In den letzten zwölf Monaten, von September 2024 bis August 2025, wurde in Washington der Großteil des Stroms aus kohlenstoffarmen Energiequellen erzeugt. Über drei Viertel der Stromproduktion, genauer gesagt rund 79 %, stammt aus sauberen Quellen. Der Löwenanteil davon kommt aus der Wasserkraft, die mehr als die Hälfte des gesamten Stroms liefert. Windenergie trägt einen Anteil von etwas mehr als 8 % bei, während Kernenergie etwa 7,5 % ausmacht. Zusammen mit kleineren Beiträgen von Solarenergie und Biokraftstoffen zeigt dies ein klares Engagement für saubere Energie. Auf der anderen Seite stammen etwa 20 % des Stroms aus fossilen Brennstoffen, mit Gas als größtem Beitrag in diesem Segment bei etwa 17 %, gefolgt von Kohle mit einem geringeren Anteil.
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Wächst der Strom in Washington?
Die Stromverbrauchsdaten zeigen, dass der aktuelle Verbrauch in Washington rückläufig ist. Der neueste Verbrauchswert beträgt 12.841 kWh pro Person im Jahr 2025, was einen deutlichen Rückgang um über 4.100 kWh im Vergleich zum Rekordjahr 2006 darstellt. Ebenso ist der Anteil des kohlenstoffarmen Stromverbrauchs gesunken. Während der Rekord im Jahr 2012 bei 15.519 kWh pro Person lag, sind es nun nur noch 10.200 kWh. Dieser Rückgang von über 5.300 kWh in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung ist besorgniserregend, insbesondere angesichts der Herausforderungen des Klimawandels und der drängenden Notwendigkeit, die Luftverschmutzung zu reduzieren.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Energie zu steigern, könnte Washington von anderen erfolgreichen Regionen lernen. Kernenergie kann eine bedeutende Rolle spielen, wie das Beispiel Frankreichs zeigt, wo fast 70 % des Stroms aus Kernenergie stammen. Auch Windenergie sollte intensiviert werden, was durch die Erfahrungen in Iowa unterstrichen wird, wo Wind fast 60 % ausmacht. Solarenergie, die in Nevada mit einem Anteil von 33 % erfolgreich etabliert wurde, kann ebenfalls eine Schlüsselrolle spielen. Eine solche Kombination aus Kern-, Wind- und Solarenergie würde nicht nur nachhaltigen Strom liefern, sondern auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter reduzieren und zur sauberen Energiezukunft beitragen.
Geschichte
In den letzten Jahrzehnten hat es in Washington eine Reihe von Veränderungen in der Stromerzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen gegeben. In der Mitte der 2000er Jahre sahen wir zunächst einen Anstieg der Wasserkraftproduktion, aber in den Jahren danach schwankte die Erzeugung stark, mit deutlichen Rückgängen in den Jahren 2007, 2009 und 2013. Die Nuklearenergie hat ebenfalls Schwankungen erlebt, wobei es im Jahr 2009 zu einem erheblichen Rückgang kam, aber bereits im Jahr 2010 eine gewisse Erholung folgte. Ein deutlicher Rückgang der Kernkraft im Jahr 2011 ist besonders kritisch zu betrachten, da er das Potenzial einer stabilen kohlenstoffarmen Stromerzeugung beeinträchtigt hat. Die vergangene Entwicklung in der Windenergie zeigt positive Anzeichen mit einem bedeutenden Wachstum im Jahr 2020. Eine kontinuierliche und strategische Erhöhung der Kern-, Wind- und Solarstromproduktion könnte Washington helfen, in eine saubere und zukunftssichere Energieära zu gelangen.




