Im Jahr 2025 wird der größte Teil des Stroms in Österreich aus kohlenstoffarmen Quellen erzeugt, mit mehr als drei Vierteln des Stroms, der aus solchen hochwertigen Quellen stammt. Besonders hervorsticht die Wasserkraft, die fast die Hälfte der gesamten Stromproduktion ausmacht. Windkraft und Solarenergie tragen ebenfalls substanziell bei, mit einem Anteil von jeweils rund einem Achtel bzw. einem Neuntel. Im Gegensatz dazu machen fossile Brennstoffe, einschließlich Gas, Kohle und anderen, etwa 16 % der Stromerzeugung aus. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bleibt somit relativ gering, während Netto-Importe des Stroms knapp darunter liegen. Die Förderung von kohlenstoffarmer Energie erweist sich in der Tat als positiv für Österreichs Vorstoß in Richtung sauberer Energiegewinnung.
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Wächst der Strom in Österreich?
Trotz dieser sonnenklaren Orientierung hin zur sauberen Energie scheint der Stromverbrauch in Österreich aktuell einen rückläufigen Trend aufzuzeigen. Im Jahr 2025 lag der Stromverbrauch bei 8367 kWh pro Person, im Vergleich zu 8947 kWh pro Person im Jahr 2024, was einem Rückgang von 580 kWh pro Person entspricht. Ähnlich verhält es sich bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die ebenfalls von 7839 kWh pro Person im Jahr 2024 auf 6418 kWh pro Person im Jahr 2025 gesunken ist, was einen Rückgang von 1421 kWh pro Person bedeutet. Dieser Trend ist besorgniserregend, da ein wachsender Gesamt- und kohlenstoffarmer Energieverbrauch notwendig ist, um die zukünftige Nachfrage, bedingt durch Elektrifizierung und Wachstum der KI-Technologien, zu decken.
Vorschläge
Um den Anteil der kohlenstoffarmen Energie in Österreich zu steigern, wäre es ratsam, die bestehenden Kapazitäten an Wind- und Solarenergie auszubauen, da diese beiden Sektoren bereits eine wesentliche Rolle im Energiemix des Landes spielen. Vorbildlich könnte hier Dänemark sein, das 60 % seiner Energie durch Windkraft deckt, oder Nevada, das bemerkenswerte 34 % aus Solarenergie bezieht. Darüber hinaus könnte Österreich von Ländern wie Frankreich oder der Slowakei lernen, die ihre Energieversorgung stark auf Kernenergie stützen, um die CO2-Emissionen weiter zu reduzieren und eine nachhaltige Stromversorgung zu gewährleisten. Ein vielseitigerer und intensiver Einsatz von Solar- und Kernenergie würde Österreich bei der Verfolgung einer ehrgeizigeren grünen Energieentwicklung unterstützen.
Geschichte
Der historische Verlauf der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Österreich zeigt eine abwechslungsreiche Entwicklung, besonders bei der Wasserkraft. In den 1970er bis 1990er Jahren gab es häufiger Wechsel zwischen Wachstums- und Rückgangsphasen. Besondere Höhen traten 1977, 1987 und 2012 auf, während 2003 und 2025 markante Rückgänge verzeichnet wurden. Der starke Rückgang im Jahr 2025, um 12,3 TWh alleine in der Wasserkraft, stellt eine signifikante Herausforderung dar, die es zu überwinden gilt, um eine nachhaltige und stabile Stromerzeugung zu gewährleisten. Langfristige Stabilität könnte durch den verstärkten Einsatz von Kernenergie und anderen kohlenstoffarmen Quellen erreicht werden, um in Zukunft weniger von wetterabhängigen Energiequellen abhängig zu sein. Diese Geschichte zeigt, dass kontinuierliche Investitionen in Fortschritt und Innovation essenziell für die Stromversorgungsfähigkeiten des Landes sind.








