Von September 2025 bis August 2026 stammte in Griechenland etwas mehr als die Hälfte des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen: rund 51 %. Wind lieferte etwa 21 %, Solarenergie knapp 18 % und Wasserkraft rund 12 %. Fossile Brennstoffe deckten dagegen noch fast 49 % des Stromverbrauchs. Dabei dominierte Gas mit rund 41 %; Kohle trug etwa 5 % und Öl knapp 3 % bei. Damit liegt sauberer Strom inzwischen knapp vorn, doch die weiterhin starke Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verursacht Klimabelastungen und Luftverschmutzung.
Wächst der Strom in Griechenland?
Beim Stromverbrauch pro Kopf liegt Griechenland noch deutlich unter seinem historischen Höchststand. Der jüngste Wert für 2026 beträgt rund 5.500 kWh je Person, gegenüber etwa 6.300 kWh im Rekordjahr 2008 – ein Rückgang um ungefähr 780 kWh beziehungsweise 12 %. Diese Zahlen belegen allerdings keinen aktuellen jährlichen Rückgang, sondern den Abstand zum bisherigen Rekord. Erfreulich ist hingegen der neue Höchststand bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreicht rund 2.800 kWh pro Kopf und übertrifft den bisherigen Rekord von 2024 um etwa 250 kWh, also knapp 10 %. Saubere Stromerzeugung wächst somit über ihren bisherigen Spitzenwert hinaus, während beim gesamten Pro-Kopf-Verbrauch noch Aufholbedarf besteht, insbesondere angesichts zusätzlicher Nachfrage durch Elektrifizierung und KI.
Vorschläge
Griechenland sollte seine bereits bedeutende Wind- und Solarstromerzeugung weiter ausbauen und zugleich den Einstieg in die Kernenergie prüfen. Für Solarenergie bieten sonnenreiche Regionen gute Orientierung: In den US-Bundesstaaten Nevada und Kalifornien liefert sie bereits rund 35 % beziehungsweise 31 % des Stroms. Beim Wind zeigen Dänemark mit 57 % und Irland mit 35 %, wie weit sich diese saubere Stromquelle entwickeln lässt. Für Kernenergie sind insbesondere nahe europäische Regionen relevant: Bulgarien erzeugt damit rund 38 % seines Stroms, Slowenien 40 % und Frankreich sogar etwa zwei Drittel. Griechenland kann aus diesen Erfahrungen lernen, um Wind- und Solarenergie durch eine verlässliche kohlenstoffarme Stromquelle zu ergänzen und mehr sauberen Strom für den künftigen Bedarf bereitzustellen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die Entwicklung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Griechenland war zunächst stark von schwankender Wasserkraft geprägt. In den 2000er-Jahren standen Rückgängen von 1,4 TWh im Jahr 2001 und 3,1 TWh im Jahr 2007 Zuwächse von 1,9 TWh im Jahr 2003 und 1,5 TWh im Jahr 2009 gegenüber. Auch in den 2010er-Jahren wechselten deutliche Zuwächse und Rückgänge bei der Wasserkraft einander ab; besonders ausgeprägt war der Rückgang um 3,2 TWh im Jahr 2011. Gleichzeitig gewann Solarenergie an Bedeutung, mit einem Zuwachs von 2 TWh im Jahr 2013. Seit 2020 verbreiterte sich das Wachstum: Wind legte 2020 um 2 TWh zu, Solarenergie 2022 und 2023 um 1,8 beziehungsweise 1,3 TWh. Die Wasserkraft stieg 2021 um 2,5 TWh, sank 2022 um 1,4 TWh und legte 2026 wieder kräftig um 2,6 TWh zu. Der Rückgang der Windstromerzeugung um 1,5 TWh im Jahr 2025 ist dagegen ein bedauerlicher Rückschritt und unterstreicht die Bedeutung eines kontinuierlichen Ausbaus sauberer Stromerzeugung.
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.















