Im Jahr 2025 zeigt der Elektrizitätsmix in Estland eine starke Präsenz kohlenstoffarmer Quellen, die mehr als 43% der gesamten Stromerzeugung ausmachen. Innerhalb dieser Kategorie ist Wind mit rund 16% ein bedeutender Akteur, dicht gefolgt von Biokraftstoffen und Solarenergie, die jeweils etwa 13,5% bzw. 13,5% beitragen. Im Gegensatz dazu entstammen etwas mehr als ein Fünftel der Stromerzeugung in Estland fossilen Brennstoffen, während der Rest des Strombedarfs durch Netto-Importe abgedeckt wird, die mehr als ein Drittel der Stromversorgung ausmachen. Diese Verteilung zeigt deutlich, dass Estland verstärkt auf saubere Energiequellen setzt, um den CO2-Ausstoß zu verringern und die Abhängigkeit von klimaschädlichen fossilen Brennstoffen zu minimieren.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Energy Institute, ENTSOE, Eurostat und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Estland?
Der Pro-Kopf-Stromverbrauch in Estland betrug 2025 rund 6040 kWh und ist damit im Vergleich zum Rekordwert von 11690 kWh im Jahr 1986 um fast die Hälfte gesunken. Diese Abnahme ist besorgniserregend, da sie darauf hindeutet, dass der Stromverbrauch insgesamt zurückgegangen ist, was das Wachstum und die Modernisierung behindern könnte. Auf der positiven Seite steht jedoch, dass die Erzeugung von kohlenstoffarmem Strom im Vergleich zu früheren Aufzeichnungen gestiegen ist und 2025 einen neuen Höchstwert von 2620 kWh pro Person erreicht hat. Der Anstieg um 225 kWh im Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass sich Estland in die richtige Richtung bewegt, um eine saubere Energiebevölkerung zu werden.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung weiter zu erhöhen, sollte Estland sein Potenzial in den Bereichen Wind und Solar erweitern, da diese Technologien bereits signifikante Anteile zur Stromerzeugung beitragen. Zudem könnte Estland von Ländern wie Dänemark und Iowa lernen, die 60% bzw. 58% ihrer Elektrizität aus Windkraft beziehen. Die Einführung oder Ausweitung von Kernenergie sollte ebenfalls ernsthaft in Erwägung gezogen werden, wie erfolgreiche Beispiele in Frankreich und der Slowakei zeigen, die über zwei Drittel ihrer Elektrizität aus Kernkraft gewinnen. Diese Maßnahmen könnten helfen, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Nachhaltigkeit der Stromversorgung erheblich zu stärken.
Geschichte
Im Rückblick auf die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung hat Estland im Laufe der Jahre kontinuierliche Veränderungen erlebt. Von 2009 bis 2012 stieg die Biokraftstoff-Produktion stetig an, bevor sie 2013 einen leichten Rückgang verzeichnete. Ab 2016 wurden leichte Zuwächse bei Biokraftstoffen und stagnierenden oder negativen Entwicklungen beim Wind registriert, bevor ab 2017 eine erneute Zunahme eintrat. Ab 2020 ist die Expansion von Solarenergie bemerkenswert, wobei das Jahr 2024 einen signifikanten Schub sowohl bei Wind als auch bei Solar zeigte. All diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass Estland kontinuierlich bemüht ist, seine Energiewende zu beschleunigen und mehr kohlenstoffarme Technologien zu integrieren.





