Rumänien hat sich im Jahr 2025 in seiner Stromerzeugungsstruktur deutlich auf kohlenstoffarme Quellen konzentriert. Mehr als die Hälfte des Stroms, genauer gesagt rund 61%, stammt aus kohlenstoffarmen Quellen. Dieser Anteil umfasst größtenteils Kernenergie und Wasserkraft, die jeweils etwa 20% und 24% zur Gesamtproduktion beitragen. Fossile Brennstoffe machen jedoch immer noch etwa 31% der Stromversorgung aus, wobei Gas mit fast 19% und Kohle mit knapp 13% die Hauptrollen spielen. Zusätzlich decken Wind und Solar rund 17% des Bedarfs ab, was auf einen stetigen Ausbau dieser Technologien hindeutet. Schließlich decken Nettoimporte fast 8% des Strombedarfs in Rumänien.
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Wächst der Strom in Rumänien?
Die Stromnutzung in Rumänien verzeichnete im Jahr 2025 2.720 kWh pro Kopf, was einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Höchststand von 3.487 kWh pro Kopf im Jahr 1989 darstellt. Diese Abnahme um 767 kWh pro Kopf ist besorgniserregend, insbesondere angesichts der Notwendigkeit, kohlenstoffarme Elektrizität auszubauen. Hinsichtlich der kohlenstoffarmen Stromproduktion fiel der Verbrauch von 1.976 kWh pro Kopf im Jahr 2023 auf 1.655 kWh im Jahr 2025, was einen ebenfalls enttäuschenden Rückgang um 321 kWh darstellt. Es ist entscheidend für Rumänien, Maßnahmen zu ergreifen, um diesen Abwärtstrend umzukehren und den sauberen Stromanteil zu steigern, um den zukünftigen Energiebedarf zu decken und Umweltverschmutzung sowie Klimawandel entgegenzuwirken.
Vorschläge
Um den Anteil an kohlenstoffarmer Elektrizität zu erhöhen, sollte Rumänien auf den Ausbau der Kernenergie und der Windkraft setzen, da beide bereits einen wesentlichen Beitrag zur Stromerzeugung leisten. Länder wie Frankreich und die Slowakei zeigen mit einem erheblichen Anteil der Kernenergie an ihrer Energiestruktur (70% bzw. 66%), wie effektiv diese Technologie integriert werden kann. Auf der anderen Seite bietet Iowa mit 60% seiner Energieerzeugung aus Windkraft ein starkes Beispiel für Rumänien, um seinen Windkraftsektor weiter auszubauen. Zusätzlich sollte auch das Potenzial von Solarenergie erwogen werden, gestützt durch Beispiele wie Nevada mit einem Solarenergieanteil von 33%.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromproduktion in Rumänien zeigt eine wechselhafte Entwicklung, insbesondere in den letzten Jahrzehnten. In den frühen 1990er Jahren verzeichnete Wasserkraft bedeutende Schwankungen mit Anstiegen und Rückgängen in Folgejahren. Die späten 2000er und frühen 2010er Jahre waren durch einen deutlichen Anstieg der kernbasierten Stromerzeugung geprägt, insbesondere durch die Einführung neuer Reaktoren im Jahr 1997 und ab 2008. In den letzten Jahren hat die Wasserkraft wieder Schwankungen erlebt, wobei bemerkenswerte Rückgänge und Erholungen bis 2024 zu beobachten waren. Insbesondere fällt auf, dass trotz vieler Bemühungen zur Erhöhung des kohlenstoffarmen Anteils die Stromerzeugung aus Kernenergie nach wie vor nicht ihre volle Kapazität ausschöpft, was auf ein ungenutztes Potenzial in dieser sauberen und nachhaltigen Energieform hinweist.