Im US-Bundesstaat Iowa stammten in den zwölf Monaten von Juli 2025 bis Juni 2026 rund 62 % des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Wind lieferte mit rund 57 % deutlich mehr als die Hälfte des Stroms. Solar trug etwa 2,5 % bei, darunter rund 1,8 % aus Anlagen von Versorgungsbetrieben; Wasserkraft lieferte knapp 2 %. Fossile Brennstoffe machten dagegen rund 38 % aus: etwa 27 % entfielen auf Kohle und 11 % auf Gas. Iowa verfügt damit über einen hohen Anteil sauberer Stromversorgung, hat aber weiterhin erhebliches Potenzial, fossilen Strom und die damit verbundenen Klimabelastungen und Luftschadstoffe zu ersetzen.
Wächst der Strom in Iowa?
Der Stromverbrauch in Iowa wächst: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 23.400 kWh pro Person und übertrifft den bisherigen Rekord von 2025 mit rund 23.000 kWh. Das entspricht einem Anstieg um etwa 350 kWh pro Person beziehungsweise 1,5 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung erreichte einen neuen Höchststand von knapp 14.500 kWh pro Person. Ihr Zuwachs gegenüber dem Rekord von 2025 betrug allerdings nur 34 kWh pro Person, also rund 0,2 %. Die neuen Höchststände sind erfreulich, doch das nahezu stagnierende Wachstum sauberer Stromerzeugung sollte deutlich beschleunigt werden, um zusätzlichen Strombedarf durch Elektrifizierung und KI zunehmend kohlenstoffarm zu decken.
Vorschläge
Iowa sollte seine bereits starke Windstromerzeugung weiter ausbauen und zugleich Solar und Kernenergie stärker entwickeln. Orientierung bieten andere Regionen: Im benachbarten US-Bundesstaat Illinois liefert Kernenergie fast die Hälfte des Stroms, in den ebenfalls nahe gelegenen US-Bundesstaaten Minnesota und Nebraska rund 19 % beziehungsweise 16 %. Diese Beispiele zeigen, welchen bedeutenden Beitrag Kernenergie zur sauberen Stromversorgung leisten kann. Beim Solarausbau kann Iowa etwa vom US-Bundesstaat Colorado lernen, wo Solar 14 % des Stroms liefert, oder von Deutschland mit 20 %. Ein Ausbau von Wind- und Solaranlagen sowie die Entwicklung neuer Kernenergiekapazitäten könnten Iowas kohlenstoffarme Stromversorgung verbreitern und weiteres Verbrauchswachstum unterstützen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die jüngste Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung zeigt zunächst einen kräftigen Zuwachs und anschließend eine Abschwächung. Im Jahr 2024 stieg die Windstromerzeugung gegenüber dem Vorjahr um 2,8 TWh, während Wasserkraft um 0,1 TWh zulegte. In den Jahren 2025 und 2026 ging die Windstromerzeugung jedoch um 0,5 beziehungsweise 0,2 TWh zurück – eine enttäuschende Entwicklung nach dem starken Anstieg. Wasserkraft blieb 2025 unverändert und gewann 2026 wieder 0,3 TWh hinzu. Bei den ebenfalls kohlenstoffarmen Biokraftstoffen gab es in allen drei Jahren keine Veränderung. Insgesamt unterstreicht dieser Verlauf, wie wichtig neuer Schwung beim Ausbau sauberer Stromerzeugung ist.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.








