Aktuell basiert der größte Teil des Stromverbrauchs in Äquatorialguinea noch auf fossilen Brennstoffen. Mehr als zwei Drittel der Elektrizität werden durch Gas gedeckt, während der restliche Strom aus kohlenstoffarmen Quellen stammt. Im Jahr 2023 sind das fast ein Drittel des Stroms, der durch Wasserkraft erzeugt wird. Die starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist bedenklich angesichts der negativen Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt. Der Übergang zu mehr kohlenstoffarmer Energie könnte entscheidend für die Entwicklung einer saubereren und nachhaltigeren Energiezukunft sein.
Wächst der Strom in Äquatorialguinea?
Leider befindet sich der Stromverbrauch in Äquatorialguinea derzeit auf einem absteigenden Pfad. Die Pro-Kopf-Stromnutzung liegt momentan bei 850 kWh jährlich, was einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Jahr 2014 darstellt, als der Verbrauch bei 1209 kWh pro Person lag. Ebenso hat die kohlenstoffarme Stromerzeugung einen Rückgang erlebt: Von einem Höchststand von 390 kWh pro Person im Jahr 2015 ist diese Zahl mittlerweile auf 265 kWh pro Person gesunken. Diese Abnahme in der Gesamtstromerzeugung, insbesondere in der kohlenstoffarmen Erzeugung, gibt Anlass zur Sorge und erfordert dringende Maßnahmen zur Wiederbelebung und nachhaltigen Entwicklung der Elektrizitätsinfrastruktur.
Vorschläge
Um den Anteil der kohlenstoffarmen Energie zu erhöhen, könnte Äquatorialguinea von den Erfahrungen erfolgreich entwickelter Regionen lernen. Bemerkenswerte Beispiele sind Frankreich und die Slowakei, die große Erfolge im Bereich der Kernenergie mit über 60% ihrer Elektrizität verzeichnen. Ebenso könnte der Ausbau von Windenergie, wie er in Dänemark und Iowa mit über 50% Anteil erfolgreich ist, als Vorbild dienen. Darüber hinaus sollte auch die Implementierung von Solarenergie, wie in Kalifornien und Libanon mit rund 30%, in Betracht gezogen werden. Indem Äquatorialguinea auf eine Kombination von Kernkraft und Solarenergie setzt, kann es nicht nur seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern, sondern auch eine nachhaltigere und sicherere Energiezukunft schaffen.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Äquatorialguinea zeigt eine bemerkenswerte Stabilität in der Wasserkrafterzeugung seit den 1990er Jahren. Bis 2000 und erneut von 2002 bis 2010 gab es kaum Änderungen. Ein leichtes Wachstum wurde in den Jahren 2012 bis 2015 beobachtet, bevor die Erzeugung 2017 und 2019 wieder leicht zurückging. Seit 2020 blieb die Wasserkrafterzeugung ohne wesentliche Veränderungen. Insgesamt gesehen zeigt die allmähliche Entwicklung der Wasserkraft das Potenzial für nachhaltige Energieerzeugung, während die kontinuierliche Fokussierung auf fossile Brennstoffe als primäre Quelle dringend überdacht werden sollte.













