Derzeit stützt sich der Stromverbrauch in Panama zu mehr als der Hälfte auf kohlenstoffarme Energiequellen, wobei Wasserkraft mit knapp 48% den größten Anteil an der Stromerzeugung ausmacht. Ergänzt wird dieser kohlenstoffarme Anteil durch Wind- und Solarenergie, die jeweils etwa 7% ausmachen. Auf der anderen Seite wird fast 40% der Elektrizität noch mit fossilen Brennstoffen erzeugt, vor allem durch Gas, das mehr als ein Fünftel der Gesamtenergie ausmacht, gefolgt von Kohle, die gut 3% beiträgt. Dieser Mix zeigt, dass Panama trotz seiner progressiven Nutzung kohlenstoffarmer Technologien weiterhin auf fossile Brennstoffe angewiesen ist, um seinen Energiebedarf zu decken.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Panama?
Die Stromnutzung in Panama erlebt ein moderates Wachstum. Der aktuelle Stromverbrauch liegt bei 2886 kWh pro Person, was um 100 kWh pro Person höher ist als der historische Rekordwert von 2021. Dieser Anstieg im Gesamtverbrauch ist ein positives Zeichen, dass Panama seinen Energiebedarf besser decken kann. Gleichzeitig ist der Verbrauch kohlenstoffarmer Energie im Vergleich zu 2021 um 401 kWh pro Person geschrumpft, was einen alarmierenden Rückgang darstellt und besorgniserregend ist, da es darauf hinweist, dass trotz des Anstiegs im gesamten Stromverbrauch die Nutzung sauberer Energiequellen zurückgegangen ist.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung weiter auszubauen, könnte Panama von Regionen lernen, die sich erfolgreich auf nachhaltige Energiequellen stützen. Länder wie Frankreich und die Slowakei setzen stark auf Kernenergie und erzielen beeindruckende Anteile von über 60% ihrer Energie aus dieser sauberen Quelle. Gleichzeitig könnten ertragreiche Regionen wie Dänemark, das 55% seiner Energie aus Windkraft erzeugt, als Beispiel für den Ausbau von Windenergie in Panama dienen. Zudem zeigen Länder wie Spanien und die Niederlande, dass der Ausbau von Solarenergie eine praktikable und effiziente Möglichkeit ist, die saubere Energieproduktion zu stärken. Es sollte zusätzliche Anstrengungen geben, in diese bewährten kohlenstoffarmen Energieformen zu investieren, um den Anteil fossiler Brennstoffe in Panama weiter zu reduzieren.
Geschichte
Betrachtet man die historische Entwicklung der kohlenstoffarmen Elektrizität in Panama, so hat Wasserkraft lange Zeit einen stabilen Beitrag geleistet, mit regelmäßigen Ausbauschritten in den späten 70er und 80er Jahren sowie in den frühen 2000er Jahren. Besonders bemerkenswert sind die deutlichen Zuwächse in den Jahren 2012 und 2020, die jeweils einen signifikanten Ausbau der hydroelektrischen Kapazitäten darstellen. Allerdings gab es auch markante Rückgänge, insbesondere die drastischen Abnahmen im Jahr 2019 und 2023, die die Notwendigkeit für konsistente und nachhaltige Ausbaustrategien verdeutlichen. Um solche Rückgänge in Zukunft zu verhindern, sollte Panama in eine diversifizierte Palette kohlenstoffarmer Energiequellen investieren, wodurch eine widerstandsfähigere und nachhaltige Energieversorgung gewährleistet werden könnte.