Südkorea's derzeitiger Strommix zeigt eine deutliche Dominanz fossiler Brennstoffe, die mehr als die Hälfte des Stromverbrauchs ausmachen. Kohle und Gas, jeweils bei etwa 30% und 26%, sind die Hauptakteure auf diesem Gebiet. Auf der anderen Seite stammen fast 41% des Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen, wobei Kernenergie mit rund 30% einen bedeutenden Anteil hat. Sonnenenergie trägt mit ungefähr 7% zum nachwachsenden Anteil bei, während Biokraftstoffe und Wasserkraft zusammen nur knapp über 3% stellen. Diese Daten heben die Notwendigkeit hervor, den Anteil der kohlenstoffarmen Energiequellen zu erhöhen, vor allem, um die Herausforderungen des Klimawandels und der Luftverschmutzung zu bewältigen.
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Wächst der Strom in Südkorea?
Der Stromverbrauch in Südkorea zeigt einen leichten Rückgang im Vergleich zu früheren Spitzenwerten. Der Pro-Kopf-Verbrauch 2025 liegt bei etwa 11.246 kWh, was einen Rückgang um 182 kWh im Vergleich zum bisherigen Spitzenwert von 2018 darstellt. Dies deutet darauf hin, dass das Wachstum ins Wanken geraten ist, was im Hinblick auf die steigende Elektrifizierung und die Anforderungen durch den technologischen Fortschritt eine Sorge darstellt. Erfreulicherweise verzeichnete die kohlenstoffarme Stromerzeugung jedoch einen leichten Anstieg mit einem Rekord von 4.623 kWh pro Person, was zeigt, dass Südkorea mit seinen Bemühungen um umweltfreundlichere Energieerzeugung kleine Fortschritte macht.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Südkorea zu steigern, sollte die Regierung den Ausbau der bestehenden Kernenergieanlagen in Betracht ziehen, da diese bereits einen bedeutenden Beitrag leisten. Inspiration könnte Südkorea aus Ländern wie Frankreich und der Slowakei ziehen, wo Kernenergie rund 67% bzw. 66% des Stroms liefert. Zusätzlich könnte die Entwicklung von Solar- und Windprojekten nach dem Vorbild von Regionen wie Kalifornien oder Nevadas steigender Solarerzeugungspotentiale erfolgen, die alle bei über 30% liegen. Diese Beispiele zeigen, dass eine steigende kohlestoffarme Erzeugung durch gezielte Investitionen erreicht werden kann.
Geschichte
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt den bedeutenden Ausbau der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Südkorea, insbesondere durch Kernenergie. In den späten 1980er und 1990er Jahren wurden beständig Kapazitäten mit jährlichen Zuwächsen in der Kernkraft von bis zu 13.4 TWh ausgebaut. Die 2000er Jahre brachten weitere Fortschritte, obwohl einige Jahre durch Rückgänge gekennzeichnet waren, wie -11,5 TWh im Jahr 2013 und -14,9 TWh im Jahr 2018. Diese negativen Trends wurden jedoch rasch überwunden, und seit 2019 steigt die Stromerzeugung aus Kernenergie wieder an, was ein vielversprechendes Zeichen für die Zukunft ist. Diese Geschichte unterstreicht die Bedeutung und die Potenziale, die in der weiteren Expansion der kohlenstoffarmen Energiekapazitäten in Südkorea und weltweit liegen.





