Der derzeitige Stand des Stromverbrauchs in Kolumbien im Jahr 2025 zeigt, dass kohlenstoffarme Energiequellen dominieren. Mehr als drei Viertel der Elektrizität, genauer gesagt 79,84%, stammen aus sauberen Energiequellen. Hierbei ist die Wasserkraft mit einem Anteil von 71,4% besonders bedeutend. Die fossilen Brennstoffe haben hingegen einen Anteil von 20,16% am Strommix. Gas ist mit knapp über 11% der größte fossile Beitrag, gefolgt von Kohle und Öl mit jeweils rund 5% und 3,5%. Solarenergie trägt mit etwas über 5% zum Strommix bei, während Biokraftstoffe ebenfalls als kohlenstoffarme Quelle mit 3% berücksichtigt werden.
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Wächst der Strom in Kolumbien?
Wenn wir den Wachstum von Elektrizität in Kolumbien betrachten, lässt sich feststellen, dass der Pro-Kopf-Stromverbrauch im Jahr 2025 unverändert bei 1674 kWh liegt, genau wie im Jahr 2024. Dies deutet auf eine Stagnation bei der Gesamtelektrizitätsnutzung hin, was in Zeiten wachsender Elektrizitätsnachfrage beunruhigend ist. Erfreulicherweise verzeichnete die kohlenstoffarme Stromerzeugung einen Zuwachs. Sie stieg von ihrem bisherigen Rekordwert von 1306 kWh pro Person im Jahr 2017 um 30 kWh auf nunmehr 1336 kWh pro Person im Jahr 2025, was auf Fortschritte in sauberer Energieerzeugung hinweist.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Kolumbien weiter zu steigern, kann das Land von den Erfolgen anderer Regionen lernen. Frankreich und die Slowakei zeigen mit Kernenergieanteilen von jeweils knapp 67% und 66% den Weg zu einer nuklearen Zukunft. Mit einem besonderen Fokus auf Solarenergie könnte sich Kolumbien auch von Kalifornien und Nevada inspirieren lassen, deren Solarstromanteile bei rund 31% und 34% liegen. Zusammengefasst bietet die kombinierte Nutzung von Kern- und Solarenergie eine vielversprechende Strategie, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und nachhaltige Energiequellen auszubauen.
Geschichte
In der Vergangenheit hat die Wasserkraft in Kolumbien verschiedene Phasen durchlaufen. In den 1980er Jahren verzeichneten wir zunächst einen leichten Anstieg, der jedoch in den 1990er Jahren teilweise durch Rückgänge unterbrochen wurde. Der Beginn des 21. Jahrhunderts sah einige Zuwächse, insbesondere 2011 und 2017 mit 8,5 TWh bzw. 12,3 TWh. Rückgänge, wie der drastische im Jahr 2019 mit -7 TWh, stellen eine Herausforderung dar. In jüngerer Zeit, trotz einiger Rückschläge, stieg die Wasserkraft im Jahr 2025 erneut um 12,8 TWh an und zeigt Potenzial für zukünftiges Wachstum. Dieser Wechsel verdeutlicht die Notwendigkeit, die Energieerzeugung zu diversifizieren und stabile, kohlenstoffarme Optionen zu stärken.





