In den letzten zwölf Monaten, von Dezember 2024 bis November 2025, war der Zustand des Elektrizitätsverbrauchs in Südkorea geprägt von einem dominierenden, aber fast ausgeglichenen Mix aus fossilen und kohlenstoffarmen Energiequellen. Über die Hälfte, etwa 56%, der Elektrizität wurde aus fossilen Brennstoffen erzeugt, hauptsächlich aus Kohle und Gas, die zusammen mehr als 55% ausmachten. Im Gegensatz dazu stammten fast 41% der Elektrizität aus kohlenstoffarmen Quellen. Besonders bemerkenswert ist der hohe Anteil der Kernenergie, der fast ein Drittel der gesamten Stromerzeugung ausmachte. Solarenergie trug einen kleineren, aber signifikanten Anteil von etwa 7% bei, während Biofuels und Wasserkraft zusammen nur einen geringen Anteil von knapp 4% ausmachten.
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Wächst der Strom in Südkorea?
Trotz des wachsenden Anteils kohlenstoffarmer Technologien ist der Gesamtstromverbrauch in Südkorea im Vergleich zu früheren Jahren leicht gesunken. Im Jahr 2025 lag der Stromverbrauch bei 11.247 kWh pro Person, was einem Rückgang von 181 kWh im Vergleich zur bisherigen Höchstmarke von 2018 entspricht. Allerdings weist der Verbrauch an kohlenstoffarmer Elektrizität einen positiven Trend auf, mit einem Anstieg auf 4.646 kWh pro Person, gegenüber 4.605 kWh im Jahr 2024. Diese Entwicklung unterstreicht eine Verschiebung hin zu mehr sauberen Energiequellen, auch wenn der Gesamtstromverbrauch nicht wächst. Es ist entscheidend, diesen Trend zur Kohlenstoffreduktion weiterhin zu fördern, um sowohl umweltpolitische Ziele zu erreichen als auch den zukünftigen Bedarf zu decken.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung weiter zu steigern, sollte Südkorea den Ausbau der bestehenden Kernenergie in Betracht ziehen, da diese bereits einen erheblichen Anteil zur sauberen Stromerzeugung beiträgt. Inspiration könnte Südkorea von Ländern wie Frankreich und der Slowakei ziehen, wo mehr als 60% des Stroms aus Kernenergie stammen. Darüber hinaus könnte Südkorea von den Erfolgen der Solarenergie in Ländern wie Libanon und Kalifornien mit über 30% Solarstromanteil lernen. Durch die gezielte Förderung und den Ausbau dieser kohlenstoffarmen Technologien kann Südkorea seine Energieunabhängigkeit stärken und nachhaltigere Lösungen für die wachsende Nachfrage nach Elektrizität schaffen.
Geschichte
Historisch gesehen hat Südkorea kontinuierlich seine kohlenstoffarme Stromkapazität, insbesondere durch Kernenergie, ausgebaut. Von den späten 1980er Jahren bis in die frühen 2000er gab es häufig jährliche Zuwächse in der Kernenergieproduktion zwischen 7 und 17 TWh. Allerdings gab es auch Rückschläge, insbesondere 2013 und 2017, als die Erzeugung signifikant zurückging. Diese Rückgänge stellen bedeutende Herausforderungen dar, die konsequent adressiert werden sollten, um die Zuverlässigkeit der kohlenstoffarmen Energieproduktion zu gewährleisten. In den letzten Jahren, insbesondere seit 2019, zeigt sich jedoch ein klarer Anstieg der Kernenergieproduktion, was auf eine erneute Fokussierung auf diesen wichtigen Energieträger hinweist. Es ist von größter Wichtigkeit, dass Südkorea an dieser positiven Entwicklung festhält und seinen Beitrag zur globalen Energiewende verstärkt ausbaut.




