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Elektrizität in Nepal im Jahr 2022

Kohlenstoffarmer Elektrizität
360 kWh/person +33
Gesamtelektrizität
377 kWh/person +14
Kohlenstoffarmer Elektrizität
96 % -4,3
Kohlenstoffintensität
41 gCO2eq/kWh +17

Nepals Stromverbrauch lag 2022 bei 377 kWh pro Person und damit nur bei etwa einem Zehntel des weltweiten Durchschnitts von 3.794 kWh. Die kohlenstoffarme Stromerzeugung betrug rund 10,7 TWh; davon entfielen rund 10,6 TWh und somit nahezu alles auf Wasserkraft. Andere saubere Stromquellen spielten bisher kaum eine Rolle. Für Strom aus fossilen Brennstoffen liegen hier keine gesonderten Angaben vor; auch lässt sich die Differenz zwischen heimischer Erzeugung und Verbrauch nicht pauschal fossilen Quellen zuordnen. Das niedrige Stromverbrauchsniveau deutet auf erheblichen Aufholbedarf hin: Eine zu geringe Stromversorgung kann industrielle Entwicklung, Gesundheitsversorgung, Bildung und die Elektrifizierung von Verkehr und Haushalten bremsen.

Wächst der Strom in Nepal?

Die Stromversorgung Nepals wächst und erreichte 2022 neue Höchstwerte. Der Verbrauch pro Person stieg gegenüber dem bisherigen Rekord von 362 kWh im Jahr 2021 auf 377 kWh, also um rund 4 %. Die angegebene Zunahme gegenüber dem Rekord beträgt rund 14 kWh; die gerundeten Jahreswerte ergeben eine Differenz von 15 kWh. Noch erfreulicher entwickelte sich die kohlenstoffarme Stromerzeugung: Sie erhöhte sich von 327 auf 360 kWh pro Person, ein Plus von 33 kWh beziehungsweise rund 10 %. Sauberer Strom wächst damit deutlich schneller als der gesamte Pro-Kopf-Verbrauch. Angesichts des niedrigen Ausgangsniveaus sind weitere kräftige Zuwächse wichtig.

Vorschläge

Nepal sollte seine Wasserkraftbasis durch einen entschlossenen Ausbau der Solarstromerzeugung ergänzen und zugleich Netze sowie Speicher ausbauen. Besonders relevante Beispiele liefern die Nachbarn Indien und China: Indien erzeugt laut Vergleichsdaten rund 205 TWh Solarstrom, China sogar rund 1.266 TWh. Nepal kann von deren Erfahrungen mit großen Solaranlagen, dezentralen Dachanlagen und dem Aufbau entsprechender Lieferketten lernen. Auch geeignete Windstandorte sollten geprüft werden; Indien zeigt mit rund 125 TWh Windstrom das Potenzial dieser Technologie in der Region. Für eine langfristig breiter aufgestellte saubere Stromversorgung sollte Nepal außerdem den Aufbau von Kernenergie prüfen und dafür Fachkräfte, Institutionen und internationale Partnerschaften entwickeln. Indien mit rund 54 TWh und Pakistan mit rund 22 TWh Kernstrom bieten regionale Anknüpfungspunkte. Entscheidend ist, erfolgreiche Ansätze an Nepals eigenen Strombedarf und seine Netzstruktur anzupassen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Nepals ist in den vorliegenden Daten vor allem eine Geschichte wachsender Wasserkraft. In den 1990er-Jahren standen Zuwächse von 0,4 TWh im Jahr 1990, 0,2 TWh 1995 und 0,3 TWh 1999 einem kleinen Rückgang von 0,1 TWh 1997 gegenüber. In den 2000er-Jahren setzte sich der Ausbau mit meist kleineren jährlichen Zuwächsen von 0,1 bis 0,3 TWh fort. Nach zusätzlichen jeweils 0,3 TWh in den Jahren 2011 und 2014 war der Rückgang um 0,3 TWh 2015 ein bedauerlicher Rückschritt. Danach beschleunigte sich das Wachstum: 2016 kamen 0,8 TWh hinzu, 2017 und 2018 weitere 0,4 beziehungsweise 0,3 TWh und 2019 nochmals 1,2 TWh. Besonders eindrucksvoll waren der Sprung um 3,4 TWh im Jahr 2021 und der weitere Zuwachs um 1,1 TWh 2022 – eine starke Grundlage für mehr sauberen Strom und wirtschaftliche Entwicklung.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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