Elektrizität in Nordmazedonien im Jahr 2025
In Nordmazedonien wird die Stromerzeugung derzeit überwiegend durch fossile Brennstoffe gedeckt, wobei fast die Hälfte des Stroms aus fossilen Energieträgern stammt. Genau genommen machen Kohle und Gas zusammen etwa 48% des Strommixes aus. Netto-Importe spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle, indem sie mehr als ein Drittel des Strombedarfs decken. Kohlenstoffarme Energien hingegen haben mit etwas mehr als 14% einen noch recht geringen Anteil an der Stromerzeugung, wobei die Wasserkraft hier den größten Anteil einnimmt. Wind leistet einen marginalen Beitrag von etwa 1,5%.
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Wächst der Strom in Nordmazedonien?
Die Stromnachfrage in Nordmazedonien zeigt keine Wachstumsdynamik; im Gegenteil, es gibt Anzeichen eines Rückgangs. Im Jahr 2025 lag der pro Kopf Stromverbrauch bei 3658 kWh, was bedeutet, dass Nordmazedonien verglichen mit dem historischen Höchststand von 4624 kWh pro Kopf im Jahr 2011 erhebliche Einbußen erlitten hat. Die kohlenstoffarme Stromproduktion ist sogar noch stärker gesunken, von 1196 kWh im Jahr 2023 auf nur noch 513 kWh pro Person im Jahr 2025. Diese Entwicklung ist sowohl aus Umwelt- als auch aus wirtschaftlicher Sicht besorgniserregend, da der Rückgang des sauberen Stroms die Abhängigkeit von klimaschädlicher Energie verstärkt.
Vorschläge
Um den Anteil an kohlenstoffarmer Stromerzeugung zu erhöhen, könnte Nordmazedonien von den Erfolgen anderer Regionen lernen, insbesondere im Bereich der Wind- und Solarenergie sowie der Kernenergie. Länder wie Frankreich und die Slowakei sind führend in der Nutzung von Kernenergie, mit über 65% ihres Stroms aus dieser Quelle. Ähnlich hat Dänemark mit rund 58% einen bemerkenswerten Anteil seiner Stromerzeugung mit Windenergie erzielt. Auch Bundesstaaten in den USA wie Iowa und Kansas präsentieren sich als Vorreiter mit hohen Kapazitäten an Windstrom. Nordmazedonien könnte insbesondere in die Entwicklung von Solarenergie investieren, so wie es Nevada und Kalifornien erfolgreich vorgemacht haben, wo Solarenergie etwa ein Drittel der Elektrizität liefert.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Nordmazedonien hat die Wasserkraft eine wechselvolle Entwicklung durchlaufen. In den 1990er Jahren gab es kleinere Schwankungen, gefolgt von einem relativ stabilen Anstieg in den frühen 2000er Jahren. Allerdings kam es zwischen 2007 und 2012 zu einem dramatischen Rückgang von insgesamt 1,4 TWh. In den letzten Jahren zeigt die Entwicklung erneut ein schwankendes Muster, wobei die Wasserkraft weltweit unter den Herausforderungen des Klimawandels wie Dürreperioden und unregelmäßigen Niederschlägen leidet. Ein positiver Ausblick ergab sich im Jahr 2023 durch einen kleinen Zuwachs sowohl in der Wasserkraft als auch neu in der Solarenergie, was berücksichtigt werden sollte, wenn Nordmazedonien seine kohlenstoffarme Stromproduktion stärken möchte.




