In Fidschi basiert mehr als die Hälfte des aktuellen Stromverbrauchs auf kohlenstoffarmen Energieträgern. Besonders hervorzuheben ist die Wasserkraft, die mit über 52% den Hauptanteil liefert. Daneben tragen Biokraftstoffe noch etwa ein Zehntel zur Stromerzeugung bei. Auf der anderen Seite machen fossile Brennstoffe, wie Öl oder Gas, 36,52% der Stromerzeugung aus. Diese Zahlen verdeutlichen, dass Fidschi bereits vorrangig saubere Energien für die Stromerzeugung nutzt, wobei dennoch über ein Drittel aus fossilen Quellen stammt. Ein Wechsel hin zu noch mehr kohlenstoffarmen Quellen wäre entscheidend, um die Umweltauswirkungen zu minimieren und den Klimawandel zu bekämpfen.
Wächst der Strom in Fidschi?
Der Stromverbrauch pro Person in Fidschi ist seit dem Rekordjahr 2019 leicht um 2 kWh zurückgegangen und liegt nun bei 1244 kWh pro Person, was auf eine Stagnation hinweist. Positiv ist jedoch, dass der Anteil der kohlenstoffarmen Stromproduktion seit 2020 um beeindruckende 47 kWh angestiegen ist und nun bei 790 kWh pro Person liegt. Dies zeigt, dass Fidschi trotz des stagnierenden Gesamtverbrauchs erfolgreich seinen kohlenstoffarmen Anteil erhöhen konnte. Dennoch ist es wichtig, den Gesamtverbrauch zu steigern, um zukünftigen Anforderungen durch Elektrifizierung und das Wachstum von KI gerecht zu werden.
Vorschläge
Die Steigerung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Fidschi könnte durch den Ausbau von Solar- und Kernenergie erreicht werden. Länder wie Nevada und Kalifornien zeigen, dass Solarenergie bis zu 35% des Strombedarfs decken kann. Dänemark und Iowa sind Beispiele dafür, dass Windkraftsignifikante Beiträge leisten kann. Auch Kernenergie, wie sie in Frankreich (67% aus Kernenergie) oder in Illinois (49% aus Kernenergie) genutzt wird, kann eine entscheidende Rolle bei der Erzeugung sauberer Energie spielen. Fidschi könnte sich an diesen erfolgreichen Beispielen orientieren, um seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter zu reduzieren.
Geschichte
In der Geschichte des kohlenstoffarmen Stroms in Fidschi spielte die Wasserkraft seit den 1980er Jahren eine zentrale Rolle. Mit einem stärkeren Anstieg Mitte der 1980er Jahre begann sie sich langsam zu entwickeln, mit gelegentlichen Schwankungen im Anstieg bis heute. Biokraftstoffe trugen ab dem Jahr 2000 zur Energieversorgung bei und verzeichneten, abgesehen von einem kleinen Rückgang im Jahr 2022, ein kontinuierliches Wachstum. Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, wird es entscheidend sein, diese kohlenstoffarmen Ressourcen weiter auszubauen und durch neue Quellen wie Solar und Kernenergie zu ergänzen.











