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Elektrizität in Estland im Jahr 2023

Weltweites Ranking: #60
26.9% #111 Kohlenstoffarmer Strom
682.97 watts #44 Erzeugung pro Person
411.83 gCO2eq/kWh #96 Kohlenstoffintensität

Im Jahr 2023 hat Estonia mehr als 40% seines Stroms importiert. Fast ein Drittel des Stroms stammt aus fossilen Brennstoffen, hauptsächlich Öl. Kohlenstoffarmer Strom trägt etwa ein Viertel zur Stromerzeugung bei, wobei Wind- und Solarenergie rund 19% und Biokraftstoffe knapp 8% beisteuern. Dabei handelt es sich um saubere Energiequellen, die im Vergleich zu den fast 6% aus Kohle einen erheblich geringeren CO2-Fußabdruck verursachen.

Vorschläge

Zur Steigerung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung könnte Estland seine bestehende Windenergieinfrastruktur weiter ausbauen, da diese Form der sauberen Energie bereits einen beträchtlichen Anteil zur Stromerzeugung des Landes beiträgt. Estland könnte sich dabei an Ländern wie Dänemark orientieren, wo fast 60% des Stroms aus Windenergie gewonnen wird. Zusätzlich zur Ausweitung der Windenergie könnte Estland auch erwägen, auf Kernenergie umzusteigen. In Ländern wie Frankreich und der Slowakei tragen Kernkraftwerke mit 66% bzw. 61% erheblich zur kohlenstoffarmen Energieversorgung bei.

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Elektrizität in Estland wurde in der letzten Dekade hauptsächlich durch den Einsatz von Biokraftstoffen geprägt. Von 2009 bis 2022 stieg die Stromerzeugung aus Biokraftstoffen insgesamt um etwa 2,3 TWh, obwohl es 2013 einen geringen Rückgang gab. Die Windenergie wurde 2015 eingeführt und hat seitdem eine konstante, wenn auch geringe, Zunahme verzeichnet, mit Ausnahme eines leichten Rückgangs im Jahr 2016. Die Solarenergie, die 2020 eingeführt wurde, hat ebenfalls einen konstanten, wenn auch geringen, Anstieg erlebt. Auffällig ist jedoch der dramatische Rückgang der Stromerzeugung aus Biokraftstoffen im Jahr 2023 um fast 2 TWh, was eine deutliche Abkehr von dieser bisher dominanten Form der kohlenstoffarmen Energie in Estland darstellt.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

Maximum Imports

Daten-Quellen

Für die Jahre 1985 bis 1989 die Datenquelle ist Energy Institute.
Für die Jahre 1990 bis 2017 die Datenquelle ist IEA.
Für das Jahr 2018 die Datenquellen sind IEA und IEA (Importe/Exporte).
Für das Jahr 2019 die Datenquelle ist IEA.
Für die Jahre 2020 bis 2022 die Datenquelle ist Ember.
Für das Jahr 2023 die Datenquelle ist ENTSOE.
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