Im Jahr 2024 stammte der Großteil des Stromverbrauchs in Myanmar aus fossilen Brennstoffen, insbesondere aus Gas, das allein mehr als die Hälfte des gesamten Stroms erzeugt hat. Kohle trug fast 10% bei, was weiterhin die Umweltverschmutzung erhöht und die Dringlichkeit der Verlagerung auf kohlenstoffarme Energiequellen unterstreicht. Auf der positiven Seite war fast 40% der Energie in Myanmar kohlenstoffarm, was hauptsächlich durch Wasserkraft mit einem Anteil von fast 38% erzielt wurde. Der Beitrag von Biokraftstoffen war hingegen fast zu vernachlässigen.
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Wächst der Strom in Myanmar?
Trotz allgemeiner Fortschritte beim Aufbau einer kohlenstoffarmen Strominfrastruktur gab es im jüngsten Zeitraum Bedenken hinsichtlich des Wachstums des Stromverbrauchs in Myanmar. Der gesamte Stromverbrauch lag bei 464 kWh pro Person und war damit um 10 kWh im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Besonders besorgniserregend ist der Rückgang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die auf 182 kWh pro Person fiel, einen drastischen Rückgang von 88 kWh im Vergleich zu ihrem früheren Höchststand im Jahr 2018 bedeutet. Dies deutet darauf hin, dass dringend Maßnahmen erforderlich sind, um kohlenstoffarme Technologien zu stärken und deren Rolle in Myanmars Energiemix zu vergrößern.
Vorschläge
Um kohlenstoffarme Stromerzeugung zu fördern, sollte Myanmar die erfolgreiche Implementierung von Solar- und Kernenergie weltweit näher betrachten. Länder wie Frankreich und die Slowakei zeigen unter anderem mit mehr als der Hälfte ihres Stroms aus Kernenergie, wie nachhaltig und zuverlässig diese Energiequelle sein kann. Ebenso bietet sich Dänemarks Modell für Windenergie an, das praktisch 60% seiner Elektrizität abdeckt. Darüber hinaus ist Nordmazedonien mit einem Solaranteil von nahe 50% ein Vorbild für den Ausbau solarer Kapazitäten. Myanmar sollte diese Ansätze adaptieren, um seine kohlenstoffarme Stromerzeugung bedeutend zu erweitern.
Geschichte
Ein Blick auf die historische Entwicklung kohlenstoffarmer Energien in Myanmar zeigt, dass das Land zwischen den späten 1990er und 2010er Jahren einen langsamen, aber stetigen Anstieg der Wasserkraft verzeichnete, mit mehreren wichtigen Jahren wie 2009 und 2011, die bedeutende Zuwächse sahen. Jedoch erfuhr Myanmar in den Jahren 2019 und 2020 signifikante Rückgänge in der Wasserkrafterzeugung, was auf die Herausforderungen hinweist, auf die sich das Land weiterhin konzentrieren muss. Obwohl es jüngste leichte Erholungen gab, etwa im Jahr 2021, bleibt der Ausbau kohlenstoffarmer Technologien eine dringende Notwendigkeit.


