LowCarbonPower logo
Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub

Elektrizität in Bulgarien im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Okt. 2025 – Sept. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
4.400 kWh/person +432
Gesamtelektrizität
5.856 kWh/person -1.027
Kohlenstoffarmer Elektrizität
75 % +2,2
Kohlenstoffintensität
211 gCO2eq/kWh -15

Von Oktober 2025 bis September 2026 stammten in Bulgarien rund drei Viertel des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Kernenergie lieferte mit etwa 37 % den größten Beitrag, gefolgt von Solarstrom mit 19 % und Wasserkraft mit knapp 12 %. Wind und Biokraftstoffe trugen jeweils rund 3 % bei. Fossile Brennstoffe machten dagegen etwa ein Viertel des Strommixes aus: knapp 20 % entfielen auf Kohle und rund 5 % auf Gas. Bulgarien verfügt damit bereits über eine starke Basis sauberer Stromversorgung; ein weiterer Ausbau könnte die Klimabelastung und Luftverschmutzung durch fossile Stromerzeugung verringern.

Wächst der Strom in Bulgarien?

Beim Wachstum zeigt sich ein gemischtes Bild: Der Stromverbrauch pro Kopf liegt mit zuletzt 5.856 kWh im Jahr 2026 rund 1.030 kWh beziehungsweise 15 % unter dem bisherigen Höchststand von 2011 mit 6.883 kWh. Ob der Verbrauch gegenüber dem unmittelbar vorhergehenden Jahr wächst, lässt sich aus diesen Angaben nicht ableiten. Erfreulich ist jedoch der neue Rekord bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte 4.400 kWh pro Kopf und übertraf damit den bisherigen Höchstwert von 2025 um rund 430 kWh beziehungsweise 11 %. Diese Dynamik sollte Bulgarien nutzen, um auch den zusätzlichen Strombedarf durch Elektrifizierung und KI-Anwendungen sauber zu decken.

Vorschläge

Für mehr kohlenstoffarmen Strom sollte Bulgarien insbesondere seine bereits starken Säulen Kernenergie und Solarstrom ausbauen. Orientierung bieten europäische Regionen mit hohen Kernenergieanteilen: In der Slowakei stammen etwa zwei Drittel des Stroms aus Kernenergie, in Frankreich ebenfalls rund zwei Drittel. Beim Solarstrom ist das benachbarte Nordmazedonien mit einem Anteil von 40 % ein besonders naheliegendes Vorbild – ungefähr doppelt so viel wie in Bulgarien. Ergänzend kann Bulgarien seine Windstromerzeugung stärken und dabei etwa vom benachbarten Griechenland lernen, wo Wind rund 21 % des Stroms liefert. Ein solcher Ausbau verschiedener sauberer Stromquellen würde die kohlenstoffarme Versorgung verbreitern und weiteres Verbrauchswachstum ermöglichen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Historisch prägte zunächst der Ausbau der Kernenergie Bulgariens kohlenstoffarme Stromerzeugung: In den 1980er-Jahren stieg ihre Jahresproduktion in den aufgeführten Jahren jeweils um etwa 2 bis 3 TWh. Weitere kräftige Zuwächse folgten 1993, 1995 und 2000 sowie 2005 und 2014. Diese Aufbauphasen unterstreichen die zentrale Bedeutung einer kontinuierlichen Stärkung sauberer Stromerzeugung. Die Wasserkraft zeigte seit 2010 deutliche jährliche Schwankungen: Zuwächsen von jeweils rund 1,6 bis 1,9 TWh in den Jahren 2010, 2018, 2021 und 2026 standen Rückgänge ähnlicher Größenordnung in den Jahren 2011, 2016 und 2019 gegenüber. Einen wichtigen zusätzlichen Wachstumsimpuls brachte 2024 die Solarstromerzeugung mit einem Plus von 1,8 TWh. Damit ergänzt Solarstrom zunehmend die historisch starke Kernenergie als tragende Säule einer sauberen Stromversorgung.

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Okt. 2025 – Sept. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Instagram Facebook X (Twitter) LinkedIn GitHub