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Elektrizität in Kolumbien im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Aug. 2025 – Juli 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
1.365 kWh/person +21
Gesamtelektrizität
1.726 kWh/person +47
Kohlenstoffarmer Elektrizität
79 % -5,0
Kohlenstoffintensität
152 gCO2eq/kWh +33

Von August 2025 bis Juli 2026 stammten in Kolumbien rund 79 % des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Die Wasserkraft lieferte mit etwa 71 % den mit Abstand größten Anteil, gefolgt von Solar mit knapp 7 % und Biokraftstoffen mit gut 1 %. Fossile Brennstoffe deckten dagegen rund 21 % des Stromverbrauchs: Gas trug etwa 11 %, Kohle gut 6 % und Öl rund 3 % bei. Damit ist Kolumbiens Stromversorgung bereits überwiegend kohlenstoffarm; der verbleibende fossile Anteil verursacht jedoch weiterhin klimaschädliche Emissionen und Luftverschmutzung.

Wächst der Strom in Kolumbien?

Der Stromverbrauch pro Kopf wächst: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 1.726 kWh und damit knapp 3 % über dem bisherigen Rekord von 1.680 kWh aus dem Jahr 2025. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung erreichte mit rund 1.365 kWh pro Kopf einen neuen Höchststand, gegenüber 1.344 kWh im Vorjahr. Das entspricht einem Zuwachs von 21 kWh beziehungsweise knapp 2 %. Beide Rekorde sind erfreulich, allerdings wächst die saubere Stromerzeugung pro Kopf langsamer als der gesamte Stromverbrauch. Ein stärkerer Ausbau wäre deshalb wichtig, um die Elektrifizierung und den zusätzlichen Strombedarf etwa durch KI zunehmend mit sauberem Strom zu versorgen.

Vorschläge

Kolumbien sollte insbesondere Solar ausbauen und den Einstieg in die Kernenergie prüfen, ergänzt durch Windkraft. Als regionales Vorbild für Solar bietet sich Chile an, wo diese Quelle bereits rund 24 % der Stromerzeugung liefert. Beim Wind zeigen Uruguay mit etwa einem Drittel sowie Brasilien mit rund 14 %, welchen Beitrag diese Technologie in Südamerika leisten kann. Für Kernenergie liefern Frankreich mit rund zwei Dritteln seiner Stromerzeugung und die Vereinigten Arabischen Emirate mit etwa einem Fünftel wertvolle Orientierung. Kolumbien könnte daraus lernen, langfristige Ausbauprogramme, geeignete Finanzierungsmodelle und den Aufbau von Fachwissen miteinander zu verbinden. Gemeinsam mit zusätzlichen Netzen und Speichern könnten Solar, Wind und Kernenergie die bestehende Wasserkraft ergänzen und fossilen Strom zunehmend ersetzen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Kolumbiens ist in den vorliegenden Daten vor allem eine Geschichte der Wasserkraft. Nach einem Zuwachs von knapp 3 TWh im Jahr 1986 folgten in den 1990er-Jahren deutliche Schwankungen: Auf einen Rückgang um gut 5 TWh im Jahr 1992 folgten kräftige Zuwächse 1993 und 1994; weitere Gewinne 1996 und 1999 wurden durch ein Minus von 4 TWh im Jahr 1997 unterbrochen. In den 2000er-Jahren stieg die Erzeugung 2004 und 2006 zusammen um knapp 7 TWh, bevor sie 2009 um gut 5 TWh sank. Die 2010er-Jahre brachten besonders große Zuwächse 2011 mit rund 9 TWh und 2017 mit rund 12 TWh, aber auch Rückgänge 2014 und 2019. Nach einem weiteren Minus 2020 folgte 2021 ein Plus von knapp 12 TWh. Rückgänge von zusammen rund 8 TWh in den Jahren 2023 und 2024 wurden schließlich 2025 durch einen starken Zuwachs von gut 13 TWh abgelöst. Dieser jüngste Aufschwung ist erfreulich und bietet eine gute Grundlage für einen breiter aufgestellten Ausbau sauberer Stromerzeugung.

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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