Elektrizität in Nordmazedonien im Jahr 2025
Die aktuelle Situation des Stromverbrauchs in Nordmazedonien zeigt eine deutliche Übergewichtung von fossilen Brennstoffen. Fossile Energiequellen, hauptsächlich Kohle und Gas, machen zusammen fast die Hälfte der Stromerzeugung aus, wobei die Netto-Importe einen großen Teil mit mehr als einem Drittel beitragen. Dabei entfallen etwa 32% auf Kohle und knapp 16% auf Gas. Der Anteil kohlenstoffarmer Energiequellen, wie Wasserkraft und Wind, ist leider vergleichsweise niedrig und umfasst nur gut 14% des Strommixes, wobei der Großteil aus Wasserkraft kommt und Windkraft einen minimalen Anteil einnimmt.
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Wächst der Strom in Nordmazedonien?
Ein Blick auf den Trend des Stromverbrauchs in Nordmazedonien zeigt einen beunruhigenden Rückgang. Die Gesamtstromnutzung liegt bei 3658 kWh pro Person, ein deutlicher Abfall von 966 kWh im Vergleich zum Höchststand im Jahr 2011. Noch besorgniserregender ist der starke Rückgang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung; der aktuelle Wert liegt bei 513 kWh pro Person, was eine Abnahme von 683 kWh gegenüber dem Rekord von 2023 bedeutet. Ein solcher Rückgang in der Nutzung kohlenstoffarmer Energien stellt ein großes Hindernis für nachhaltige Energiezukunft dar und verdeutlicht die Notwendigkeit einer strategischen Neuausrichtung.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, könnte Nordmazedonien von den Erfolgen anderer Regionen und Länder lernen. Zum Beispiel zeigt Dänemark eine starke Abhängigkeit von Windkraft, die fast 60% ihrer Stromerzeugung ausmacht, während Nevada beeindruckende 33% der Stromerzeugung aus Solarenergie bezieht. Eine Kombination aus der Verstärkung von Wind- und Solarenergie könnte für Nordmazedonien einen bedeutenden Fortschritt bedeuten. Zudem wäre die Einführung von Kernenergien zu erwägen, da Länder wie Frankreich und die Slowakei bemerkenswerte Erfolge durch hohe Anteile von Kernenergie an ihrer Stromerzeugung verzeichnen. Eine engagierte Umstellung hin zu solch vielfältigen kohlenstoffarmen Technologiemixen könnte Nordmazedonien auf seinen Weg zu einem nachhaltigen Energiesystem unterstützen.
Geschichte
Der Verlauf der kohlenstoffarmen Stromproduktion in Nordmazedonien hat im Laufe der Jahre merkliche Schwankungen erfahren. Seit den frühen 1990er Jahren zeigte die Wasserkrafterzeugung periodische Auf- und Abwärtsbewegungen, wobei es 2010 zu einem bedeutenden Anstieg kam. In den letzten Jahren kamen 2023 und 2024 ergänzend noch Solaranlagen hinzu. Dennoch haben die jüngsten Rückgänge, insbesondere in der Wasserkrafterzeugung in den Jahren 2024 und 2025, gezeigt, dass stetige Investitionen und strategische Planung unabdingbar sind, um nachhaltigen Fortschritt zu sichern. Dies verdeutlicht einmal mehr die Notwendigkeit einer breiten Diversifizierung des kohlenstoffarmen Energiemixes, um die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft zu meistern.