In Österreich ist der Anteil der kohlenstoffarmen Elektrizität im Jahr 2025 erfreulicherweise hoch und liegt bei mehr als drei Vierteln der gesamten Stromerzeugung. Wasserkraft dominiert mit knapp der Hälfte des gesamten Strommixes, was zeigt, wie stark Österreich auf diese saubere Energiequelle setzt. Wind- und Solarenergie tragen zusammen fast ein Viertel zur Stromerzeugung bei, wobei Solarenergie mit beinahe 13% und Windenergie mit gut 11% zu Buche schlagen. Fossile Brennstoffe machen hingegen etwas mehr als 15% aus, wobei Gas mit 12% den größten Teil dieser Kategorie darstellt. Der Beitrag der Kohle ist mit nur 2% minimal, und der Rest wird durch Netto-Importe gedeckt, die knapp 8% erreichen.
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Wächst der Strom in Österreich?
Die Zahlen für den Stromverbrauch pro Kopf zeigen eine rückläufige Tendenz. Im Jahr 2025 liegt der Verbrauch pro Person bei 8367 kWh, was einen Rückgang von 576 kWh im Vergleich zum Rekordjahr 2012 bedeutet. Auch der kohlenstoffarme Stromverbrauch zeigt einen Abwärtstrend und liegt 1246 kWh unter dem Rekordwert von 2024. Diese Stagnation oder sogar der Rückgang im Stromverbrauch und insbesondere in der kohlenstoffarmen Erzeugung bereitet Sorge, da sie den Fortschritt hin zu einer sauberen und nachhaltigen Energiezukunft verlangsamt. Es bleibt entscheidend, sowohl den allgemeinen als auch den kohlenstoffarmen Stromverbrauch zu steigern, um den Anforderungen einer zunehmenden Elektrifizierung gerecht zu werden.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Österreich zu erhöhen, wäre die Ausweitung bestehender Wind- und Solaranlagen sinnvoll, da diese bereits einen beträchtlichen Teil zur Stromversorgung beitragen. Darüber hinaus könnte Österreich von Ländern lernen, die erfolgreich auf Kernenergie setzen, wie beispielsweise Frankreich, das 67% seines Stroms aus dieser Quelle bezieht. Ein weiteres Beispiel sind die US-Bundesstaaten wie New Hampshire mit 55% und Iowa mit einer beeindruckenden Windenergiequote von 58%. Die Kombination aus solarer und nuklearer Energie könnte den Anstieg der kohlenstoffarmen Stromerzeugung weiter beschleunigen und Österreich dabei unterstützen, den steigenden Energiebedarf nachhaltig zu decken.
Geschichte
Historisch gesehen hat die Wasserkraft bereits in den 1970er Jahren erheblich zur Stromerzeugung in Österreich beigetragen, mit bemerkenswerten Zuwächsen vor allem 1974 und 1979. Die 1980er Jahre verzeichneten erneut Zuwächse, insbesondere 1987. Die 1990er und 2000er Jahre zeigten jedoch Schwankungen mit Rückschlägen, beispielsweise 2003. Der jüngste Rückgang um 12 TWh im Jahr 2025 erfordert entschlossenes Handeln, um den Ausbau kohlenstoffarmer Energien voranzutreiben. Gleichzeitig markierte das Jahr 2023 mit einem signifikanten Anstieg der Solarenergie einen wichtigen Schritt zur Diversifizierung der Energiequellen. Solche Bemühungen sollten intensiviert werden, um die Energiezukunft Österreichs zu sichern und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter zu reduzieren.


