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Elektrizität in Österreich im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Sept. 2025 – Aug. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
5.944 kWh/person -1.719
Gesamtelektrizität
7.962 kWh/person -981
Kohlenstoffarmer Elektrizität
75 % -13
Kohlenstoffintensität
156 gCO2eq/kWh +52

Von September 2025 bis August 2026 stammten in Österreich rund drei Viertel des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Wasserkraft lieferte mit etwa 43 % den größten Anteil, gefolgt von Solarenergie mit 14 %, Wind mit 12 % und Biokraftstoffen mit 5 %. Fossile Brennstoffe deckten rund 16 % des Stromverbrauchs: hauptsächlich Gas mit 12 % sowie Kohle mit 2 %. Hinzu kamen knapp 10 % Netto-Importe, deren Zusammensetzung nach Stromquellen aus den vorliegenden Daten nicht hervorgeht. Österreich verfügt damit über eine starke Basis sauberer Stromversorgung, kann aber fossilen Strom und die damit verbundenen Klimabelastungen und Luftschadstoffe weiter zurückdrängen.

Wächst der Strom in Österreich?

Gemessen an den bisherigen Höchstständen wächst Österreichs Stromversorgung derzeit nicht: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 7.960 kWh Stromverbrauch pro Person, etwa 980 kWh oder 11 % unter dem Rekord von 2012 mit rund 8.940 kWh. Die kohlenstoffarme Stromerzeugung beträgt zuletzt rund 5.940 kWh pro Person und liegt damit etwa 1.720 kWh oder 22 % unter ihrem Rekord von 2024 mit rund 7.660 kWh. Diese Abstände sind besorgniserregend, insbesondere bei sauberem Strom. Sie belegen allerdings keinen durchgehenden Rückgang gegenüber jedem Vorjahr, sondern einen Rückstand gegenüber den historischen Spitzenwerten. Für die Elektrifizierung und den zusätzlichen Strombedarf durch KI braucht Österreich wieder mehr kohlenstoffarme Stromerzeugung.

Vorschläge

Österreich sollte insbesondere Solar- und Windenergie ausbauen, die bereits beträchtliche Beiträge zur Stromversorgung leisten. Beim Wind kann das Land vom benachbarten Deutschland lernen, wo Wind 31 % der Stromerzeugung liefert, sowie von Dänemark mit 57 %. Für Solarenergie bieten die US-Bundesstaaten Kalifornien mit 31 % und Nevada mit 35 % anschauliche Beispiele für deutlich größere Anteile. Zusätzlich sollte Österreich den Aufbau von Kernenergie als weitere kohlenstoffarme Stromquelle prüfen. Besonders relevante Vorbilder liegen unmittelbar in der Nachbarschaft: In der Slowakei liefert Kernenergie 66 % der Stromerzeugung, in Tschechien 41 %, in Slowenien 40 % und in der Schweiz 24 %. Ein breiterer Mix aus Wasserkraft, Solarenergie, Wind und Kernenergie könnte die saubere Stromversorgung stärken und zusätzlichen Bedarf decken.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Historisch wurde Österreichs kohlenstoffarme Stromerzeugung stark von Schwankungen der Wasserkraft geprägt. In den 1970er-Jahren wechselten größere Zuwächse von rund 3 bis 5 TWh mit einem Rückgang um 3,5 TWh im Jahr 1976; 1987 kamen knapp 5 TWh hinzu. In den 1990er-Jahren brachten 1992 und 1999 jeweils etwa 3,5 TWh zusätzlich. Nach einem deutlichen Minus von 6,7 TWh im Jahr 2003 folgten Zuwächse 2004 und 2009. Die 2010er-Jahre blieben wechselhaft: Auf einen Rückgang 2011 folgte 2012 ein außergewöhnlicher Anstieg um 10 TWh, während 2015 erneut ein Minus und 2019 ein Plus verzeichnet wurden. Nach einem Rückgang 2022 waren 2023 und 2024 erfreuliche Jahre für Wasserkraft mit zusätzlichen 6 beziehungsweise knapp 5 TWh; 2023 legte außerdem Solarenergie um 3,2 TWh zu. Die jüngsten Wasserkraftrückgänge von 12 TWh im Jahr 2025 und weiteren 5 TWh im Jahr 2026 sind dagegen gravierend und unterstreichen, wie dringend zusätzliche kohlenstoffarme Erzeugung gebraucht wird.

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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