Von Juli 2025 bis Juni 2026 wurde Indianas Stromverbrauch zu rund 79 % durch fossile Brennstoffe gedeckt. Kohle lieferte etwa 41 % und Gas etwa 35 %. Kohlenstoffarmer Strom machte dagegen knapp 18 % aus: rund 9 % entfielen auf Wind und knapp 8 % auf Solar, überwiegend aus Anlagen der Versorgungsbetriebe. Netto-Importe deckten weitere gut 3 % des Verbrauchs; ihre Zusammensetzung lässt sich aus den Angaben nicht bestimmen. Damit bleibt Indianas Stromversorgung stark von fossilen Brennstoffen abhängig, deren Nutzung zum Klimawandel und zur Luftverschmutzung beiträgt.
Wächst der Strom in Indiana?
Ja, der Stromverbrauch in Indiana wächst: Der jüngste Wert für 2026 beträgt rund 16.650 kWh pro Person und übertrifft den bisherigen Rekord von 2025 mit rund 16.370 kWh um 283 kWh, also knapp 2 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung erreicht einen neuen Höchststand: Sie steigt von rund 2.590 auf 2.930 kWh pro Person, ein Zuwachs von etwa 340 kWh beziehungsweise 13 %. Besonders erfreulich ist, dass die saubere Stromerzeugung deutlich schneller wächst als der Verbrauch. Dieser Ausbau sollte weiter beschleunigt werden, um den zusätzlichen Strombedarf durch Elektrifizierung und KI-Anwendungen klimafreundlich zu decken.
Vorschläge
Indiana sollte insbesondere Solar und Kernenergie ausbauen und zugleich sein Windpotenzial weiter nutzen. Als unmittelbar benachbartes Vorbild bietet sich der US-Bundesstaat Illinois an, in dem Kernenergie rund 49 % der Stromerzeugung liefert; auch der US-Bundesstaat Michigan erreicht damit etwa 21 %. Indiana kann von diesen Regionen lernen, wie Kernenergie einen großen, verlässlichen Beitrag zur kohlenstoffarmen Stromversorgung leistet. Für Wind sind die US-Bundesstaaten Iowa mit 57 % und Kansas mit 49 % besonders relevante Beispiele aus dem mittleren Teil der USA. Beim Solarausbau zeigen die US-Bundesstaaten Kalifornien mit 31 % und Nevada mit 35 %, welchen Umfang diese saubere Stromquelle erreichen kann. Mehr große Solaranlagen und Dachanlagen, neue Kernkraftwerke sowie zusätzliche Windanlagen könnten zusammen mit einem stärkeren Stromnetz Indianas saubere Stromerzeugung deutlich erhöhen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die vorliegenden historischen Angaben für 2024 bis 2026 zeigen vor allem Fortschritte bei Wind. Im Jahr 2024 nahm dessen Stromerzeugung gegenüber dem Vorjahr um 1,5 TWh zu, während Wasserkraft und Biokraftstoffe jeweils um 0,1 TWh zurückgingen. 2025 stagnierten alle drei aufgeführten Quellen – eine enttäuschende Pause beim notwendigen Ausbau kohlenstoffarmer Stromerzeugung. 2026 legte Wind wieder um 0,6 TWh zu; Wasserkraft und Biokraftstoffe blieben unverändert. Insgesamt war Wind damit der Wachstumstreiber unter den hier historisch erfassten Quellen. Angaben zu Veränderungen bei Solar und Kernenergie enthält diese Zeitreihe nicht.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.








