Low-Carbon Power: Überwachen Sie das Wachstum kohlenstoffarmer Energie
- 370,000+ Nutzer im letzten Jahr
- 190+ Länder und Regionen
- 5 Sprachen
- Offene Daten seit 2020
Von Juli 2025 bis Juni 2026 stammten weltweit rund 57 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen und gut 43 % aus kohlenstoffarmen Quellen. Kohle lieferte mit knapp einem Drittel den größten Anteil, gefolgt von Gas mit rund 21 %. Bei der sauberen Stromerzeugung führte Wasserkraft mit etwa 14 %. Solarstrom erreichte gut 9 %, Wind und Kernenergie jeweils knapp 9 %. Biokraftstoffe steuerten rund 2 % bei. Damit ist kohlenstoffarmer Strom bereits eine wichtige Säule der weltweiten Versorgung, während fossile Brennstoffe weiterhin mehr als die Hälfte liefern und dadurch Klimawandel und Luftverschmutzung verursachen.
Wächst der Strom in Die Welt?
Der weltweite Stromverbrauch wächst auch pro Kopf: Der aktuelle Wert für 2026 beträgt rund 3.794 kWh je Person und übertrifft den bisherigen Rekord von 3.736 kWh aus dem Jahr 2025 um 58 kWh beziehungsweise etwa 1,6 %. Besonders erfreulich ist der neue Höchststand bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie stieg von 1.605 auf 1.649 kWh je Person, also um 44 kWh oder rund 2,7 %. Saubere Stromerzeugung wächst damit pro Kopf schneller als der gesamte Stromverbrauch. Dieses Wachstum sollte weiter beschleunigt werden, um den zusätzlichen Strombedarf durch Elektrifizierung und künstliche Intelligenz zunehmend sauber zu decken.
Vorschläge
Für mehr kohlenstoffarmen Strom sollte die Welt insbesondere Kernenergie und Solarenergie ausbauen und von erfolgreichen Ländern und Regionen lernen. Frankreich und die Slowakei erzeugen etwa zwei Drittel ihres Stroms mit Kernenergie; auch die US-Bundesstaaten South Carolina und New Hampshire erreichen damit mehr als die Hälfte. Diese Beispiele zeigen, welchen großen Beitrag Kernenergie zu einer sauberen Stromversorgung leisten kann. Beim Solarstrom liefern Nordmazedonien mit 40 %, Nevada mit 35 % und Kalifornien mit 31 % starke Vorbilder. Länder sollten deshalb den Bau oder Ausbau von Kernkraftwerken und Solaranlagen prüfen und durch verlässliche Investitionsbedingungen sowie leistungsfähige Stromnetze unterstützen. Ergänzend zeigen Dänemark mit knapp 60 % Windstrom und Iowa mit 57 %, wie bedeutend auch Wind für eine kohlenstoffarme Stromversorgung werden kann.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die Geschichte zeigt mehrere starke Wachstumsphasen sauberer Stromerzeugung. Mitte der 1980er Jahre legte die Kernenergie 1984 und 1985 um rund 188 beziehungsweise 212 TWh zu; 1990 kamen weitere 291 TWh hinzu. Im selben Jahr wuchs die Wasserkraft um rund 377 TWh, 2010 nochmals um 196 TWh. Die Kernstromrückgänge von rund 174 TWh im Jahr 2011 und 186 TWh im Jahr 2022 waren dagegen bedauerliche Rückschritte für den Ausbau kohlenstoffarmer Stromversorgung. In den 2020er Jahren prägten vor allem Wind und Solar das Wachstum: Wind legte von 2020 bis 2025 jedes Jahr um etwa 171 bis 265 TWh zu. Die jährlichen Solarzuwächse beschleunigten sich von rund 198 TWh im Jahr 2021 auf beeindruckende 627 TWh im Jahr 2025; für 2026 weisen die vorliegenden Daten weitere 244 TWh aus. Auch die Wasserkraft verzeichnete 2024 mit rund 204 TWh einen kräftigen Zuwachs. Diese Fortschritte machen Mut und unterstreichen, wie wichtig ein anhaltend kräftiger Ausbau sauberer Stromerzeugung ist.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
LowCarbonPower vorgestellt in

















