Im Jahr 2024 stammt der überwiegende Teil von Myanmars Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen. Mehr als die Hälfte des Stroms wird durch Gas und Kohle erzeugt, wobei Gas allein fast die Hälfte der Gesamtproduktion ausmacht. Die kohlenstoffarmen Energien, zu denen hauptsächlich Wasserkraft gehört, tragen etwa 39% zur Gesamtstromerzeugung bei. Insbesondere die Wasserkraft ist der dominierende kohlenstoffarme Energieerzeuger in Myanmar und stellt fast die gesamte kohlenstoffarme Energie bereit, während Biokraftstoffe mit einem Anteil von knapp über einem Prozent eine geringe Rolle spielen.
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Wächst der Strom in Myanmar?
Trotz der Bedeutung kohlenstoffarmer Energien ist der elektrische Pro-Kopf-Verbrauch in Myanmar leicht gesunken. Die neusten Zahlen zeigen, dass 2024 der Pro-Kopf-Verbrauch bei 464 kWh liegt, was einem Rückgang gegenüber dem Rekordjahr 2023 entspricht. Besonders besorgniserregend ist der deutliche Rückgang in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die gegenüber dem Rekordjahr 2018 erheblich gesunken ist. Diese Stagnation und der Rückgang sind ein Grund zur Sorge und unterstreichen die Notwendigkeit, die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, um zukünftige Bedürfnisse zu decken und die Belastung durch fossile Brennstoffe zu verringern.
Vorschläge
Myanmar kann lernen, wie andere erfolgreiche Regionen ihren kohlenstoffarmen Energiemix erweitert haben, um dessen Erzeugung zu steigern. Länder wie Frankreich und die Slowakei zeigen, wie durch den Einsatz von Kernenergie ein großer Anteil der Stromerzeugung gesichert werden kann. Außerdem bietet der Ausbau von Solarenergie, wie in Kalifornien und Nevada zu sehen, eine hervorragende Möglichkeit, die Versorgung mit sauberen Energien zu diversifizieren. Eine stärkere Integration von Windenergie, ähnlich wie in Dänemark oder Iowa, könnte auch dazu beitragen, das Potenzial der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Myanmar zu maximieren. Gemeinsam mit Investitionen in fortschrittliche Technologien und Infrastruktur können diese Ansätze helfen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und eine nachhaltige Energiezukunft für Myanmar zu sichern.
Geschichte
Rückblickend auf die Entwicklung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Myanmar zeigt sich insbesondere im Bereich der Wasserkraft ein gemischtes Bild. In den frühen 2000er Jahren gab es eine schrittweise Erhöhung von 0,3 bis 1,2 TWh jährlich. In den Jahren 2011 und 2017 gab es bemerkenswerte Wachstumsspitzen, wobei 2,4 und 2,8 TWh hinzugefügt wurden. Allerdings traten in den folgenden Jahren erhebliche Rückgänge auf, insbesondere 2019 mit einem Minus von 3,6 TWh und 2020 mit einem weiteren Rückgang von 1,7 TWh. Diese Varianz zeigt die Volatilität und Herausforderungen auf, die mit der Abhängigkeit von der Wasserkraft verbunden sind, und verdeutlicht die Notwendigkeit, den kohlenstoffarmen Energiemix für eine beständigere und nachhaltigere Stromerzeugung diversifizieren zu müssen.








