Der aktuelle Stand des Elektrizitätsverbrauchs in Nordmazedonien zeigt eine interessante Verteilung der Energiequellen. Fast ein Drittel der Elektrizität stammt aus kohlenstoffarmen Quellen, wobei der größte Beitrag aus der Wasserkraft mit rund 17% kommt, gefolgt von Solarenergie mit etwas mehr als 8% und Windkraft mit etwa 4%. Die fossilen Brennstoffe machen über ein Drittel des Stromverbrauchs aus, wobei Kohle mehr als ein Viertel und Gas etwa 12% des Anteils repräsentieren. Die Netto-Importe decken ebenfalls ungefähr ein Drittel des Bedarfs ab, was darauf hindeutet, dass Nordmazedonien stark auf den Import von Elektrizität angewiesen ist, um seinen Bedarf zu decken.
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Wächst der Strom in Nordmazedonien?
Die Elektrizitätsnachfrage in Nordmazedonien zeigt Anzeichen eines Rückgangs. Im Jahr 2025 lag der Stromverbrauch bei 4195 kWh pro Person, was einem Rückgang um 429 kWh im Vergleich zum Höchststand im Jahr 2011 entspricht. Trotz dieses Rückgangs zeigt der Anteil der kohlenstoffarmen Elektrizität eine positive Entwicklung und erreichte einen neuen Rekordwert von 1261 kWh pro Person im Jahr 2025, was einen Anstieg von 65 kWh gegenüber dem vorherigen Rekord im Jahr 2023 darstellt. Diese unterschiedlichen Trends deuten darauf hin, dass Nordmazedonien zwar seine Bemühungen um die Erhöhung der sauberen Energieerzeugung verstärkt hat, der Gesamtstromverbrauch jedoch zurückgegangen ist, was Anlass zur Sorge gibt.
Vorschläge
Um die Erzeugung von kohlenstoffarmer Elektrizität zu steigern, könnte Nordmazedonien von erfolgreichen Ländern und Regionen lernen. Ein Blick auf Länder wie Frankreich und die Slowakei, die mehr als 60% ihrer Elektrizität aus Kernenergie beziehen, kann als Inspiration dienen, da Kernenergie eine verlässliche und saubere Energiequelle bietet. Dänemark und Iowa zeigen, dass Windenergie ebenfalls ein erheblicher Anteil der Stromerzeugung sein kann, mit mehr als 50% Energieanteil in diesen Ländern. Darüber hinaus könnten Regionen wie Nevada, das 34% seiner Elektrizität aus Solarenergie gewinnt, zeigen, wie intensiv die Nutzung der Solarenergie ausgebaut werden kann. Der Ausbau von Kernkraftwerken sowie von Solar- und Windenergieanlagen sind entscheidende Schritte zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Netto-Importen in Nordmazedonien.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Elektrizität in Nordmazedonien hat vor allem die Wasserkraft schwankende Beiträge geleistet. In den frühen 1990er Jahren gab es sowohl Anstiege als auch Rückgänge in der Stromerzeugung aus Wasserkraft. Ähnliche Schwankungen setzten sich auch in den 2000er Jahren fort, wobei bemerkenswerte Zuwächse im Jahr 2010 zu verzeichnen waren, als die Wasserkrafterzeugung um 1,2 TWh zunahm. In den darauffolgenden Jahren blieb die Wasserkraft jedoch volatil mit mehreren Jahren des Wachstums und Rückgangs. Ab 2023 zeigt sich eine positive Entwicklung durch den Ausbau der Solarenergie, was auf einen vielversprechenden Beginn der Diversifizierung kohlenstoffarmer Stromquellen hinweist. Solche Initiativen sind entscheidend, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und gleichzeitig die Umwelt zu schützen.





