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Elektrizität in Österreich im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Okt. 2025 – Sept. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
5.863 kWh/person -1.800
Gesamtelektrizität
8.236 kWh/person -707
Kohlenstoffarmer Elektrizität
71 % -16
Kohlenstoffintensität
169 gCO2eq/kWh +64

Von Oktober 2025 bis September 2026 stammten in Österreich rund 71 % des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Wasserkraft lieferte mit etwa 40 % den größten Beitrag, gefolgt von Solar mit knapp 14 %, Wind mit rund 12 % und Biokraftstoffen mit etwa 5 %. Fossile Brennstoffe deckten rund 15 % des Stromverbrauchs, darunter Gas mit knapp 12 % und Kohle mit etwa 2 %. Weitere knapp 14 % entfielen auf Netto-Importe, deren Zusammensetzung nach Stromquellen aus den vorliegenden Daten nicht hervorgeht. Damit deckte sauberer Strom deutlich mehr als zwei Drittel des österreichischen Stromverbrauchs.

Wächst der Strom in Österreich?

Ein Wachstum auf neue Höchststände zeigen die aktuellen Pro-Kopf-Zahlen nicht: Der Stromverbrauch lag 2026 bei rund 8.200 kWh pro Person und damit etwa 700 kWh beziehungsweise 8 % unter dem bisherigen Rekord von 2012 mit rund 8.900 kWh. Noch deutlicher ist der Abstand bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte zuletzt rund 5.900 kWh pro Person, etwa 1.800 kWh oder knapp ein Viertel weniger als beim Rekord von 2024. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, weil Elektrifizierung und wachsende Anwendungen künstlicher Intelligenz künftig mehr sauberen Strom benötigen. Der Vergleich mit historischen Höchstständen allein zeigt allerdings nicht, ob der Verbrauch gegenüber dem unmittelbar vorangegangenen Jahr gestiegen oder gesunken ist.

Vorschläge

Österreich sollte insbesondere Solar- und Windkraft weiter ausbauen, da beide bereits erhebliche Strommengen liefern. Als nahe gelegene Vorbilder eignen sich Deutschland mit einem Windanteil von rund 31 % an der Stromerzeugung und Dänemark mit fast 60 %. Für Solar zeigt Nordmazedonien mit rund 40 %, dass deutlich höhere Anteile möglich sind. Ergänzend sollte Österreich den Aufbau von Kernenergie prüfen und dabei von benachbarten Regionen lernen: In der Slowakei liefert Kernenergie etwa zwei Drittel der Stromerzeugung, in Tschechien und Slowenien jeweils rund 40 % und in der Schweiz ein Viertel. Ein breiterer Ausbau kohlenstoffarmer Stromquellen könnte fossile Stromerzeugung samt klimaschädlichen Emissionen und Luftverschmutzung zurückdrängen und mehr sauberen Strom für zusätzliche Nachfrage bereitstellen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Historisch prägten starke Schwankungen der Wasserkraft die kohlenstoffarme Stromerzeugung Österreichs. In den 1970er-Jahren standen Zuwächsen von jeweils rund 3 bis 5 TWh in den Jahren 1974, 1977 und 1979 ein Rückgang von 3,5 TWh im Jahr 1976 gegenüber. Weitere deutliche Zuwächse folgten 1987 mit knapp 5 TWh sowie 1992 und 1999 mit jeweils rund 3,5 TWh. In den 2000er-Jahren sank die Wasserkrafterzeugung 2003 um fast 7 TWh, bevor sie 2004 und 2009 wieder um jeweils rund 3 bis 4 TWh zunahm. Auch die 2010er-Jahre waren wechselhaft: Auf einen Rückgang 2011 folgte 2012 ein kräftiges Plus von 10 TWh; 2015 sank die Erzeugung erneut, 2019 stieg sie um 3 TWh. Nach einem Minus von rund 3 TWh im Jahr 2022 brachten 2023 und 2024 Wasserkraftzuwächse von 6 beziehungsweise knapp 5 TWh; zusätzlich legte Solar 2023 erfreulich um gut 3 TWh zu. Besonders besorgniserregend sind jedoch die jüngsten Wasserkraftrückgänge von 12 TWh im Jahr 2025 und weiteren 6 TWh 2026. Sie unterstreichen, wie wichtig zusätzliche kohlenstoffarme Stromerzeugung ist.

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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