Der gegenwärtige Zustand des Stromverbrauchs in Montenegro im Jahr 2025 zeigt ein bemerkenswertes Gleichgewicht zwischen kohlenstoffarmen und fossilen Energiequellen. Mehr als die Hälfte des Stroms stammt aus kohlenstoffarmen Energiequellen, wobei die Wasserkraft mit fast 43 % den größten Anteil ausmacht. Windenergie trägt mit etwa 9 % bei, und Solarenergie deckt rund 2 % des Verbrauchs ab. Auf der anderen Seite entfallen etwa 30 % des Stroms auf Netto-Importe, während die fossilen Brennstoffe, konkret Kohle, etwa 16 % abdecken. Diese Verteilung zeigt ein ermutigendes Engagement für umweltfreundlichere Energiequellen und gibt Hoffnung auf einen nachhaltigen Weg in die Zukunft.
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Wächst der Strom in Montenegro?
Allerdings ist die Stromnachfrage im Land im Vergleich zu den historischen Höchstwerten gesunken. Im Jahr 2025 liegt der Stromverbrauch bei 5293 kWh pro Person, was einen Rückgang von 2319 kWh im Vergleich zum Höchststand im Jahr 2006 bedeutet. Ähnlich verhält es sich mit der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die sich auf 2861 kWh pro Person beläuft, was einen Rückgang von 1490 kWh gegenüber dem früheren Rekord im Jahr 2010 darstellt. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, da ein Rückgang sowohl beim allgemeinen als auch beim kohlenstoffarmen Stromkonsum das Potenzial hat, negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Stabilität und die Umweltziele des Landes zu haben.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Energieerzeugung in Montenegro zu erhöhen, könnte das Land von erfolgreichen Regionen lernen, die einen hohen Anteil von Solar- und Kernenergie nutzen. Beispielsweise zeigt Nordmazedonien mit 49 % und Kalifornien mit 31 % eindrucksvoll, wie bedeutend Solarenergie für die Stromerzeugung ist. Zudem könnte Montenegro den Weg von Ländern wie Frankreich und der Slowakei einschlagen, die mit über 60 % einen großen Teil ihres Stroms durch Kernenergie erzeugen. Indem Montenegro seine Investitionen in Solar- und Kernkraft erhöht, könnte es die Belastung durch fossile Brennstoffe verringern und sich dem Ziel nähern, eine nachhaltigere und zuverlässigere Energieversorgung zu gewährleisten.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Montenegro gab es deutliche Schwankungen in der Wasserkraftnutzung. In den späten 2000er Jahren war Wasserkraft von häufiger Instabilität geprägt, mit Erhöhungen wie 2009 und Rückgängen, insbesondere ein ausgeprägter Rückgang im Jahr 2011. Die darauffolgenden Jahre bis 2025 zeigten durch abwechselnde Zuwächse und Rückgänge der Wasserkrafterzeugung ebenfalls eine unstete Entwicklung. Auch wenn es positive Schritte gegeben hat, bleibt die Herausforderung bestehen, eine kontinuierlich steigende und stabile kohlenstoffarme Stromerzeugung aufrechtzuerhalten, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Umweltbelastungen zu minimieren.


