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Elektrizität in Côte d’Ivoire im Jahr 2023

Kohlenstoffarmer Elektrizität
111 kWh/person -88
Gesamtelektrizität
357 kWh/person -58
Kohlenstoffarmer Elektrizität
31 % -63
Kohlenstoffintensität
347 gCO2eq/kWh +288

Côte d’Ivoire verbrauchte 2023 insgesamt rund 11,1 TWh Strom. Fossile Brennstoffe lieferten davon etwa 7,7 TWh, also gut zwei Drittel, nahezu vollständig aus Gas. Kohlenstoffarmer Strom machte mit rund 3,5 TWh knapp ein Drittel aus; davon entfielen etwa 3,4 TWh auf Wasserkraft. Der Stromverbrauch pro Kopf lag bei lediglich 357 kWh – weniger als einem Zehntel des weltweiten Durchschnitts von 3.794 kWh. Eine so geringe Stromversorgung kann die Entwicklung von Industrie und Dienstleistungen bremsen und den Zugang zu zuverlässiger Kühlung, Gesundheitsversorgung und digitalen Angeboten erschweren. Mehr saubere Stromerzeugung würde diese Entwicklung unterstützen und zugleich helfen, Klimabelastung und Luftverschmutzung durch fossile Brennstoffe zu verringern.

Wächst der Strom in Côte d’Ivoire?

Gemessen an den Pro-Kopf-Werten wächst die Stromversorgung derzeit nicht: Der Verbrauch von 357 kWh im Jahr 2023 lag um 58 kWh beziehungsweise rund 14 % unter dem bisherigen Höchststand von 415 kWh aus dem Jahr 2022. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung blieb deutlich hinter ihrem historischen Rekord zurück. Mit 111 kWh pro Kopf lag sie rund 44 % unter den 199 kWh von 1981, ein Rückgang um 88 kWh. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, denn Elektrifizierung und neue digitale Anwendungen einschließlich KI benötigen mehr Strom. Die Pro-Kopf-Zahlen allein zeigen allerdings nicht, ob auch die absolute Stromerzeugung gesunken ist.

Vorschläge

Côte d’Ivoire sollte seine Wasserkraft durch einen entschlossenen Ausbau von Solarstrom ergänzen und den Aufbau von Kernenergie prüfen. Südafrika bietet als afrikanische Vergleichsregion hilfreiche Beispiele: Die angegebenen Werte betragen dort rund 20 TWh Solarstrom, 12 TWh Windstrom und 12 TWh Kernstrom. Brasilien zeigt mit etwa 85 TWh Solarstrom und 111 TWh Windstrom, wie diese Quellen einen großen Beitrag zur Stromversorgung leisten können. Côte d’Ivoire könnte daraus lernen, große Solaranlagen und dezentrale Solarsysteme parallel auszubauen, Netze und Speicher zu stärken und geeignete Windstandorte zu erschließen. Für Kernenergie sind Frankreich mit rund 379 TWh und die Vereinigten Arabischen Emirate mit etwa 32 TWh wichtige Orientierungspunkte für langfristige Planung, Fachkräfteausbildung und internationale Zusammenarbeit. Solar- und Kernenergie könnten gemeinsam eine deutlich größere, saubere Stromversorgung ermöglichen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die dokumentierte Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung ist vor allem eine Geschichte schwankender Wasserkrafterzeugung. Anfang der 1980er Jahre folgte auf einen Zuwachs von 0,4 TWh im Jahr 1981 ein Rückgang um insgesamt 1,3 TWh in den Jahren 1983 und 1984; 1985 brachte eine kräftige Erholung um 0,9 TWh. In den 1990er Jahren wechselten kleinere Rückgänge und Zuwächse einander ab, darunter ein Plus von 0,6 TWh im Jahr 1995. Auch zwischen 2005 und 2015 blieb die Entwicklung wechselhaft: Zuwächsen von zusammen 0,5 TWh in den Jahren 2007 und 2009 standen unter anderem Rückgänge von 0,5 TWh im Jahr 2010 und 0,6 TWh im Jahr 2015 gegenüber. Besonders erfreulich war der Aufschwung von 2017 bis 2019 mit insgesamt 1,9 TWh zusätzlicher Wasserkrafterzeugung. Auf einen Rückgang um 0,7 TWh im Jahr 2021 folgte 2022 ein gleich großer Zuwachs. Diese Schwankungen unterstreichen, wie wichtig zusätzliche kohlenstoffarme Stromquellen für einen dauerhaft wachsenden Stromsektor sind.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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