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Elektrizität in Kolumbien im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Juni 2025 – Mai 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
1.382 kWh/person +38
Gesamtelektrizität
1.710 kWh/person +30
Kohlenstoffarmer Elektrizität
81 % -3,2
Kohlenstoffintensität
139 gCO2eq/kWh +20

Kolumbien deckt bereits rund 81 % seines Stromverbrauchs aus kohlenstoffarmen Quellen – ein beachtlicher Erfolg. In den zwölf Monaten von Juni 2025 bis Mai 2026 entfielen rund 73 % auf Wasserkraft, gut 6 % auf Solar und etwas mehr als 1 % auf Biokraftstoffe. Fossile Brennstoffe lieferten dagegen rund 19 % des Stroms: etwa 11 % kamen aus Gas, 5 % aus Kohle und 3,5 % aus Öl. Die nächste große Aufgabe ist die Elektrifizierung von Verkehr, Heizung und Industrie. Dafür braucht Kolumbien deutlich mehr sauberen Strom, um fossile Brennstoffe auch außerhalb des Stromsektors zu ersetzen und Klimabelastung sowie Luftverschmutzung zu verringern.

Wächst der Strom in Kolumbien?

Der Stromverbrauch in Kolumbien wächst: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei 1.710 kWh pro Person und damit um 30 kWh beziehungsweise knapp 2 % über dem bisherigen Rekord von 1.680 kWh im Jahr 2025. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung erreicht einen neuen Höchststand: Sie steigt von 1.344 kWh pro Person im Jahr 2025 auf zuletzt 1.382 kWh – ein Plus von 38 kWh beziehungsweise knapp 3 %. Besonders erfreulich ist, dass die saubere Stromerzeugung pro Person stärker zunimmt als der gesamte Stromverbrauch. Allerdings braucht es für die weitere Elektrifizierung und zusätzliche Nachfrage, etwa durch KI-Anwendungen, ein deutlich höheres Wachstum.

Vorschläge

Um seine kohlenstoffarme Stromerzeugung auszubauen, sollte Kolumbien insbesondere Solar stärker nutzen und den Einstieg in die Kernenergie prüfen. Solaranlagen auf Dächern und größere Solarparks können die bereits starke Wasserkraft ergänzen. Kernenergie könnte zusätzlich große Mengen sauberen Stroms kontinuierlich bereitstellen und damit die Versorgung einer zunehmend elektrifizierten Wirtschaft unterstützen. Parallel sind leistungsfähigere Stromnetze, Speicher und zügige Genehmigungsverfahren wichtig, damit zusätzliche kohlenstoffarme Erzeugung tatsächlich bei Haushalten und Unternehmen ankommt.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die angegebenen historischen Veränderungen der kohlenstoffarmen Stromerzeugung betreffen ausschließlich Wasserkraft und zeigen starke Schwankungen bei wiederholten kräftigen Zuwächsen. Nach einem Plus von rund 3 TWh im Jahr 1986 folgte 1992 ein Rückgang um gut 5 TWh, den die Zuwächse 1993 und 1994 von zusammen knapp 10 TWh mehr als ausglichen. Weitere Anstiege 1996 und 1999 standen einem Rückgang 1997 gegenüber. In den 2000er-Jahren kamen 2004 und 2006 zusammen knapp 7 TWh hinzu, bevor die Erzeugung 2009 um gut 5 TWh sank. Die 2010er-Jahre brachten kräftige Zuwächse von 8,5 TWh im Jahr 2011 und gut 12 TWh im Jahr 2017, daneben aber Rückgänge 2014 und 2019. Auf einen weiteren Rückgang 2020 folgte 2021 ein Plus von knapp 12 TWh. Nach Rückgängen von zusammen 7,5 TWh in den Jahren 2023 und 2024 war der Anstieg um gut 13 TWh im Jahr 2025 besonders erfreulich. Diese Entwicklung unterstreicht, wie wertvoll zusätzliche Solar- und Kernstromerzeugung für eine breitere saubere Stromversorgung wäre.

* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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