In Südkorea ist der derzeitige Stand des Stromverbrauchs durch eine bedeutende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen geprägt, die mehr als die Hälfte des gesamten Stromverbrauchs ausmachen, genauer gesagt etwa 61%. Der größte Teil dieses fossilen Stroms stammt aus Kohle- und Gaskraftwerken, mit einem Anteil von ungefähr 33% bzw. 27%. Auf der anderen Seite stellt kohlenstoffarmer Strom mit 37% einen erheblichen Teil des Energieverbrauchs dar. Innerhalb dieser Gruppe ist die Kernenergie der Hauptakteur und liefert rund 26% des gesamten Stroms. Solarenergie macht etwa 7% aus, während Biofuels und Wasserkraft nur einen kleinen Anteil von jeweils rund 2% und 1% ausmachen. Über das letzte Jahr, von April 2025 bis März 2026, bleibt der Wandel zu kohlenstoffarmen Technologien eine dringliche Aufgabe.
Wächst der Strom in Südkorea?
Die aktuelle Lage zeigt leider einen Rückgang sowohl in der Gesamtelektrizitätsnutzung als auch in der Erzeugung von kohlenstoffarmer Elektrizität in Südkorea. Im Jahr 2026 verzeichnete man einen Pro-Kopf-Verbrauch von 12.133 kWh, etwas niedriger als der historische Höchststand von 12.183 kWh im Jahr 2025. Ähnlich verhält es sich mit der kohlenstoffarmen Elektrizität, die von einem Höchstwert von 4.670 kWh im Jahr 2025 auf 4.460 kWh pro Person im Jahr 2026 fiel. Ein Rückgang sowohl bei der Gesamtelektrizitätsnutzung als auch bei der kohlenstoffarmen Produktion ist besorgniserregend; es wirft Fragen auf, wie Südkorea seine Fortschritte in Richtung einer klimaschonenderen Energieproduktion fortsetzen kann.
Vorschläge
Um den Anteil der kohlenstoffarmen Elektrizität in Südkorea zu erhöhen, sollte eine Erweiterung der bestehenden Kernkraftwerke in Betracht gezogen werden, da diese Technologie bereits eine große Menge sauberen Stroms produziert. Auch ein stärkerer Fokus auf den Ausbau der Solarenergie könnte helfen. Länder wie die Slowakei und Frankreich zeigen eindrucksvoll, wie effektiv Kernenergie eingesetzt werden kann, da sie über 65% ihres Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen beziehen. In Bezug auf die Solarenergie könnte Südkorea von den Erfolgen von Staaten wie Kalifornien lernen, die einen erheblichen Anteil ihres Stroms aus Sonnenenergie gewinnen. Die Kombination dieser erfolgreichen Ansätze kann Südkorea helfen, seinen kohlenstoffarmen Stromanteil in Zukunft substanziell zu steigern.
* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Elektrizitätserzeugung in Südkorea spielt die Kernenergie eine lange und bedeutende Rolle, insbesondere in den späten 1980er Jahren und den 1990er Jahren mit beachtlichen jährlichen Zuwächsen wie 1986 mit 11 TWh und 1998 mit über 12 TWh. Allerdings gab es auch Zeiten der Rückschläge mit einem deutlichen Rückgang von -11,5 TWh im Jahr 2013 und weiteren Rückgängen 2017 und 2018. Diese Perioden der Abnahme sind bedauerlich und sollten ein Ansporn für die kontinuierliche Stärkung und Modernisierung der Kernenergieinfrastruktur sein. Durch den adäquaten Ausbau dieser kohlenstoffarmen Energiequellen kann Südkorea seine Elektrizitätsversorgung sicherer und nachhaltiger gestalten.
* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.


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