Von Juli 2025 bis Juni 2026 stammten in Wyoming knapp zwei Drittel des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen und rund 35 % aus kohlenstoffarmen Quellen. Kohle dominierte mit etwa 53 %, während Gas rund 11 % beitrug. Unter den sauberen Stromquellen lag Wind mit 31 % deutlich vorn, gefolgt von Wasserkraft mit knapp 3 % und Solarstrom mit gut 1 %. Der größte Teil des Solarstroms kam aus Anlagen von Versorgungsbetrieben. Damit besitzt Wyoming bereits eine starke Windstrombasis, bleibt aber überwiegend von fossiler Stromversorgung abhängig, die Klimawandel und Luftverschmutzung verursacht.
Wächst der Strom in Wyoming?
Beim Wachstum zeigt sich ein gemischtes Bild: Der Stromverbrauch je Einwohner lag 2026 bei rund 75.000 kWh und damit etwa 3.400 kWh beziehungsweise 4 % unter dem bisherigen Rekord von 2025. Beim Pro-Kopf-Verbrauch ist also ein Rückgang statt Wachstum zu erkennen; über die Entwicklung des absoluten Gesamtverbrauchs sagen diese Pro-Kopf-Zahlen allein nichts aus. Erfreulich ist dagegen der neue Rekord bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte rund 26.300 kWh je Einwohner, etwa 2.300 kWh oder knapp 10 % mehr als 2025. Dieser Ausbau sauberer Stromerzeugung sollte weitergehen, um die Elektrifizierung und den wachsenden Strombedarf etwa durch KI-Anwendungen zu unterstützen.
Vorschläge
Wyoming sollte seine bereits bedeutende Windstromerzeugung weiter ausbauen und zugleich Solarstrom und Kernenergie voranbringen. Als Vorbilder für Wind eignen sich besonders die US-Bundesstaaten South Dakota und Iowa, wo Wind rund 56 % beziehungsweise 57 % der Stromerzeugung liefert, sowie Kansas mit 49 %. Beim Solarstrom bieten die westlichen US-Bundesstaaten Nevada mit 35 % und Utah mit 20 % hilfreiche Orientierung für einen deutlich größeren Beitrag als heute. Für Kernenergie kann Wyoming von den Erfahrungen der US-Bundesstaaten Nebraska und Kansas lernen, wo sie 16 % beziehungsweise 15 % der Stromerzeugung ausmacht. Diese Regionen zeigen, wie Wind, Solarstrom und Kernenergie zu einer breiteren kohlenstoffarmen Stromversorgung beitragen können.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
In den Jahren 2024 bis 2026 wuchs Wyomings kohlenstoffarme Stromerzeugung vor allem durch Wind. Nach einem Zuwachs um 0,4 TWh im Jahr 2024 folgte 2025 ein besonders kräftiger Anstieg um 3,5 TWh; 2026 kamen weitere 1,2 TWh hinzu. Die Wasserkraft entwickelte sich verhaltener: Sie legte 2024 um 0,1 TWh zu, blieb 2025 unverändert und erhöhte ihre Erzeugung 2026 um 0,3 TWh. Zusammengenommen ergeben die gemeldeten Veränderungen dieser beiden Quellen einen Zuwachs von 5,5 TWh über die drei Jahre – ein erfreulicher Fortschritt für sauberen Strom in Wyoming.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.













