Von Juli 2025 bis Juni 2026 stammten in Wisconsin rund 58 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen: etwa 30 % aus Gas und 27 % aus Kohle. Kohlenstoffarmer Strom deckte gut ein Viertel des Verbrauchs ab. Dabei entfielen knapp 13 % auf Kernenergie, 6 % auf Solar, 3 % auf Wasserkraft sowie rund 2 % auf Wind und knapp 2 % auf Biokraftstoffe. Solarstrom kam überwiegend von Versorgungsbetrieben, die etwa 5,5 % des Stromverbrauchs bereitstellten. Netto-Importe deckten weitere 16 %; ihre Zusammensetzung nach Stromquellen ist in diesen Daten nicht ausgewiesen. Fossile Brennstoffe dominieren damit weiterhin die Stromversorgung, während saubere Stromquellen noch deutlich ausgebaut werden können.
Wächst der Strom in Wisconsin?
Der Stromverbrauch pro Kopf wächst in Wisconsin, allerdings nur langsam: Der jüngste Wert für 2026 beträgt rund 13.060 kWh pro Person und übertrifft den bisherigen Rekord von 2025 um 107 kWh beziehungsweise etwa 0,8 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung erreichte einen neuen Höchststand: rund 3.405 kWh pro Person, gegenüber 3.347 kWh im Jahr 2025. Das entspricht einem Zuwachs von 58 kWh oder etwa 1,7 %. Beide Rekorde sind erfreulich, doch das Wachstum bleibt bescheiden. Für die zunehmende Elektrifizierung und den zusätzlichen Strombedarf durch KI wäre ein kräftigerer Ausbau sauberer Stromerzeugung wünschenswert.
Vorschläge
Wisconsin sollte seine bestehende Kernenergieerzeugung ausbauen und zugleich Solar- und Windstrom deutlich steigern. Kernenergie liefert bereits den größten Beitrag zur kohlenstoffarmen Stromversorgung. Als besonders relevantes Vorbild dient der benachbarte US-Bundesstaat Illinois, wo Kernenergie rund 49 % der Stromerzeugung ausmacht; Frankreich erreicht sogar etwa zwei Drittel. Beim Wind zeigen die US-Bundesstaaten Iowa mit 57 % und Minnesota mit 21 %, welches Potenzial diese Technik in der weiteren Region besitzt. Für Solar sind der US-Bundesstaat Maine mit 18 % und Deutschland mit 20 % interessante Beispiele dafür, dass ein beträchtlicher Beitrag auch außerhalb besonders sonnenreicher Regionen möglich ist. Ein gemeinsamer Ausbau dieser sauberen Stromquellen würde mehr heimischen Strom bereitstellen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen samt ihren Klima- und Luftverschmutzungsfolgen verringern.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die vorliegenden historischen Daten zeigen für 2024 einen breiten Zuwachs kohlenstoffarmer Stromerzeugung: Kernenergie legte gegenüber dem Vorjahr um 0,5 TWh zu, Wind um 0,3 TWh sowie Wasserkraft und Biokraftstoffe um jeweils 0,1 TWh. Im Jahr 2025 stagnierte dagegen die Erzeugung aus Kernenergie und Wind; lediglich Wasserkraft und Biokraftstoffe gewannen jeweils 0,1 TWh hinzu. 2026 stieg die Wasserkrafterzeugung um weitere 0,3 TWh, während Kernenergie und Wind jeweils 0,1 TWh weniger erzeugten und Biokraftstoffe unverändert blieben. Diese jüngste Abschwächung bei zwei wichtigen sauberen Stromquellen ist enttäuschend und unterstreicht, wie wichtig zusätzliche Erzeugungskapazitäten sind. Veränderungen der Solarstromerzeugung sind in dieser historischen Datenreihe nicht enthalten.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
















