Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Nordkorea zeigt eine interessante Mischung aus Energiequellen. Mehr als die Hälfte des Stroms, etwa 63%, wird aus kohlenstoffarmen Quellen erzeugt, wobei die Wasserkraft der dominierende Beitrag ist und fast 63% ausmacht. Fossile Brennstoffe wie Kohle sind ebenfalls signifikant, decken jedoch rund 37% des Strombedarfs ab. Dies bedeutet, dass während ein Großteil der Elektrizität aus sauberen Energiequellen stammt, fossile Brennstoffe weiterhin einen wesentlichen Teil des Energie-Mixes bilden.
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Wächst der Strom in Nordkorea?
Wenn wir den Stromverbrauch in Nordkorea betrachten, sehen wir ein rückläufiges Muster. Der aktuelle Stromverbrauch für das Jahr 2022 liegt bei 1008 kWh pro Person, was einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Rekordverbrauch von 1707 kWh pro Person im Jahr 1988 darstellt. Der Einsatz kohlenstoffarmer Energie pro Person ist ebenfalls gesunken, von einem Höhepunkt von 739 kWh im Jahr 1990 auf derzeit 636 kWh. Diese Abnahme sowohl in der Gesamtnutzung als auch in der Nutzung sauberer Energie ist besorgniserregend, insbesondere angesichts des globalen Trends hin zu mehr Elektrifizierung durch sauberen Strom.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Energieerzeugung in Nordkorea zu steigern, könnten wir von anderen Regionen lernen, die erfolgreich auf saubere Energie setzen. Regionen wie Frankreich und die Slowakei, die stark auf Kernenergie setzen, erzeugen 70% bzw. 66% ihres Stroms aus dieser Quelle. Länder wie Iowa und Dänemark erreichen bemerkenswerte Anteile von 60% und 58% durch Windenergie. Solarenergie könnte ebenfalls ein bedeutender Kandidat sein, wie in Kalifornien zu sehen, wo sie 29% des Stroms ausmacht. Die Investition in eine Kombination aus Solar- und Kernenergie könnte Nordkorea auf einen nachhaltigeren und klimafreundlicheren Weg bringen.
Geschichte
In der Geschichte Nordkoreas zeigt sich, dass die kohlenstoffarme Stromerzeugung in früheren Zeiten schwankte. In den frühen 1980er Jahren bis Ende 1988 wuchs die Wasserkraft kontinuierlich, um in den folgenden Jahren mehrfach zu sinken, insbesondere 1992 bis 1997 und im Jahr 2015, was zu einer bemerkenswerten Verringerung der Produktion führte. Jedoch erholte sie sich 2016 und erlebte eine weitere bedeutende Steigerung im Jahr 2021. Diese zyklischen Schwankungen deuten darauf hin, dass eine konstante und zuverlässige Investitionsstrategie notwendig ist, um Stagnationen oder Rückschläge in der kohlenstoffarmen Stromproduktion zu vermeiden und eine nachhaltige Energiezukunft zu sichern.




