Von Juli 2025 bis Juni 2026 stammten in North Dakota rund 59 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen. Kohle dominierte mit etwa 53 %, während Gas rund 5 % beitrug. Kohlenstoffarmer Strom erreichte einen Anteil von gut 41 %: Wind lieferte rund 36 % des Stroms, Wasserkraft knapp 6 %. Damit kommt bereits mehr als ein Drittel des Stroms aus sauberen Quellen, doch fossile Brennstoffe decken weiterhin mehr als die Hälfte des Verbrauchs. Mehr kohlenstoffarme Stromerzeugung könnte diese Abhängigkeit und die damit verbundenen Klimabelastungen und Luftschadstoffe verringern.
Wächst der Strom in North Dakota?
Der Stromverbrauch in North Dakota wächst und erreicht nach den vorliegenden Zahlen für 2026 einen neuen Höchststand: rund 55.200 kWh pro Person. Das sind etwa 1.700 kWh oder gut 3 % mehr als beim bisherigen Rekord von 2024 mit rund 53.400 kWh pro Person. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung steigt auf einen Rekordwert von rund 22.800 kWh pro Person. Gegenüber dem bisherigen Höchststand von 2025 bedeutet das einen Zuwachs von etwa 770 kWh pro Person beziehungsweise knapp 4 %. Dass die saubere Stromerzeugung ebenfalls wächst, ist erfreulich und eine wichtige Grundlage, um zusätzlichen Strombedarf durch Elektrifizierung und KI-Anwendungen zu decken.
Vorschläge
North Dakota sollte seine bereits starke Windstromerzeugung weiter ausbauen und zusätzlich Solarstrom sowie Kernenergie entwickeln. Besonders relevante Vorbilder sind die US-Bundesstaaten South Dakota und Iowa, in denen Wind rund 56 % beziehungsweise 57 % der Stromerzeugung liefert. Sie zeigen, welches Potenzial Wind in dieser Region besitzt. Beim Solarstrom kann North Dakota etwa vom US-Bundesstaat Colorado lernen, der rund 14 % seines Stroms aus Solar erzeugt. Für Kernenergie bieten die US-Bundesstaaten Minnesota mit rund 19 % und Illinois mit fast der Hälfte ihrer Stromerzeugung hilfreiche Orientierung. Ein Ausbau dieser sauberen Technologien würde die kohlenstoffarme Stromversorgung verbreitern und weiteres Wachstum ermöglichen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die vorliegenden historischen Daten zeigen von 2024 bis 2026 einen stetigen Ausbau der Windstromerzeugung: Sie nahm 2024 um 0,3 TWh, 2025 um 0,6 TWh und 2026 erneut um 0,3 TWh gegenüber dem jeweiligen Vorjahr zu. Bei der Wasserkraft folgte auf einen leichten Rückgang um 0,1 TWh im Jahr 2024 eine Erholung um 0,1 TWh im Jahr 2025 und ein weiterer Zuwachs um 0,3 TWh im Jahr 2026. Zusammengenommen stieg die kohlenstoffarme Stromerzeugung aus diesen beiden Quellen damit in jedem der drei Jahre. Insgesamt ergeben die angegebenen Veränderungen einen Zuwachs von 1,5 TWh – eine erfreuliche Entwicklung, die North Dakota mit weiterem Ausbau fortsetzen sollte.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
















