Lehren aus erfolgreichen Regionen ziehen, die erhebliche Fortschritte in diesem Bereich gemacht haben. China und Indien sind hervorragende Beispiele für die erfolgreichen Einsatz von Solarenergie, und China hat auch beachtliche Fortschritte im Bereich der Windenergie gemacht. Auch die USA haben eine starke Kernenergie-Infrastruktur entwickelt. Durch die Investition in Solar- und Kernenergie könnte Madagaskar seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern und gleichzeitig die Energiesicherheit erhöhen. Der Ausbau dieser Technologien kann die kohlenstoffarme Stromerzeugung fördern und so zu einer nachhaltigeren und saubereren Energiezukunft führen.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Madagaskar zeigt eine stagnierende Entwicklung, die hauptsächlich durch geringe Zuwächse im Bereich der Wasserkraft geprägt ist. Seit den 1980er Jahren hat Madagaskar immer nur äußerst kleine jährliche Zuwächse bei der Wasserkrafterzeugung verzeichnet, mit gelegentlichen Rückgängen, wie etwa in den Jahren 2016 und 2017. Erschütternd ist die Tatsache, dass es 2022 keinerlei Zuwachs im Bereich kohlenstoffarmer Energien gab, einschließlich Solarenergie. Diese Muster zeigen, dass die bisherigen Bemühungen nicht ausreichen, um den wachsenden Bedarf zu decken und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Umso wichtiger ist es jetzt, deutliche Schritte in Richtung einer verstärkten Nutzung von Solar- und Kernenergie zu unternehmen.