Der aktuelle Zustand des Stromverbrauchs in Nordmazedonien zeigt, dass kohlenstoffarme Energien etwas mehr als die Hälfte der Elektrizität liefern, nämlich 57,84%. Diese Gruppe umfasst bedeutende Anteile von Solarenergie mit fast einem Drittel und der Wasserkraft, die fast ein Viertel ausmacht. Der verbleibende Strom kommt zu etwa 42,16% aus fossilen Brennstoffen, was immer noch ein beträchtlicher Anteil ist. Kohle dominiert hier mit etwa 26%, gefolgt von Gas mit etwa 15%. Windenergie macht einen relativ kleinen Anteil mit knapp 5% aus. Dieser Mix zeigt, dass Nordmazedonien bereits erhebliche Fortschritte bei der Nutzung sauberer Energiequellen gemacht hat, sehr lobenswert ist dabei der hohe Anteil von Solarenergie, welcher im April 2025 bis März 2026 stabile Anteile der Stromerzeugung gesichert hat.
Wächst der Strom in Nordmazedonien?
Obwohl der aktuelle Stromverbrauch in Nordmazedonien pro Person bei 3802 kWh liegt, was eine signifikante Abnahme im Vergleich zum vorherigen Rekord von 5216 kWh pro Person im Jahr 2025 darstellt, ist das ein besorgniserregender Rückgang. Diese Abnahme beträgt 1414 kWh pro Person. Auch die kohlenstoffarme Stromproduktion hat einen Rückgang erlebt, mit aktuell 2199 kWh pro Person im Vergleich zu 3435 kWh im Rekordjahr 2025, was ebenfalls eine Abnahme von 1236 kWh umfasst. Diese Zahlen deuten auf einen möglicherweise ungünstigen Trend hin und unterstreichen die dringende Notwendigkeit, die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, um sowohl die Energieunabhängigkeit als auch die Umweltziele von Nordmazedonien effektiv zu erreichen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, sollte Nordmazedonien die Kapazität seiner bereits beachtlichen Solarenergieproduktion weiter ausbauen. Erfolgreiche Beispiele gibt es weltweit – so bezieht beispielsweise Frankreich 67% und die Slowakei 65% ihres Stroms aus Kernenergie, während Dänemark 60% aus Windenergie schöpft. Der Ausbau von Solarenergie und die mögliche Einführung von Kernenergie wären sinnvolle Schritte für Nordmazedonien. Der Einsatz von Kernkraft könnte durch Länder wie Frankreich und die Slowakei inspiriert werden, um Nordmazedonien auch im Hinblick auf die Energiesicherheit zu stärken. Gleichzeitig kann der Erfolg der dänischen Windenergienutzung als Inspiration für die Optimierung der Windenergie in Nordmazedonien dienen, wobei andere Regionen mit hoher Windenergieproduktion ebenfalls gute Vorbilder sind.
* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
In Nordmazedonien war der Umstieg auf kohlenstoffarme Energiequellen im Laufe der Jahre unterschiedlich erfolgreich. In den frühen 1990er Jahren gab es einige Schwankungen in der Wasserkraftproduktion, aber insgesamt blieben die Veränderungen relativ gering. Von 2000 bis 2020 schwankten die Jahreswerte deutlich, was einige Herausforderungen in der Wasserkraftnutzung zeigt. Bedeutende Fortschritte wurden jedoch in den letzten Jahren erzielt, insbesondere im Jahr 2025 mit einem Anstieg der Solarenergie um 3,7 TWh, was einen großen Sprung nach vorne bedeutet. Leider ging diese dynamische Entwicklung in 2026 mit einem Rückgang um 2,5 TWh teilweise verloren. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer stabileren und kontinuierlichen Investition und Expansion in die sauberer Energiequellen, um Nordmazedoniens künftigen Strombedarf sicher zu decken.
* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.













