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Elektrizität in Griechenland im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Okt. 2025 – Sept. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
2.826 kWh/person +262
Gesamtelektrizität
5.499 kWh/person -763
Kohlenstoffarmer Elektrizität
51 % +1,3
Kohlenstoffintensität
275 gCO2eq/kWh -11

Von Oktober 2025 bis September 2026 stammte in Griechenland etwas mehr als die Hälfte des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen, während fossile Brennstoffe knapp 49 % ausmachten. Bei der sauberen Stromversorgung lag Wind mit rund 21 % des gesamten Stromverbrauchs vorn, gefolgt von Solar mit gut 17 % und Wasserkraft mit rund 12 %. Auf der fossilen Seite dominierte Gas mit etwa 40 %; Kohle lieferte gut 5 % und Öl knapp 3 %. Griechenlands Stromversorgung ist damit nahezu gleichmäßig zwischen kohlenstoffarmen und fossilen Quellen aufgeteilt. Ein weiterer Ausbau sauberer Stromerzeugung kann die Klimabelastung und Luftverschmutzung durch fossile Brennstoffe verringern.

Wächst der Strom in Griechenland?

Beim Stromverbrauch pro Kopf liegt Griechenland noch deutlich unter seinem historischen Höchststand: Der jüngste Wert für 2026 beträgt rund 5.500 kWh je Person, gegenüber etwa 6.260 kWh im Rekordjahr 2008. Das entspricht einem Rückstand von rund 760 kWh beziehungsweise 12 %. Ein neuer Wachstumstrend beim gesamten Stromverbrauch lässt sich daraus allein nicht ableiten. Erfreulich ist dagegen der neue Rekord bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte rund 2.830 kWh pro Person und übertraf den bisherigen Höchstwert von 2024 um etwa 260 kWh beziehungsweise 10 %. Dieser Fortschritt sollte sich fortsetzen, damit mehr sauberer Strom für die Elektrifizierung und den wachsenden Bedarf etwa durch KI bereitsteht.

Vorschläge

Griechenland sollte vor allem seine bereits bedeutende Wind- und Solarstromerzeugung weiter ausbauen und den Ausbau durch leistungsfähige Netze und Speicher unterstützen. Das benachbarte Nordmazedonien zeigt mit einem Solarstromanteil von 40 %, welches Potenzial diese Technologie in der Region bietet. Auch der US-Bundesstaat Nevada erreicht mit 35 % einen hohen Solaranteil. Beim Wind liefern Dänemark mit 59 % und Litauen mit 41 % hilfreiche Beispiele für einen deutlich größeren Beitrag zur Stromversorgung. Zusätzlich sollte Griechenland den Einstieg in die Kernenergie prüfen, um seine kohlenstoffarme Stromversorgung zu erweitern. Besonders relevant sind die Erfahrungen Bulgariens und Sloweniens, wo Kernenergie jeweils rund 37 % beziehungsweise 40 % des Stroms erzeugt; Frankreich erreicht sogar etwa zwei Drittel.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Griechenlands war seit Beginn der 2000er-Jahre zunächst stark von wechselnden Wasserkraftmengen geprägt. Nach einem Rückgang um 1,4 TWh im Jahr 2001 folgten Zuwächse 2003 sowie 2009 und 2010, unterbrochen von einem deutlichen Minus von 3,1 TWh im Jahr 2007. Auch in den 2010er-Jahren wechselten sich bei der Wasserkraft Rückgänge und Erholungen ab, darunter ein Minus von 3,2 TWh 2011 sowie Zuwächse von jeweils etwa 1,5 bis 1,8 TWh in den Jahren 2013, 2015 und 2018. Zugleich gewann Solar an Bedeutung: 2013 stieg die Erzeugung um 2 TWh, 2022 um 1,8 TWh und 2023 um weitere 1,3 TWh. Wind legte 2020 um 2 TWh zu, verzeichnete 2025 jedoch einen enttäuschenden Rückgang um 1,5 TWh. Bei der Wasserkraft standen einem Zuwachs von 2,5 TWh im Jahr 2021 und einem Rückgang von 1,4 TWh 2022 zuletzt kräftige zusätzliche 2,7 TWh im Jahr 2026 gegenüber. Insgesamt unterstreicht diese Entwicklung, wie wichtig ein kontinuierlicher Ausbau mehrerer sauberer Stromquellen ist.

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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