Die Schweiz wird für ihren herausragenden Beitrag zur sauberen Energieerzeugung gefeiert, da mehr als 98 % ihres Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen stammt. Mehr als die Hälfte dieses Stroms stammt aus Wasserkraft, was die Bedeutung dieser Quelle unterstreicht. Fast ein Drittel stammt aus Kernenergie, was eine Schlüsselrolle in der sauberen Energieverteilung des Landes spielt. Solarenergie trägt mit rund 9 % einen bemerkenswerten Anteil bei, während Biokraftstoffe einen kleineren, aber bedeutsamen Beitrag leisten. Fossile Brennstoffe machen lediglich etwa 2 % aus, was ein bemerkenswerter Erfolg für die Schweiz ist. Zudem ist die Schweiz ein bedeutender Nettoexporteur von Elektrizität, was den benachbarten Regionen hilft, ihre Emissionen zu reduzieren. Um den nächsten Schritt in Richtung Nachhaltigkeit zu erreichen, steht die Schweiz vor der Herausforderung, andere Sektoren wie Verkehr, Heizung und Industrie zu elektrifizieren, was mittelfristig eine erhebliche Erhöhung des Strombedarfs erfordern wird.
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Wächst der Strom in Schweiz?
Die Elektrizitätsnutzung in der Schweiz zeigt jedoch nicht das Wachstum, das erforderlich ist, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Aktuell liegt der Stromverbrauch pro Kopf bei 8.511 kWh, was einen Rückgang gegenüber dem Rekordjahr 2001 darstellt, als der Verbrauch 10.024 kWh pro Kopf betrug. Dies deutet auf einen Rückgang von mehr als 1.500 kWh pro Kopf hin. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf hat sich seit dem Jahr 2001 reduziert, von 9.647 kWh auf jetzt 8.364 kWh pro Person. Diese Rückgänge sind besorgniserregend, da sie den Fortschritt bei der Deckung des zukünftigen Strombedarfs durch saubere Energie verlangsamen könnten.
Vorschläge
Um die Erzeugung von kohlenstoffarmem Strom in der Schweiz zu steigern, sollte der Schwerpunkt auf der Erweiterung bestehender Kernkraftwerke liegen. Diese haben bereits bewiesen, dass sie große Mengen an sauberem Strom liefern können. Neben der Kernenergie sollte auch die Solarenergie weiter gefördert werden, da sie ebenfalls ein erhebliches Wachstumspotenzial bietet. Die strategische Kombination dieser sauberen Energiaufkommen wird es der Schweiz ermöglichen, nicht nur ihren eigenen zukünftigen Strombedarf zu decken, sondern auch ihre Rolle als bedeutender Stromexporteur zu stärken.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung der Schweiz lassen sich markante Ereignisse feststellen. In den 1980er Jahren erlebte die Wasserkraftproduktion erhebliche Schwankungen, einschließlich eines Rückgangs um 5,3 TWh im Jahr 1984, gefolgt von einem Anstieg fast in gleichem Maße im Jahr 1997 mit 5,1 TWh. In den 1990er Jahren setzte sich dieser Trend fort, insbesondere mit einem Rückgang um sechs TWh 1996, gefolgt von einer Erholung bis 2001. Die Kernenergieerzeugung erlebte 2006 und 2018 wertvolle Anstiege (), obwohl es in manchen Jahren auch Rückgänge gab. In den frühen 2020er Jahren verzeichneten sowohl die Wasserkraft als auch die Kernenergie eine gewisse Unsicherheit, aber zuletzt, 2023 und 2024, stieg die Stromerzeugung aus Wasserkraft um 7,3 TWh und 7,6 TWh an. Solche Schwankungen verdeutlichen die Notwendigkeit, sich auf stabile, saubere Energien wie Kernenergie und Solar zu konzentrieren, um eine nachhaltige energiewirtschaftliche Zukunft zu sichern.