Im Jahr 2025 zeigt sich die Stromverteilung in Malaysia stark von fossilen Brennstoffen dominiert. Mehr als drei Viertel, nämlich etwa 78 %, des Stroms stammt aus fossilen Quellen wie Kohle und Gas. Kohle spielt hierbei mit fast 45 % die größte Rolle, gefolgt von Gas, das mehr als 30 % zur Elektrizität beiträgt. Im Gegensatz dazu bilden kohlenstoffarme Energiequellen einen kleineren Teil der Stromerzeugung in Malaysia. Etwa ein Fünftel der Elektrizität wird aus solchen Quellen gewonnen, wobei Wasserkraft mit fast 18 % den bedeutendsten Beitrag leistet. Biokraftstoffe und Solarenergie tragen mit rund 3 % bzw. 2 % einen geringen Anteil bei.
Wächst der Strom in Malaysia?
Die Stromnachfrage pro Kopf in Malaysia zeigt aktuell einen leichten Rückgang. Der aktuelle Stromverbrauch liegt bei 5245 kWh pro Person, was einen Rückgang von 93 kWh pro Person im Vergleich zu dem historischen Höchstwert von 5338 kWh pro Person im Jahr 2019 darstellt. Doch gibt es auch positive Entwicklungen: Der Anteil der kohlenstoffarmen Stromerzeugung hat einen leichten Anstieg erfahren. Der jüngste Höchstwert liegt bei 1172 kWh pro Person, was eine Erhöhung um 19 kWh pro Person im Vergleich zu 2024 darstellt. Dies zeigt, dass trotz eines gesamtwirtschaftlich stagnierenden Stromverbrauchs der Anteil an sauberer Energie wächst, was als positive Richtung gewertet werden kann.
Vorschläge
Um den Anteil an kohlenstoffarmer Elektrizität in Malaysia weiter zu erhöhen, könnten wir von erfolgreichen Beispielen wie Frankreich und Kalifornien lernen. Frankreich, stark auf Kernenergie fokussiert, erzeugt erstaunliche 67 % seines Stroms aus dieser Quelle. Kalifornien hingegen hat gezeigt, wie effektiv Solarstrom genutzt werden kann, indem es 31 % seines Stroms aus Solarenergie gewinnt. Kernenergie und Solarenergie sind somit vielversprechende Pfade, die Malaysia folgen könnte, um seinen Energie-Mix nachhaltiger und umweltfreundlicher zu gestalten. Diese Schritte könnten nicht nur dazu beitragen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, sondern auch die Energieversorgung sicherer und kostengünstiger zu machen.
Geschichte
In den vergangenen Jahrzehnten hat es in Malaysias kohlenstoffarmer Stromerzeugung aus Wasserkraft und Biokraftstoffen einige Höhen und Tiefen gegeben. In den späten 1980er und frühen 1990er Jahren schwankte die Stromproduktion aus Wasserkraft mit einigen Rückgängen, zum Beispiel -1,2 TWh im Jahr 1990, gefolgt von Perioden des Wachstums wie 1999 mit einem Zuwachs von 2,7 TWh. Ein markanter Anstieg ist jedoch seit 2016 zu verzeichnen, als die Wasserkraftproduktion um 6,1 TWh wuchs und 2017 mit einem weiteren Wachstum von 6,6 TWh beeindruckte. Seitdem gab es einen konstanten Ausbau dieser sauberen Energiequelle, ergänzt durch die zunehmende Rolle von Biokraftstoffen in den letzten Jahren. Diese Wechselhaftigkeit zeigt die Notwendigkeit einer stabileren und diversifizierten kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die durch den Ausbau der Solar- und Kernenergie erreicht werden könnte.













