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Elektrizität in Argentinien im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Aug. 2025 – Juli 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
1.425 kWh/person -96
Gesamtelektrizität
3.193 kWh/person -377
Kohlenstoffarmer Elektrizität
45 % -14
Kohlenstoffintensität
293 gCO2eq/kWh +52

Von August 2025 bis Juli 2026 stammten in Argentinien rund 55 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen und knapp 45 % aus kohlenstoffarmen Quellen. Gas dominierte mit rund 52 % des gesamten Strommixes; Öl und Kohle trugen lediglich gut 2 % beziehungsweise rund 1 % bei. Bei der sauberen Stromerzeugung lag Wasserkraft mit rund 19 % vorn, gefolgt von Wind mit knapp 13 %, Kernenergie mit rund 7 % und Solar mit rund 4 %. Biokraftstoffe lieferten weitere knapp 2 %. Damit besitzt Argentinien bereits eine vielfältige kohlenstoffarme Stromversorgung, bleibt aber für mehr als die Hälfte seines Strombedarfs von fossilen Brennstoffen abhängig.

Wächst der Strom in Argentinien?

Beim Stromverbrauch pro Kopf ist bislang kein Wachstum über den historischen Höchststand hinaus erkennbar: Der aktuelle Wert für 2026 liegt bei rund 3.200 kWh pro Person, gegenüber 3.570 kWh im Rekordjahr 2016. Das entspricht einem Rückstand von rund 380 kWh oder knapp 11 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf bleibt mit rund 1.425 kWh unter ihrem Rekord von 1.522 kWh aus dem Jahr 2024, also um ungefähr 100 kWh beziehungsweise gut 6 %. Diese Rückstände sind besorgniserregend, weil Elektrifizierung und der Ausbau von KI-Anwendungen künftig mehr Strom erfordern. Aus dem Vergleich mit bisherigen Rekorden allein lässt sich allerdings nicht ableiten, ob der gesamte Stromverbrauch zuletzt gegenüber dem Vorjahr gestiegen oder gefallen ist.

Vorschläge

Argentinien sollte seine bereits bedeutende Windstromerzeugung weiter ausbauen und zugleich Solar und Kernenergie stärken. Besonders relevant sind die Nachbarländer Uruguay, wo Wind rund ein Drittel des Stroms liefert, und Chile, wo Solar knapp ein Viertel erreicht. Sie bieten regionale Orientierung für einen deutlich größeren Beitrag dieser sauberen Stromquellen. Auch Spanien zeigt mit jeweils rund 23 % Solar und 18 % Kernenergie, wie beide Technologien gemeinsam zur kohlenstoffarmen Stromversorgung beitragen können. Für einen ambitionierten Ausbau der Kernenergie lohnt außerdem der Blick nach Frankreich, das rund zwei Drittel seines Stroms daraus erzeugt. Zusätzliche Anlagen, leistungsfähige Netze und eine langfristige Ausbauplanung könnten Argentiniens saubere Stromproduktion erhöhen und die Abhängigkeit von Gas verringern – mit Vorteilen für Klimaschutz und Luftqualität.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die aufgeführten historischen Veränderungen zeigen vor allem starke Schwankungen der Wasserkraft. Auf einen Zuwachs von 4,5 TWh im Jahr 1980 folgte 1988 ein Rückgang um 6,8 TWh. In den 1990er-Jahren wechselten deutliche Zuwächse von jeweils rund 5 TWh in den Jahren 1990, 1993 und 1997 mit Rückgängen von rund 4 bis 5 TWh in den Jahren 1996 und 1999. Besonders kräftig wuchs die Wasserkrafterzeugung 2000 und 2001 um rund 7 beziehungsweise 8 TWh. Weitere Zuwächse zwischen 2005 und 2013 wurden durch einen Einbruch von 6,5 TWh im Jahr 2007 unterbrochen. Nach einem Rückgang der Wasserkraft um 5,3 TWh im Jahr 2019 setzte Wind 2020 mit zusätzlichen 4,4 TWh einen erfreulichen Wachstumsimpuls. Die Wasserkraft verlor 2021 nochmals 5 TWh, legte 2022 um knapp 4 TWh und 2023 um fast 11 TWh zu, bevor sie 2025 um 7,3 TWh zurückging. Dieser jüngste Rückschlag unterstreicht, wie wichtig ein breiter und stetiger Ausbau kohlenstoffarmer Stromerzeugung ist.

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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