Von April 2025 bis März 2026 stammten in Pakistan fast zwei Drittel des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen, während fossile Brennstoffe etwa 36 % beitrugen. Solar und Wasserkraft lieferten jeweils rund 24 % des Stroms, Kernenergie etwa 13 % und Wind knapp 3 %. Bei den fossilen Quellen entfielen rund 19 % auf Gas und 17 % auf Kohle. Damit überwiegt bereits sauberer Strom deutlich; dennoch bleibt die weitere Verdrängung fossiler Stromerzeugung wichtig, um Klimawandel und Luftverschmutzung zu begrenzen.
Wächst der Strom in Pakistan?
Beim gesamten Stromverbrauch pro Kopf ist derzeit kein Wachstum gegenüber dem bisherigen Höchststand erkennbar: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 660 kWh pro Person, gegenüber 728 kWh im Rekordjahr 2023. Das entspricht einem Rückgang von etwa 9 %. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, weil Elektrifizierung und die zunehmende Nutzung künstlicher Intelligenz mehr Strom benötigen. Erfreulich ist dagegen der neue Rekord bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte rund 424 kWh pro Person und übertraf damit den bisherigen Höchststand von 409 kWh im Jahr 2025 um etwa 4 %. Sauberer Strom wächst also pro Kopf, während der gesamte Stromverbrauch noch unter seinem früheren Höchststand liegt.
Vorschläge
Pakistan sollte vor allem Solar und Kernenergie ausbauen, die bereits große Beiträge zur Stromversorgung leisten. Für Solar bietet der US-Bundesstaat Nevada mit einem Anteil von 35 % an seiner Stromerzeugung einen hilfreichen Vergleich für sonnenreiche Regionen. Bei der Kernenergie zeigen Frankreich mit rund zwei Dritteln und Südkorea mit einem Viertel der Stromerzeugung, welche bedeutende Rolle diese saubere Technologie übernehmen kann. Pakistan kann sich dabei an langfristiger Ausbauplanung und der Entwicklung industrieller Kompetenzen orientieren. Ergänzend lohnt sich mehr Windstrom: Marokko, dessen trockene und windreiche Gebiete einen relevanten Vergleich bieten, erzeugt etwa 20 % seines Stroms aus Wind; im US-Bundesstaat Texas sind es rund 22 %. Ein stärkeres Zusammenspiel dieser kohlenstoffarmen Technologien könnte sowohl den wachsenden Strombedarf decken als auch fossile Brennstoffe zurückdrängen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung Pakistans war zunächst vor allem von Wasserkraft geprägt. In den 1990er-Jahren stieg ihre Erzeugung 1992 und 1994 um etwa 3 TWh beziehungsweise gut 3 TWh, sank jedoch 1999 um gut 3 TWh. Zwischen 2002 und 2005 folgten kräftige Zuwächse von rund 3 bis 5 TWh in den aufgeführten Jahren. Danach wechselten Fortschritte und Rückgänge: Auf Verluste 2007, 2011 und 2017 folgte 2018 ein besonders großer Zuwachs von fast 10 TWh, bevor die Erzeugung 2019 wieder um knapp 4 TWh fiel. Kernenergie setzte wichtige Wachstumsimpulse mit knapp 3 TWh zusätzlicher Erzeugung 2017 sowie jeweils mehr als 6 TWh 2021 und 2022. Seit 2023 treibt Solar den Ausbau besonders stark voran: Die jährlichen Zuwächse betrugen rund 4 TWh 2023, 9 TWh 2024 und beeindruckende 18 TWh 2025; 2026 kamen weitere rund 4 TWh hinzu. Zusammen mit einem Wasserkraftzuwachs von etwa 6 TWh im Jahr 2025 unterstreicht dies die jüngsten Fortschritte beim sauberen Strom.
* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
















