Der Stromverbrauch in North Dakota zeigt derzeit eine interessante Verteilung zwischen fossilen Brennstoffen und kohlenstoffarmen Energieträgern. In den letzten zwölf Monaten von September 2024 bis August 2025 stammen knapp über die Hälfte des Stroms aus fossilen Brennstoffen, wobei Kohle selbst fast 53% ausmacht und Gas bei etwa 5% liegt. Auf der anderen Seite machen kohlenstoffarme Energieträger beinahe 42% der Stromerzeugung aus, wobei die Windenergie eine beeindruckende Zahl von knapp 37% erreicht und Wasserkraft fast 5% ausmacht. Diese Zahlen zeigen, dass obwohl fossile Brennstoffe noch dominieren, ein signifikanter Anteil des Stroms aus sauberen Energiequellen stammt.
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Wächst der Strom in North Dakota?
Die aktuelle Elektrizitätsnutzung von 52.890 kWh pro Person in North Dakota signalisiert einen Rückgang im Vergleich zum Rekordwert von 2022, der bei 56.849 kWh pro Person lag. Dies zeigt einen Rückgang von fast 4.000 kWh pro Person, was ein Anlass zur Sorge hinsichtlich des stagnierenden Wachstums der Stromproduktion ist. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung ist geringfügig zurückgegangen. Der neueste Wert von 21.965 kWh pro Person im Jahr 2025 liegt unterhalb des bisherigen Rekordniveaus von 2022, das bei 23.101 kWh pro Person lag. Dieser Rückschritt um mehr als 1.000 kWh pro Person ist besonders besorgniserregend, da ein Wachstum im Bereich sauberer Energie dringend benötigt wird, um den steigenden Strombedarf zu decken und die CO₂-Emissionen zu senken.
Vorschläge
Die Erhöhung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in North Dakota könnte durch den Ausbau der bestehenden Windkraftkapazitäten erreicht werden, die bereits einen erheblichen Beitrag leisten. Darüber hinaus könnten Lehren aus Regionen gezogen werden, die erfolgreich in Kernenergie oder Solarenergie investiert haben. Staaten wie Iowa, bekannt für ihre Windkraft mit 60%, oder Dänemark mit 59% Windanteil, könnten als Vorbilder dienen. Zudem zeigt der beachtliche Anteil von Kernenergie in Ländern wie Frankreich (70%) und US-Staaten wie Illinois (51%), dass Kernenergie eine zuverlässige Option zur sauberen Stromerzeugung darstellt. North Dakota könnte von diesen Beispielen lernen und Schritte unternehmen, um seine Infrastruktur sowohl für Wind- als auch für Kernenergie auszubauen.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in North Dakota zeugt von einem beeindruckenden Ausbau der Windenergie ab den 2000er Jahren. Bereits 2008 startete der Anstieg mit einem Zuwachs von 1,1 TWh, gefolgt von stetigem Wachstum in den Jahren, wie 1,3 TWh im Jahr 2009 und signifikanten 3,2 TWh im Jahr 2017. Dazwischen gab es einige Schwankungen, wie der Rückgang um 0,6 TWh im Jahr 2018. Allerdings hat sich die Windenergie weiterhin stabilisiert und wurde 2025 nochmals um 0,7 TWh gesteigert. Wasserkraft trug ebenfalls zur kohlenstoffarmen Energieerzeugung bei, mit bemerkenswerten Zugewinnen, wie 0,6 TWh im Jahr 2010. Diese Entwicklung zeigt, dass North Dakota den Grundstein für eine kohlenstoffarme Zukunft gelegt hat, jedoch gleichzeitig das Potenzial hat, diese Prozesse weiter voranzutreiben.