In Montenegro wurde der Verbrauch von elektrischer Energie in den letzten zwölf Monaten, von Juli 2025 bis Juni 2026, von kohlenstoffarmen Quellen wie Wasserkraft und Wind dominiert, während fossile Brennstoffe ebenfalls eine Rolle spielten. Mehr als die Hälfte der Elektrizität, nämlich 64,37%, stammt aus kohlenstoffarmen Quellen, wobei Wasserkraft mit 51,56% den größten Anteil darstellt. Windenergie trägt 8,64% und Solarenergie 4,15% bei. Fossile Brennstoffe machen 21,28% der Elektrizität aus, wobei Kohle denselben Anteil hat. Darüber hinaus beträgt der Anteil der Netto-Importe 14,35%. Der Einsatz von kohlenstoffarmer Energie zeigt, dass Montenegro auf einem positiven Kurs in Richtung nachhaltiger Energieerzeugung ist, jedoch bleibt noch Verbesserungspotenzial, insbesondere im Ausbau von Wind- und Solarenergie.
Wächst der Strom in Montenegro?
Die Elektrizitätsnutzung pro Person in Montenegro ist im Vergleich zu früheren Spitzenwerten gesunken. Die aktuellsten Zahlen belegen, dass im Jahr 2026 der Verbrauch bei 5547 kWh pro Person liegt, was einen Rückgang von 2065 kWh im Vergleich zum Höchstwert im Jahr 2006 bedeutet. Ebenso ist die Erzeugung aus kohlenstoffarmen Quellen pro Person von 4351 kWh im Jahr 2010 auf 3571 kWh gefallen, was einen Rückgang um 780 kWh darstellt. Diese Zahlen verdeutlichen, dass trotz des Potentials der kohlenstoffarmen Energieerzeugung, der Gesamtenergieverbrauch in Montenegro nicht wächst, sondern stagniert oder sogar rückläufig ist, was Grund zur Sorge gibt, besonders angesichts der Notwendigkeit, den zukünftigen Bedarf an Elektrizität zu decken.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Elektrizitätsproduktion in Montenegro zu erhöhen, könnte das Land von erfolgreichen Regionen lernen, in denen Wind- und Solarenergie stark genutzt werden. Zum Beispiel hat Dänemark 57% seiner Elektrizität aus Windenergie generiert, und Nevada bezieht 35% aus Solarenergie. Kernenergie ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der kohlenstoffarmen Energieerzeugung, mit Ländern wie Frankreich und der Slowakei, wo über 60% der Elektrizität aus Kernenergie stammen. Die Implementierung ähnlicher Technologien könnte in Montenegro die kohlenstoffarme Energieproduktion fördern. Der Bau oder die Erweiterung von Kernkraftwerken, zusammen mit dem Ausbau der Solarenergie, können signifikant zur Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen beitragen und gleichzeitig Luftverschmutzung und Klimawandel bekämpfen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Elektrizitätserzeugung in Montenegro zeigt eine vorwiegend auf Wasserkraft basierte Entwicklung, die über die Jahre Schwankungen aufwies. In den frühen 2000er Jahren gab es positive Wachstumsjahre wie 2009 und 2010, als die Elektrizität aus Wasserkraft um jeweils 0,5 TWh und 0,7 TWh zunahm. Allerdings waren die 2010er Jahre von häufigen Rückgängen geprägt, wie z.B. 2011 mit einem Rückgang von 1,5 TWh und weiteren Rückgängen in den Jahren 2014 und 2017. In jüngerer Zeit, besonders im Jahr 2023, stieg die Wasserkrafterzeugung wieder um 0,8 TWh an. Diese Muster verdeutlichen die Volatilität und die Herausforderungen in der Wasserkraftnutzung, die Montenegro überwinden muss, um die Erzeugung kohlenstoffarmer Elektrizität nachhaltig zu steigern.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.










