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Elektrizität in Tunesien im Jahr 2025

Kohlenstoffarmer Elektrizität
23 kWh/person -46
Gesamtelektrizität
1.581 kWh/person -398
Kohlenstoffarmer Elektrizität
1,4 % -2,1
Kohlenstoffintensität
483 gCO2eq/kWh +16

Tunesiens Stromverbrauch wurde 2025 nahezu vollständig durch fossile Brennstoffe gedeckt: Rund 99 % entfielen auf Gas. Kohlenstoffarmer Strom machte dagegen nur etwa 1,4 % aus und stammte nach den vorliegenden Angaben ausschließlich aus Windkraft. Damit bleibt Tunesiens Stromversorgung stark von fossilen Brennstoffen abhängig, deren Nutzung zum Klimawandel und zur Luftverschmutzung beiträgt. Der Ausbau sauberer Stromerzeugung ist deshalb besonders wichtig.

Wächst der Strom in Tunesien?

Gemessen an den bisherigen Höchstständen wächst der Stromverbrauch pro Kopf derzeit nicht. Im Jahr 2025 lag er bei rund 1.580 kWh je Person und damit etwa 400 kWh beziehungsweise 20 % unter dem Rekord von 2022. Noch deutlicher ist der Rückstand bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Mit 23 kWh pro Person erreichte sie nur ein Drittel des Höchstwerts von 69 kWh aus dem Jahr 2023. Dieser Rückgang ist besorgniserregend, denn für die Elektrifizierung und zusätzliche Anwendungen wie KI wird mehr sauberer Strom benötigt. Die Vergleiche mit den Rekordjahren allein zeigen allerdings nicht, wie sich der Verbrauch gegenüber 2024 entwickelt hat.

Vorschläge

Tunesien sollte insbesondere Solarenergie ausbauen, seine Windkraft stärken und den Einstieg in die Kernenergie prüfen. Als geografisch und klimatisch relevante Vorbilder bieten sich mehrere Regionen an: In Zypern und Spanien liefert Solarstrom jeweils rund 23 % der Stromerzeugung, im Libanon fast ein Drittel. Das benachbarte Marokko zeigt mit rund 20 % Windstrom, welchen Beitrag diese Technik in Nordafrika leisten kann. Für Kernenergie sind Frankreich mit etwa zwei Dritteln seiner Stromerzeugung und die Vereinigten Arabischen Emirate mit rund einem Fünftel interessante Beispiele. Tunesien kann daraus lernen, Solarprojekte auf Dächern und größeren Flächen zügig voranzubringen, geeignete Windstandorte zu erschließen und zugleich Fachkräfte, Institutionen und internationale Partnerschaften für Kernenergie aufzubauen. Ergänzende Investitionen in Stromnetze und Speicher können den Ausbau unterstützen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Tunesien zeigt überwiegend kleine, unregelmäßige Zuwächse. Bei der Wasserkraft gab es 1985, 1987, 1991 und 2003 jeweils ein Plus von 0,1 TWh, bevor die Erzeugung 2006 um 0,1 TWh sank. Ab 2009 gewann die Windkraft an Bedeutung: Zuwächse von jeweils 0,1 TWh in den Jahren 2009, 2012 und 2014 sowie 0,2 TWh im Jahr 2013 standen Rückgänge von jeweils 0,1 TWh in den Jahren 2015, 2022 und 2025 gegenüber. Die Wasserkraft legte 2012 nochmals um 0,1 TWh zu; mehrere weitere aufgeführte Jahre zeigten keine Veränderung. Einen erfreulichen Ausbau verzeichnete Solarstrom mit zusätzlichen 0,1 TWh sowohl 2021 als auch 2022 und weiteren 0,2 TWh im Jahr 2023. Diese Fortschritte sollten zum Ausgangspunkt eines deutlich stärkeren und kontinuierlichen Ausbaus sauberer Stromerzeugung werden.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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