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Elektrizität in Estland im Jahr 2025

2.093 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
-302 #84
5.667 kWh/person Gesamtelektrizität
-6.023 #81
353 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
+4,8 #107
37 % Kohlenstoffarmer Elektrizität
-3,0 #111

Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Estland im Jahr 2025 zeigt, dass Netto-Importe den größten Anteil ausmachen, nämlich etwas mehr als ein Drittel des gesamten Stroms. Kohlenstoffarme Energiequellen tragen ebenfalls bedeutend bei und decken fast 37% des Bedarfs; dieser Anteil setzt sich überwiegend aus Wind mit rund 16% und Solar mit 14% zusammen. Biokraftstoffe spielen eine kleine Rolle mit etwas mehr als 6%. Fossile Brennstoffe machen beinahe ein Viertel des Strommixes aus, wobei Öl etwa 18% und Kohle knapp 6% ausmacht. Der hohe Anteil an fossilen Brennstoffen ist besorgniserregend, da sie erheblich zur Klima- und Luftverschmutzung beitragen.

Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Energy Institute, ENTSOE, Eurostat und IEA. Mehr über Datenquellen →

Wächst der Strom in Estland?

Wenn man sich die Entwicklung des Stromverbrauchs in Estland ansieht, ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren zu erkennen. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Elektrizität liegt 2025 bei 5667 kWh, was einen Rückgang von über 6000 kWh im Vergleich zum Höchststand von 1986 bedeutet. Auch bei kohlenstoffarmen Energiequellen ist ein Rückgang zu verzeichnen, mit einer Verringerung von 302 kWh pro Person im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen sind enttäuschend, denn sie zeigen, dass Estland Schwierigkeiten hat, den Verbrauch sauberer Energie zu erhöhen, was besonders wichtig wäre im Rahmen der Dekarbonisierung und Elektrifizierung.

Vorschläge

Um den Anteil an kohlenstoffarmer Stromerzeugung in Estland zu erhöhen, sollten Wind- und Solarenergie weiter ausgebaut werden, da sie bereits eine beachtliche Rolle spielen. Ein Blick auf Regionen mit erfolgreichen Windprojekten wie Dänemark (58% aus Wind) oder Iowa (60% aus Wind) könnte hilfreiche Erkenntnisse liefern. Gleichzeitig könnte Estland auch von Ländern wie Frankreich und der Slowakei lernen, die durch eine starke Kernenergieproduktion einen wesentlichen Teil ihres Strombedarfs decken. Ein Ausbau der Kernenergie wäre sinnvoll, um langfristig eine saubere und stabile Stromversorgung sicherzustellen und den Einsatz fossiler Brennstoffe zu reduzieren.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

In den letzten Jahrzehnten hat Estland mehrere Wellen der Entwicklung kohlenstoffarmer Energie erlebt. In den frühen 2010er Jahren gab es einen leichten Anstieg der Biokraftstofferzeugung. Von 2020 bis 2022 sind signifikante Zuwächse im Bereich der Wind- und Solarenergie zu beobachten. Einzeln nennenswert sind die Jahre 2024 und 2025, in denen Wind und Solar einen beachtlichen Zuwachs erfahren haben. Allerdings war dieser nicht stark genug, um die stagnierenden oder rückläufigen Trends an anderer Stelle auszugleichen. Dies deutet darauf hin, dass kontinuierliche Anstrengungen notwendig sind, um die Entwicklung kohlenstoffarmer Energie in Estland nachhaltig voranzutreiben. Die Herausforderungen der Vergangenheit sollten als Ansporn dienen, um die Nutzung von Wind, Solar und Kernenergie entschlossen zu stärken.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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