Österreich setzt derzeit in großem Maße auf kohlenstoffarme Stromerzeugung, wobei mehr als drei Viertel des Stroms aus sauberen Energiequellen stammt. Wasserkraft steht mit über der Hälfte des gesamten Stromverbrauchs im Vordergrund, gefolgt von Windenergie, die fast ein Siebtel ausmacht. Fossile Brennstoffe, die nahezu ausschließlich aus Gas bestehen, machen dagegen etwa ein Zehntel des Energieverbrauchs aus, während die Netto-Importe und Solarenergie ähnlich verteilt sind, mit jeweils fast einem Zehntel für Importe und Solar. Biokraftstoffe tragen nur in geringem Maße zur Stromerzeugung bei, bleiben jedoch Teil der kohlenstoffarmen Stromversorgung.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen ENTSOE, IEA und World Bank. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Österreich?
Die Stromnachfrage in Österreich scheint jedoch rückläufig zu sein. Aktuell liegt der Stromverbrauch bei 6797 kWh pro Person, was einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr bedeutet, als der Verbrauch bei 8947 kWh pro Person lag. Dies stellt einen Rückgang von 2149 kWh pro Person dar, was auf eine allgemeine Abnahme des Stromverbrauchs hinweist, die besorgniserregend für die Fortschritte in Richtung Elektrifizierung und technologischen Fortschritt ist. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung ist rückläufig, mit einem Rückgang von 2496 kWh pro Person gegenüber der Vorjahreszahl. Solche Rückschritte in der Entwicklung einer nachhaltigeren Energieversorgung müssen dringend adressiert werden.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Österreich zu steigern, sollte der Ausbau der Windkraft vorangetrieben werden, da diese bereits einen signifikanten Anteil des Stroms liefert. Zudem kann Österreich von anderen Regionen lernen, die erfolgreich kohlenstoffarmen Strom produzieren. Zum Beispiel hat Dänemark fast 60% seiner Stromerzeugung aus Wind, während Nevada und Kalifornien durch Solarstrom beeindrucken. Frankreich und Slowakei zeigen, dass Kernenergie effiziente großflächige Lösungen bieten kann, indem sie 70% bzw. 66% ihres Stroms durch nukleare Erzeugung decken. Österreich könnte durch breiteren Einsatz und Ausbau seiner Wind- sowie der potenziellen Einführung von Kernenergie, wie in erfolgreichen globalen Beispielen gezeigt, erhebliche Fortschritte in Richtung einer sauberen Energiezukunft erzielen.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Österreich sieht einige Schwankungen, insbesondere in der Wasserkraft. In den späten 1970er und 1980er Jahren gab es signifikante Zuwächse im Bereich Wasserkraft, insbesondere 1979 und 1987 mit Anstiegen um 3,1 TWh und 4,9 TWh. Es folgten mehrere Jahrzehnte mit schwankenden Zuwächsen und Rückgängen, bis 2012 ein starker Anstieg um 10 TWh verzeichnet wurde. Im Jahr 2025 erlebte Österreich jedoch einen bedeutenden Rückgang um 16,6 TWh in der Wasserkraft. Erfahrungen wie der Rückgang im Jahr 2025 zeigen die Notwendigkeit, die Energieversorgung diversifizierter und resilienter zu gestalten, ohne allein auf hydrologische Bedingungen zu setzen. Diese kritische Lektion könnte die Grundlage für eine stabilere kohlenstoffarme Zukunft legen, die durch die verstärkte Nutzung von Solar- und Kernenergie unterstützt wird.




