Österreichs aktueller Strommix in 2025 zeigt, dass kohlenstoffarme Quellen den Großteil der Elektrizität ausmachen. Mehr als drei Viertel der elektrischen Energie stammt aus kohlenstoffarmen Stromquellen. Insbesondere Wasserkraft spielt mit rund 47% eine dominierende Rolle in der Stromversorgung des Landes. Wind und Solar tragen ebenfalls signifikant dazu bei, wobei Solar rund 13% und Wind gut 11% zum Energiemix beitragen. Im Vergleich dazu machen fossile Brennstoffe, primär Gas und Kohle, etwa 16% der Stromerzeugung aus. Der Rest wird durch Netto-Importe und Biokraftstoffe ergänzt. Der geringe Anteil fossiler Energien ist erfreulich, da er die Abhängigkeit von klimaschädlichen Brennstoffen verringert und die Nachhaltigkeit erhöht.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen ENTSOE, Eurostat, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Österreich?
Jedoch erlebt Österreich eine besorgniserregende Entwicklung im Stromverbrauch. Im Jahr 2025 lag der durchschnittliche Elektrizitätsverbrauch bei 8367 kWh pro Person, was einen Rückgang von 580 kWh im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Noch besorgniserregender ist der Rückgang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die um 1421 kWh pro Person im Vergleich zum bisherigen Höchststand im Jahr 2024 gesunken ist. Diese Entwicklungen zeigen, dass anhaltende Anstrengungen notwendig sind, um die Produktion kohlenstoffarmer Elektrizität zu steigern und zugleich den Gesamtstromverbrauch effizienter zu gestalten.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Österreich zu steigern, könnte das Land seine Investitionen in Wind- und Solarenergie verstärken. Diese Technologien haben bereits einen bedeutenden Beitrag zur Stromerzeugung geleistet und bieten großes Potenzial für weiteres Wachstum. Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass Länder wie Dänemark und Iowa mit beeindruckenden Windanteilen von 60% und 58% als Vorbilder dienen können. Frankreich und die Slowakei bieten mit ihren hohen Anteilen an Kernenergie ebenfalls wichtige Lektionen in Sachen Energiesouveränität und Stabilität. Der Ausbau der Kernenergie könnte in Österreich erheblich dazu beitragen, den CO₂-Ausstoß zu verringern und eine zukunftssichere, stabile Energieversorgung sicherzustellen.
Geschichte
In der Vergangenheit hat die Wasserkraft die kohlenstoffarme Erzeugung in Österreich stark beeinflusst. Insbesondere in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren gab es mehrere signifikante Anstiege. Jedoch zeigen die Daten auch Rückgänge, wie 2003 und ganz besonders 2025, als ein Rückgang von 12,3 TWh verzeichnet wurde. Dieses Muster verdeutlicht, dass eine Diversifizierung zu weiteren kohlenstoffarmen Technologien, wie Solar und eventuell Kernenergie, wichtig sein könnte, um Schwankungen auszugleichen und die nachhaltige Stromproduktion langfristig zu sichern. Die wachsende Herausforderung, den elektrifizierten Bedarf zu decken, erfordert eine robuste Strategie, die auf den unterschiedlichsten kohlenstoffarmen Energien beruht.





