Derzeit basiert der Großteil des Stromverbrauchs in Nordkorea auf kohlenstoffarmen Energiequellen, die mehr als 63% des Strommixes ausmachen. Ein großer Teil davon, nämlich fast zwei Drittel, wird durch Wasserkraft bereitgestellt. Dennoch wird mehr als ein Drittel des Stroms durch fossile Brennstoffe erzeugt, wobei Kohle allein fast 35% des Strommixes ausmacht. Während die starke Abhängigkeit von Wasserkraft zu einer relativ hohen Quote kohlenstoffarmer Energie führt, gibt es noch erheblichen Raum für die Diversifizierung durch andere kohlenstoffarme Energiequellen wie Solar- und Kernenergie, um den Anteil der fossilen Energie weiter zu reduzieren.
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Wächst der Strom in Nordkorea?
Die derzeitige Stromverbrauchssituation in Nordkorea zeigt einen besorgniserregenden Rückgang im Vergleich früherer Höchststände. Die aktuelle Pro-Kopf-Stromnutzung liegt bei nur 1008 kWh, was einen signifikanten Rückgang von 699 kWh im Vergleich zum Jahr 1988 darstellt. Ein ähnlicher Trend ist auch bei der Nutzung kohlenstoffarmer Energie zu beobachten, die von einem Spitzenwert von 739 kWh im Jahr 1990 auf aktuelle 636 kWh gefallen ist. Diese Abnahme deutet auf stagnierende oder sogar rückläufige elektrische Infrastrukturen hin, was angesichts der globalen Bestrebungen, die Elektrifizierung voranzutreiben und den CO2-Ausstoß zu senken, Anlass zur Besorgnis gibt.
Vorschläge
Nordkorea kann von erfolgreichen Regionen lernen, um den Anteil kohlenstoffarmer Energie zu erhöhen. Frankreich und die Slowakei zeigen mit einem hohen Anteil der Stromerzeugung aus Kernenergie (über 65%), dass der Ausbau dieser Technologie eine zuverlässige Möglichkeit bietet, den fossilen Anteil zu senken. Dänemark und Iowa sind Beispiele für die erfolgreiche Integration von Windenergie, die in diesen Regionen jeweils 60% und 58% des Stroms ausmacht. Außerdem gibt es Staaten wie Nevada und Kalifornien, die mehr als 30% ihrer Elektrizität aus Solarenergie beziehen. Nordkorea könnte diese Entwicklungen als Vorbild nehmen und in solche nachhaltigen, kohlenstoffarmen Energiequellen investieren, um eine sauberere und stabilere Energiezukunft zu sichern.
Geschichte
In den frühen 1980er Jahren verzeichnete Nordkorea kontinuierliche Zuwächse bei der Stromerzeugung aus Wasserkraft, mit jährlichen Steigerungen von 1 TWh. Mitte der 1980er Jahre wurden diese Zuwächse noch deutlicher, bevor es in den frühen 1990er Jahren zu mehreren Jahren mit rückläufiger Stromerzeugung kam, insbesondere nach 1992. Nach einem leichten Anstieg in den frühen 2000er Jahren erlebte die Wasserkrafterzeugung 2015 einen starken Rückgang von 3 TWh. Eine bemerkenswerte Erholung folgte ab 2016, mit einem besonders signifikanten Anstieg von 3,3 TWh im Jahr 2021. Diese Schwankungen deuten auf die Herausforderungen hin, denen Nordkorea bei der Stabilisierung seines kohlenstoffarmen Stromangebotes gegenübersteht. Eine kritischere Betrachtung und der Aufbau einer breiteren kohlenstoffarmen Energieinfrastruktur könnten diese Schwankungen minimieren und den Weg zu einer robusteren Energiezukunft ebnen.





