In Myanmar im Jahr 2024 stammte der Großteil des Stroms aus fossilen Brennstoffen, mit einem Anteil von etwas über 60% an der gesamten Elektrizitätsproduktion. Gas war mit knapp über der Hälfte der Stromerzeugung die vorherrschende fossile Quelle. Low-Carbon-Energie machte etwa 39% des Energiemixes aus, wobei Wasserkraft mit rund 38% der Leitungsträger war, während Biokraftstoffe weniger als 2% beitrugen. Kohle war ebenfalls ein bedeutender Akteur unter den fossilen Brennstoffen, indem sie fast 10% der Elektrizität bereitstellte. Diese Schwerpunkte auf fossile Energiequellen zeigen die Notwendigkeit, den kohlenstoffärmeren Anteil der Energieproduktion zu erhöhen, um nachhaltigere Praktiken zu fördern und die Emissionen zu reduzieren.
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Wächst der Strom in Myanmar?
Die Stromverbrauchsrate in Myanmar erlebt jedoch einen Rückgang. Das jüngste Pro-Kopf-Verbrauchsniveau betrug 464 kWh im Jahr 2024, was einen leichten Rückgang von 10 kWh gegenüber dem Vorjahresrekord von 475 kWh im Jahr 2023 darstellt. Dies zeigt einen negativen Trend in der Gesamtnutzung, was in Anbetracht globaler Anforderungen zur Elektrifizierung und zur Deckung wachsender Nachfrage eher besorgniserregend ist. Besonders besorgniserregend ist die bemerkenswerte Abnahme in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung - ein beachtlicher Rückgang von 88 kWh pro Kopf seit dem Höhepunkt im Jahr 2018, was ein Hinweis auf Schwierigkeiten in der Förderung und Nutzung kohlenstoffarmer Technologien ist.
Vorschläge
Myanmar könnte aus Erfolgsmodellen der Regionen lernen, die ihre kohlenstoffarme Stromerzeugung effizient ausgebaut haben. Länder wie Frankreich und die Slowakei, in denen ein Großteil der Elektrizität aus Kernenergie gewonnen wird, bieten Beispiele für die Stärke dieser Energiequelle, um kohlenstoffarme Ziele zu erreichen. Ebenso zeigt Dänemark, dass der Windenergie-Ausbau eine vielversprechende Option ist. Angesichts Myanmars geografischer und klimatischer Möglichkeiten wäre es sinnvoll, Lösungen wie den Ausbau der Solarkapazitäten, analog zu erfolgreichen Beispielen in Staaten wie Kalifornien, sowie die Implementierung von Kernenergie ernsthaft in Betracht zu ziehen, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Stabilität in der Stromproduktion nachhaltig zu verbessern.
Geschichte
In der Vergangenheit spielte Wasserkraft eine zentrale Rolle in der Entwicklung kohlenstoffarmer Elektrizität in Myanmar. Von den späten 1990er Jahren bis Mitte der 2000er Jahre gab es eine kontinuierliche Zunahme der Stromproduktion aus Wasserkraft, mit einem herausragenden Anstieg im Jahr 2011. Doch seit 2019 erlebte Myanmar Rückgänge in der Wasserkraftnutzung, mit signifikanten negativen Veränderungen 2019 und 2020. Diese Entwicklungen belegen die Herausforderungen, die existierende Infrastruktur aufrechtzuerhalten und zu verbessern. In jüngeren Jahren stagniert das Wachstum, ein Umstand, der Anlass zur Sorge gibt angesichts der dringenden Notwendigkeit der Erweiterung und Diversifizierung kohlenstoffarmer Energiequellen für eine nachhaltigere Energiezukunft.




