In den letzten zwölf Monaten, von November 2024 bis Oktober 2025, setzt sich Rumäniens Stromkonsum aus einer bemerkenswerten Mischung von Energiequellen zusammen. Kohlenstoffarme Quellen dominieren den Energiemix mit fast 68%, während fossile Brennstoffe etwa 29% der Stromproduktion ausmachen. Innerhalb der kohlenstoffarmen Kategorie liefert die Wasserkraft mehr als ein Fünftel des gesamten Stroms, während die Kernenergie fast ein Fünftel beisteuert. Wind- und Solarenergie tragen gemeinsam fast ein Viertel zur Stromversorgung bei, was darauf hinweist, dass Rumänien signifikante Fortschritte bei der Nutzung dieser sauberen Energietechnologien gemacht hat. Nettostromimporte spielen mit knapp 3% eine kleine Rolle. Diese Zahlen verdeutlichen die Anstrengungen des Landes, sich auf umweltfreundlichere Energiequellen zu konzentrieren.
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Wächst der Strom in Rumänien?
Die jüngste Entwicklung in Rumäniens Stromverbrauch zeigt jedoch einige besorgniserregende Trends, insbesondere im historischen Vergleich. Im Jahr 2025 betrug der gesamte Stromverbrauch 2568 kWh pro Person, was im Vergleich zum Spitzenverbrauch von 3487 kWh pro Person im Jahr 1989 einen Rückgang um fast tausend kWh pro Person darstellt. Dies bedeutet, dass der Stromverbrauch in Rumänien im Laufe der Jahre deutlich gesunken ist. Besonders der Rückgang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung ist beunruhigend, mit einer Abnahme auf 1745 kWh pro Person im Jahr 2025 verglichen mit einem Rekordhoch von 1976 kWh pro Person im Jahr 2023. Der Bedarf an mehr und nachhaltiger Elektrizität, insbesondere aus sauberen Energiequellen, wird deutlicher denn je.
Vorschläge
Rumänien hat die Möglichkeit, seine kohlenstoffarme Stromerzeugung durch den Ausbau bestehender Technologien wie Kernenergie, Wind und Solar zu steigern. Die Erhöhung der Kernenergieerzeugung, inspiriert von Ländern wie Frankreich, wo Kernkraftwerke 69% der Stromproduktion ausmachen, könnte ein entscheidender Schritt in eine nachhaltigere Zukunft sein. Ebenso könnte Rumänien von den erfolgreichen Modellen in Dänemark und Iowa lernen, wo der Wind fast die Hälfte bzw. 60% der Stromerzeugung ausmacht. Zusätzlich sollte der Ausbau der Solarenergie gefördert werden, wie es im Libanon oder Nevada erfolgreich praktiziert wird, da diese Regionen beeindruckend hohe Solarenergieanteile von über 30% erreicht haben. Solche erfolgreichen Beispiele liefern Rumänien wertvolle Einblicke in die Ausweitung seiner grünen Energiekapazitäten.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Rumänien gab es signifikante Schwankungen, insbesondere bei der Wasserkraft. In den frühen 1990er Jahren verzeichnete die Wasserkraft mit einer Steigerung von 3,2 TWh 1991 positive Zuwächse, gefolgt von einem Rückgang um 2,9 TWh im Jahr 1992. Mitte der 1990er Jahre und Anfang der 2000er Jahre erlebte die Wasserkraft sowohl Zuwächse als auch Rückgänge. Bemerkenswert waren die Jahre 2005 und 2010 mit einem Wachstum von jeweils 3,7 TWh und 4,4 TWh. In jüngerer Zeit, insbesondere 2023, gab es eine positive Entwicklung mit einem Anstieg um 4,4 TWh. Allerdings verzeichneten die Jahre 2024 und 2025 wieder einen Rückgang der Wasserkraft um 4,2 TWh und 2,7 TWh, was die Notwendigkeit eines stabileren und nachhaltigeren Wachstums in diesem Sektor unterstreicht. Eine kontinuierliche und gezielte Förderung der kohlenstoffarmen Technologien, insbesondere der Kernenergie und der Wind- und Solarenergie, könnte Rumäniens Energiesektor stabiler und umweltfreundlicher gestalten.