Aktuell basiert der Großteil der Stromerzeugung in Äquatorialguinea auf fossilen Brennstoffen, vor allem Gas, das mehr als zwei Drittel des gesamten Stroms ausmacht. Im Vergleich dazu kommen etwas mehr als 30 Prozent des Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen, und dabei handelt es sich vollständig um Wasserkraft. Diese Konzentration auf fossile Energien ist besorgniserregend, da sie sowohl negative Umweltauswirkungen als auch Einschränkungen hinsichtlich der Nachhaltigkeit mit sich bringt. Mit einer stärkeren Einspeisung von kohlenstoffarmen Energieträgern in das Energiesystem könnte Äquatorialguinea langfristig von den umweltfreundlicheren und nachhaltigeren Energieformen profitieren.
Wächst der Strom in Äquatorialguinea?
Was das Wachstum des Stromverbrauchs betrifft, zeigt Äquatorialguinea derzeit leider einen rückläufigen Trend. Der Pro-Kopf-Stromverbrauch im Land liegt 2023 bei 850 kWh, was einen deutlichen Rückgang gegenüber dem bisherigen Rekord von 1209 kWh im Jahr 2014 darstellt. Auch der Anteil der kohlenstoffarmen Stromerzeugung pro Kopf ist gesunken, von 390 kWh im Jahr 2015 auf 265 kWh im Jahr 2023. Diese Zahlen deuten auf einen Rückgang der Stromerzeugung und möglicherweise auch auf die Energieeffizienz hin, was bedauerlich ist, da das Land bestrebt sein sollte, den Zugang zu sauberer Energie zu verbessern und den Verbrauch zu steigern, um künftige Energieanforderungen zu erfüllen.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung in Äquatorialguinea zu erhöhen, könnte das Land von den Regionen lernen, die erfolgreich auf Wind, Solar und Kernenergie setzen. Staaten wie Nevada und Kalifornien nutzen jeweils einen bedeutenden Teil ihres Stroms aus Solarenergie, rund ein Drittel. Ähnlich erfolgreich arbeitet Iowa mit einem Großteil seines Stroms aus Windkraft. Darüber hinaus sind Länder wie Frankreich und die Slowakei führend in der Nutzung von Kernenergie. Äquatorialguinea könnte von diesen Beispielen profitieren, indem es Investitionen in Solar- und Windkraft gemeinsam mit der Entwicklung einer nuklearen Infrastruktur priorisiert. Solche Schritte würden nicht nur die saubere Stromerzeugung steigern, sondern auch zur Diversifizierung der Energiequellen des Landes beitragen und den fossilen Abhängigkeiten entgegenwirken.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Äquatorialguinea zeigt sich, dass Wasserkraft über die Jahre dominiert hat. Von 1991 bis 2011 gab es keine nennenswerten Veränderungen. Erst ab 2012 kam es zu leichten Zuwächsen der Wasserkraft, mit einem Höchststand in den Jahren 2013 und 2015. Seit 2016 hat die Erzeugung jedoch stagnierende oder rückläufige Tendenzen gezeigt. Diese mangelnde Dynamik in der Entwicklung kohlenstoffarmer Stromerzeugung ist alarmierend und betont die Notwendigkeit für strategische Investitionen in nachhaltige Energiequellen, um den zukünftigen Energiebedarf zu decken und den Weg zu einer stabilen und sauberen Energiezukunft zu ebnen.











