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Elektrizität in Südkorea im Jahr 2024/2025

4.814 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
+209 #40
11.232 kWh/person Gesamtelektrizität
-195 #47
382 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
43 % Kohlenstoffarmer Elektrizität
-17 #89

Aktuell dominiert der Anteil der fossilen Brennstoffe am südkoreanischen Strommix, wobei mehr als die Hälfte des Stroms aus solchen Quellen stammt. Kohle und Gas teilen sich annähernd die gleiche Menge, beide machen etwa 27% der gesamten Stromerzeugung aus. Auf der anderen Seite tragen kohlenstoffarme Energien zu fast 43% der Stromerzeugung bei, wobei Kernenergie mit einem bedeutenden Anteil von 32% herausragt. Erneuerbare Energien außerhalb der Wasserkraft, wie Solarenergie, ist mit 6% vertreten, während Biokraftstoffe und Wasserkraft mit 2% beziehungsweise 1% nur einen kleinen Beitrag leisten. Diese Aufteilung zeigt, dass Südkorea bei sauberer Energie, insbesondere durch Kernenergie, Fortschritte macht, es jedoch noch Potenzial gibt, fossile Brennstoffe weiter zu reduzieren.

Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA und IEA. Mehr über Datenquellen →

Wächst der Strom in Südkorea?

Betrachtet man die Gesamtnachfrage nach Strom, so zeigt Südkorea im Jahr 2025 einen Rückgang der Pro-Kopf-Stromverbrauchszahlen auf 11232 kWh im Vergleich zum Rekordjahr 2018, das bei 11427 kWh lag. Dies stellt eine besorgniserregende Verringerung dar. Auf der positiven Seite verzeichnete kohlenstoffarme Stromproduktion zuletzt einen Rekordwert von 4814 kWh pro Kopf, was eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr ist, bei dem 4605 kWh erreicht wurden. Dieses Wachstum spricht für das Engagement des Landes, verstärkt auf saubere Energiequellen zu setzen, doch die generelle Stagnation oder sogar der Rückgang des Stromkonsums bleibt eine Herausforderung auf dem Weg einer umfassenderen Elektrifizierung.

Vorschläge

Um den Anteil der kohlenstoffarmen Energie weiter zu steigern, könnte Südkorea vom globalen Vorbild anderer Regionen lernen. Besonders Kernenergie, die in Frankreich einen bemerkenswerten Anteil von 68% an der Stromerzeugung ausmacht, bietet ein nachhaltiges Modell, das auch Südkorea ausbauen könnte. Zudem zeigt der Erfolg von Regionen wie Kalifornien und Nevada im Bereich Solarenergie auf, dass Investitionen in die Solarstromkapazitäten vielversprechend sein könnten. Das Umstellen auf Wind- und Solarenergie, eine Strategie, die in Dänemark mit dem beeindruckenden Anteil von 55% Windenergie angewendet wird, könnte ebenfalls Südkoreas Ziel unterstützen, den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu senken.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Ein Blick auf die Geschichte der Stromerzeugung in Südkorea zeigt ein auf und ab in der Kernenergieproduktion. In den frühen Jahren, insbesondere in den 1980er und 1990er Jahren, wurde die Kapazität kontinuierlich gesteigert, wobei beeindruckende Zuwächse zu verzeichnen waren. Diese Dynamik setzte sich in den 2000er Jahren mit weiteren Steigerungen fort. Doch die Jahre 2013, 2017 und 2018 weisen signifikante Rückgänge auf, die auf Herausforderungen in der Kernkraftentwicklung hinwiesen. Erhebliche Erholungen folgten in den Jahren 2019 und 2022, was auf Südkoreas anhaltenden Erfolg im Ausbau kohlenstoffarmer Energien hindeutet. Stabile Wachstumsraten in den letzten Jahren, wie 2024 und 2025, deuten an, dass Südkorea auf dem richtigen Weg ist. Dennoch gilt es, diese Strategie weiter zu intensivieren und die Nutzung kohlenstoffarmer Technologien auszuweiten.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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