Im vergangenen Jahr, von September 2024 bis August 2025, stammten deutlich mehr als die Hälfte des in Iowa verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Insbesondere Windkraft war mit fast 60% der größte Erzeuger von sauberem Strom in Iowa. Während die fossilen Brennstoffe wie Kohle und Gas zusammen mehr als ein Drittel des Stroms lieferten, machten Kohle allein fast ein Viertel und Gas rund 12% aus. Solarenergie, die immerhin leicht mehr als 2 % des Strommixes ausmachte, spielte eine unterstützende Rolle, während Wasserkraft einen kleinen Anteil von etwa 1,3% lieferte. Der Fokus auf kohlenstoffarme Energien in Iowa zeigt eindrucksvoll die Ambitionen des Bundesstaates, saubere Energiequellen zu priorisieren.
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Wächst der Strom in Iowa?
Im Hinblick auf das Stromwachstum sieht es in Iowa jedoch weniger vielversprechend aus. Die aktuelle Stromnutzung betrug 22.718 kWh pro Person, was einen leichten Rückgang gegenüber dem bisherigen Rekordwert im Jahr 2022 zeigt. Dieser Rückgang war nicht nur bei der Gesamtnutzung, sondern auch beim Erzeugungsmix zu beobachten, wo die kohlenstoffarmen Erzeugungszahlen von 14.519 kWh pro Person auftraten, was ebenfalls einen Rückgang bedeutet. Diese Zahlen deuten auf ein besorgniserregendes Stagnieren oder sogar einen Rückgang der Stromproduktion hin, und dies ist besonders alarmierend angesichts des globalen Bedarfs an mehr Elektrizität, insbesondere an kohlenstoffarmer Energie, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen.
Vorschläge
Um den Anteil an kohlenstoffarmer Stromerzeugung weiter zu steigern, könnte Iowa von der Expansion seiner bereits erfolgreichen Windkraftkapazitäten profitieren. Außerdem könnten Lehren aus Ländern wie Frankreich und Staaten wie Illinois, die stark auf Kernenergie setzen, gezogen werden, um das Energieportfolio auszuweiten. Ebenso könnte Iowa den Ausbau der Solarenergie ins Auge fassen und von Regionen wie Kalifornien und Nevada lernen, die ebenfalls erfolgreich Solarstrom gewonnen haben. Diese Maßnahmen könnten dazu beitragen, nicht nur die emissionsfreie Stromerzeugung zu erhöhen, sondern auch die Resilienz des Stromsystems gegen die Schwankungen und Unsicherheiten der fossilen Brennstoffe zu verbessern.
Geschichte
In den letzten Jahrzehnten hat Iowa eine bemerkenswerte Entwicklung bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung erlebt, wobei der Hauptantrieb die wachsende Nutzung der Windkraft war. Besonders in den späten 2000er und 2010er Jahren wurde durch zahlreiche Kapazitätserweiterungen die Windenergie stark intensiviert. Herausragend war das Jahr 2022, in dem ein Zuwachs von fast 9 TWh zu verzeichnen war. Allerdings führte das Abschalten von Kernkraftwerken im Jahr 2012 und erneut im Jahr 2020 zu nicht unerheblichen Rückgängen in der kohlenstoffarmen Erzeugung, ein Rückschritt, der angesichts der Notwendigkeit der Dekarbonisierung sehr kritisch beurteilt werden muss. Insgesamt zeigt die Entwicklung der letzten Jahrzehnte, dass Iowa auf einem guten Weg ist, trotz einiger Rückschläge weiterhin auf kohlenstoffarme Energien zu setzen.