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Elektrizität in Schweiz im Jahr 2024/2025

8.364 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
-1.283 #17
8.511 kWh/person Gesamtelektrizität
-1.512 #57
39 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
+13 #8
98 % Kohlenstoffarmer Elektrizität
-0,76 #4

Schweiz ist ein bemerkenswertes Beispiel für den Einsatz kohlenstoffarmer Elektrizität, da das Land beeindruckende 98,27 % seines Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen bezieht. Mehr als die Hälfte dieser sauberen Energie stammt aus der Wasserkraft, während fast ein Drittel aus Kernenergie gewonnen wird. Hinzu kommt ein wachsender Anteil an Solarenergie, der rund 9 % der Stromerzeugung ausmacht. Biokraftstoffe tragen mit etwa 3 % ebenfalls zur kohlenstoffarmen Stromerzeugung bei. Der Anteil fossiler Brennstoffe ist mit weniger als 2 % nahezu zu vernachlässigen. Schweiz spielt auch eine bedeutende Rolle als Netto-Exporteur von Elektrizität, welches dazu beiträgt, die Emissionen in den Nachbarländern zu reduzieren. Doch der nächste große Schritt ist die Elektrifizierung weiterer Sektoren wie Verkehr, Heizung und Industrie, die eine erhebliche Steigerung der Stromproduktion erfordern wird.

Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →

Wächst der Strom in Schweiz?

Derzeit stagniert jedoch der Stromverbrauch in der Schweiz. Obwohl der aktuelle Verbrauch bei 8511 kWh pro Person liegt, bleibt dies hinter dem Rekord aus dem Jahr 2001 mit 10024 kWh pro Person zurück, was einem Rückgang von rund 1500 kWh entspricht. Auch die Erzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen ist seit ihrem Höchststand im Jahr 2001 gesunken; sie liegt bei 8364 kWh pro Person, was etwa 1300 kWh weniger ist als der vorherige Rekord. Dies ist alarmierend, da die Notwendigkeit besteht, nicht nur den aktuellen Strombedarf zu decken, sondern auch in Zukunft mehr saubere Energie bereitzustellen, um die Umstellung auf Elektromobilität und andere Innovationen zu unterstützen.

Vorschläge

Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, sollte sich die Schweiz auf den Ausbau bestehender Kernkraftwerke konzentrieren. Kernenergie bietet bereits einen großen Anteil der sauberen Stromerzeugung in der Schweiz und könnte durch Modernisierung und Erweiterung der bestehenden Anlagen weiter ausgebaut werden. Solarenergie stellt eine weitere wichtige Säule dar, die ausgebaut werden sollte, besonders in Anbetracht der technologischen Fortschritte, die die Effizienz und Speicherung von Solarstrom verbessert haben. Ein gezieltes Engagement in diesen Bereichen wird der Schweiz helfen, den steigenden Strombedarf für die zukünftige Elektrifizierung neuer Sektoren zu decken und gleichzeitig klimaschädliche Emissionen weiter zu reduzieren.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

In der Vergangenheit hat die Erzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen in der Schweiz sowohl Höhen als auch Tiefen erlebt. Die 1980er und 1990er Jahre waren von schwankenden Wasserkraftkapazitäten geprägt, insbesondere in den Jahren 1984, 1989 und 1996 mit signifikanten Rückgängen. Gleichzeitig gab es entscheidende Zuwächse in der Kernenergie im Jahr 1985 und 2006. In den nachfolgenden Jahrzehnten wurden zunehmend Konsolidierungen und Erholungen beobachtet. In den letzten zehn Jahren war die Entwicklung von Kernenergie von Schwankungen geprägt, mit bedeutenden Rückgängen in den Jahren 2015 und 2021. Trotzdem zeugen die jüngsten Jahre von einem robusten Wachstum der Wasserkraft, insbesondere in den Jahren 2023 und 2024. Das kontinuierliche Engagement in der Förderung kohlenstoffarmer Technologien wird entscheidend sein, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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