In Indiana wird der Großteil der Elektrizität derzeit aus fossilen Brennstoffen gewonnen, die über drei Viertel der Stromverbrauchsquellen ausmachen. Dabei wird etwas mehr als 40% des Stroms aus Kohle und fast 35% aus Gas erzeugt, während kohlenstoffarme Quellen fast 15% der Energieerzeugung ausmachen. Die Verteilung der kohlenstoffarmen Energien zeigt, dass Wind mit etwa 9% und Solar mit gut 5% den größten Anteil haben. Die übrigen 7% des Strombedarfs werden durch Netto-Importe gedeckt. Der betrachtete Zeitraum reicht von September 2024 bis August 2025, wo die Monate namentlich von September bis August verlaufen.
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Wächst der Strom in Indiana?
Die Elektrizitätsnachfrage in Indiana ist im Vergleich zu historischen Höchstwerten im Jahr 2005 rückläufig. Im Jahr 2025 lag der Gesamtstromverbrauch bei etwa 16.300 kWh pro Person, was fast 4.500 kWh unter dem bisherigen Rekordwert von 2005 lag. Trotz des Rückgangs des Gesamtverbrauchs gab es eine erfreuliche Entwicklung im Bereich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung. Diese erreichte 2.422 kWh pro Person, was einen Anstieg von 350 kWh im Vergleich zum bisherigen Rekordwert aus dem Jahr 2024 bedeutet. Der Anstieg der kohlenstoffarmen Stromerzeugung zeigt einen Fortschritt hin zu nachhaltigeren Energiequellen in Indiana, auch wenn insgesamt der Rückgang der Gesamtstromnachfrage besorgniserregend ist.
Vorschläge
Um den Anteil an kohlenstoffarmer Stromproduktion in Indiana zu erhöhen, könnte der Staat von erfolgreichen Regionen lernen, die bedeutende Fortschritte in diesem Bereich gemacht haben. Insbesondere Illinois, wo über die Hälfte des Stroms aus Kernenergie stammt, zeigt, wie eine starke Kernenergieinfrastruktur den Weg zu nachhaltiger Energie ebnen kann. Iowa, wo 60% des Stroms aus Windkraft gewonnen werden, zeigt ebenfalls den Vorteil einer engagierten Windkraftpolitik. Durch die Kombination von Investitionen sowohl in Solar- als auch in Kernenergie könnte Indiana seinen Beitrag zu einer kohlenstoffarmen und grünen Stromversorgung erheblich steigern, was entscheidend ist, um die potenziellen negativen Auswirkungen von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und den zukünftigen Energiebedarf der Industrie zu decken.
Geschichte
Der Wandel hin zu kohlenstoffarmer Stromproduktion in Indiana hat über die letzten Jahrzehnte kleine Fortschritte gemacht. Besonders in den späten 2000er Jahren bis in die 2020er Jahre gab es einen stetigen Anstieg der Windenergie, beginnend mit einem signifikanten Anstieg im Jahr 2009 um 1,2 TWh. Die Jahre 2021 und 2022 zeigten erneut einen deutlichen Zuwachs mit 1,6 TWh bzw. mehr als 2 TWh. Trotz eines Rückgangs 2023 mit -1,1 TWh setzte sich dies 2024 mit einem Gewinn von 1,5 TWh fort. Gleichzeitig zeigte die Wasserkraft im gleichen Zeitraum eine sehr moderate Variation mit kleinen Zu- und Abnahmen. Diese Entwicklungen unterstreichen, wie wichtig es ist, strategisch in kohlenstoffarme Technologien wie Wind- und Solarenergie zu investieren und diese Bemühungen zukünftig weiter zu intensivieren.




