Elektrizität in Republik Moldau im Jahr 2024/2025
Zwischen Dezember 2024 und November 2025 war der Stromverbrauch in der Republik Moldau stark von externen Quellen abhängig, da über die Hälfte des Stroms aus Netto-Importen stammten, nämlich etwa 53%. Fossile Brennstoffe spielten mit 38% ebenfalls eine bedeutende Rolle, wobei der gesamte fossile Anteil auf Gas entfällt. Nur ein kleiner Teil des Stroms kam aus kohlenstoffarmen Quellen, nämlich etwa 9% insgesamt. Innerhalb dieses kohlenstoffarmen Anteils trugen Solarenergie 4%, Wasserkraft fast 3% und Windenergie knapp 2% zur Stromerzeugung bei. Diese Verteilung zeigt einen starken Fokus auf fossile Brennstoffe und Importe, mit einem geringen Anteil an sauberer Energie.
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Wächst der Strom in Republik Moldau?
Der Stromverbrauch pro Kopf in der Republik Moldau ist im Vergleich zu früheren Zeiten deutlich zurückgegangen. 2025 lag der Verbrauch bei 1314 kWh pro Person. Im Jahr 1990 war dieser Verbrauch mit über 3600 kWh pro Person signifikant höher. Das heißt, die aktuelle Zahl liegt über 2300 kWh unter dem damaligen Rekordwert. Auch der Anteil an kohlenstoffarmer Energie ist gesunken; 2025 lag der Pro-Kopf-Beitrag bei 112 kWh, während der bisherige Höchstwert von 199 kWh im Jahr 2023 verzeichnet wurde, was einen Rückgang von 87 kWh bedeutet. Diese Rückgänge sind besorgniserregend, da mehr kohlenstoffarme Energieerzeugung dringend erforderlich ist, um den Anforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in der Republik Moldau zu steigern, könnte das Land von erfolgreichen Strategien anderer Regionen lernen. So spielt die Kernenergie in Ländern wie Frankreich (68%) oder der Slowakei (67%) eine zentrale Rolle. Für Moldau könnte der Ausbau von Kernkraftwerken eine Möglichkeit sein, die Stabilität und Unabhängigkeit der Energieversorgung zu erhöhen. Auch die Nutzung von Solarenergie bietet Potenzial, wie Beispiele aus Nevada (33%) oder Libanon (31%) zeigen. Die Kombination von Solar- und Kernenergie könnte Moldau helfen, seine Stromerzeugung umweltfreundlicher zu gestalten und zugleich die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in der Republik Moldau zeigt eine nur sehr geringe Entwicklung über die Jahrzehnte. In den frühen 1990er Jahren gab es moderate Schwankungen in der Stromerzeugung aus Wasserkraft, wobei sie sich meistens zwischen moderat positiven und negativen Werten hielt. Ab 2010 stagnierte die Entwicklung größtenteils, mit minimalen Änderungen und gelegentlichen negativen Werten, wie z.B. einem Rückgang der Wasserkrafterzeugung um 0.1 TWh im Jahr 2024. Die Besorgnis über den Mangel an kontinuierlicher Investition in neue kohlenstoffarme Technologien wird durch diese Muster noch verstärkt, da signifikante Fortschritte in der sauberen Energieerzeugung ausblieben. Eine verstärkte Orientierung zu nachhaltigen und saubereren Energiequellen könnte helfen, Moldau deutlicher voranzubringen.