LowCarbonPower logo
Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub

Elektrizität in Schweiz im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Aug. 2025 – Juli 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
7.146 kWh/person -2.501
Gesamtelektrizität
7.584 kWh/person -2.440
Kohlenstoffarmer Elektrizität
94 % -4,8
Kohlenstoffintensität
57 gCO2eq/kWh +31

Die Schweiz erreicht bereits einen beeindruckenden Anteil von rund 94 % kohlenstoffarmem Strom. Im Zeitraum von August 2025 bis Juli 2026 deckte Wasserkraft mit rund 53 % mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs, gefolgt von Kernenergie mit knapp einem Viertel, Solar mit rund 13 % und Biokraftstoffen mit gut 3 %. Fossile Brennstoffe lieferten lediglich rund 2 %; Netto-Importe machten knapp 4 % aus und werden hier separat ausgewiesen. Die nächste große Aufgabe ist die Elektrifizierung von Verkehr, Heizung und Industrie. Dafür wird deutlich mehr sauberer Strom benötigt, um fossile Brennstoffe und damit auch klimaschädliche Emissionen und Luftverschmutzung zu verdrängen.

Wächst der Strom in Schweiz?

Beim Stromverbrauch pro Kopf liegt die Schweiz allerdings deutlich unter ihrem historischen Höchststand. Der jüngste Wert für 2026 beträgt rund 7.600 kWh pro Person gegenüber gut 10.000 kWh im Rekordjahr 2001. Das sind rund 2.400 kWh beziehungsweise 24 % weniger. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf liegt mit rund 7.100 kWh deutlich unter dem Rekord von rund 9.600 kWh aus dem Jahr 2001 – ein Rückgang um rund 2.500 kWh oder 26 %. Diese Zahlen belegen keine Entwicklung gegenüber dem unmittelbar vorhergehenden Jahr und auch keinen Trend des gesamten Stromverbrauchs, zeigen aber einen erheblichen Abstand zu früheren Pro-Kopf-Rekorden. Angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI ist insbesondere der Rückstand bei sauberer Stromerzeugung besorgniserregend.

Vorschläge

Für mehr kohlenstoffarme Stromerzeugung sollte die Schweiz insbesondere Kernenergie und Solar ausbauen, die bereits große Beiträge zur Stromversorgung leisten. Bei der Kernenergie kommen die langfristige Nutzung und Leistungssteigerungen bestehender Anlagen sowie neue Kraftwerke infrage. Gleichzeitig kann ein zügiger Solarausbau auf Dächern, Fassaden und weiteren geeigneten Flächen zusätzliche saubere Strommengen bereitstellen. Zusammen mit dem Ausbau von Stromnetzen und Speichern können diese Technologien eine deutlich größere kohlenstoffarme Stromversorgung ermöglichen und die Elektrifizierung weiterer Wirtschaftsbereiche unterstützen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung zeigt kräftige Zuwächse, aber auch erhebliche Rückgänge gegenüber den jeweiligen Vorjahren. In den 1980er-Jahren sank die Wasserkrafterzeugung 1984 um gut 5 TWh und 1989 um 6 TWh, während die Kernenergie 1985 rund 4 TWh hinzugewann. In den 1990er-Jahren folgten bei der Wasserkraft Rückgänge von 4 TWh im Jahr 1995 und 6 TWh 1996, anschließend Zuwächse von rund 5 TWh 1997 und gut 6 TWh 1999. Anfang der 2000er-Jahre stieg die Wasserkraft 2001 um rund 4,5 TWh und fiel 2002 um knapp 6 TWh; die Kernenergie legte 2006 um 4,5 TWh zu. In den 2010er-Jahren gewann die Wasserkraft 2012 gut 6 TWh. Bei der Kernenergie stand einem bedauerlichen Rückgang um 4,5 TWh im Jahr 2015 ein Zuwachs von gut 5 TWh 2018 gegenüber. Besonders enttäuschend sind die erneuten Kernenergierückgänge von jeweils rund 4,5 TWh in den Jahren 2021 und 2025, trotz einer Erholung um rund 4,6 TWh 2022: Solche Verluste sauberer Stromerzeugung laufen dem notwendigen Ausbau entgegen. Die Wasserkraft verlor 2022 rund 6 TWh, gewann 2023 und 2024 jeweils mehr als 7 TWh hinzu und brach 2025 um knapp 11 TWh ein. Gerade die jüngsten Rückgänge unterstreichen, wie dringend zusätzliche kohlenstoffarme Erzeugung gebraucht wird.

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub