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Elektrizität in Sonderverwaltungsregion Hongkong im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
48 kWh/person +4,2
Gesamtelektrizität
6.615 kWh/person -157
Kohlenstoffarmer Elektrizität
0,73 % +0,05
Kohlenstoffintensität
559 gCO2eq/kWh +5,2

Der Stromverbrauch der Sonderverwaltungsregion Hongkong wurde 2023 zu rund drei Vierteln durch fossile Brennstoffe gedeckt: Gas lieferte fast die Hälfte, Kohle etwas mehr als ein Viertel. Netto-Importe machten knapp ein Viertel aus; ihre Zusammensetzung nach Stromquellen geht aus den vorliegenden Daten nicht hervor, weshalb sie nicht pauschal als kohlenstoffarm eingeordnet werden können. Die heimische kohlenstoffarme Stromerzeugung war dagegen mit weniger als einem Prozent des Verbrauchs sehr gering. Damit bleibt Hongkongs Stromversorgung stark von fossilen Brennstoffen abhängig, deren Nutzung Klimawandel und Luftverschmutzung verursacht.

Wächst der Strom in Sonderverwaltungsregion Hongkong?

Ein Wachstum des gesamten Stromverbrauchs gegenüber dem bisherigen Höchststand ist nicht erkennbar: 2023 lag er bei rund 6.600 kWh pro Person, etwa 160 kWh beziehungsweise gut zwei Prozent unter dem Rekord von 2012. Die heimische kohlenstoffarme Stromerzeugung erreichte hingegen einen neuen Höchststand von 48 kWh pro Person, gegenüber 44 kWh im Jahr 2022. Dieser Zuwachs von rund neun Prozent ist erfreulich, bleibt aber auf sehr niedrigem Niveau. Die Lücke zum früheren Verbrauchsrekord ist angesichts des künftigen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI ein Anlass, den Ausbau sauberer Stromerzeugung deutlich zu beschleunigen.

Vorschläge

Hongkong sollte vor allem Solar- und Kernenergie ausbauen beziehungsweise zusätzliche kohlenstoffarme Erzeugung durch regionale Kooperation ermöglichen. Für Solarstrom sind dicht besiedelte Regionen wie Japan und die Niederlande interessante Vorbilder: Dort liefert Solar rund elf beziehungsweise 19 Prozent der Stromerzeugung. Hongkong könnte Dachflächen, Fassaden und öffentliche Gebäude stärker nutzen und passende Förder- und Anschlussregeln schaffen. Der US-Bundesstaat Hawaii zeigt mit rund 23 Prozent Solarstrom ebenfalls das Potenzial dieser Quelle in einer Inselregion. Bei Kernenergie bietet Südkorea mit einem Anteil von einem Viertel ein regional relevantes Beispiel; Frankreich erzeugt sogar rund zwei Drittel seines Stroms aus Kernenergie. Hongkong sollte zusätzliche Kernenergiekapazitäten im regionalen Verbund und langfristige Bezugsvereinbarungen prüfen, wobei importierter Strom weiterhin von heimischer Erzeugung zu unterscheiden ist. Ergänzend lassen sich aus dem Vereinigten Königreich, wo Wind rund 30 Prozent beiträgt, Erfahrungen für die Prüfung geeigneter Offshore-Windprojekte übernehmen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die Geschichte der heimischen kohlenstoffarmen Stromerzeugung zeigt lange Phasen nahezu unveränderter Produktion. In den aufgeführten Jahren von 2006 bis 2018 wurden für Wind, Biokraftstoffe und Solar jeweils keine Veränderungen auf der angegebenen Genauigkeitsstufe verzeichnet. Das bedeutet nicht zwingend, dass überhaupt kein Strom erzeugt wurde, sondern dass die jährlichen Veränderungen auf null TWh gerundet waren. Erst 2019 stieg die Stromerzeugung aus Biokraftstoffen um rund 0,1 TWh. Solar legte 2021 und 2022 jeweils um rund 0,1 TWh zu – ein erfreulicher Schritt hin zu mehr sauberem Strom. Für 2023 weisen jedoch sowohl Solar als auch Biokraftstoffe erneut keine messbare Veränderung auf dieser Genauigkeitsstufe aus. Diese zuletzt fehlende Dynamik unterstreicht, wie wichtig ein entschlossener Ausbau insbesondere von Solar- und Kernenergie für Hongkongs zukünftige Stromversorgung ist.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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