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Elektrizität in Montenegro im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Aug. 2025 – Juli 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
3.599 kWh/person -752
Gesamtelektrizität
5.492 kWh/person -2.119
Kohlenstoffarmer Elektrizität
66 % -2,8
Kohlenstoffintensität
259 gCO2eq/kWh -6,0

Von August 2025 bis Juli 2026 stammten in Montenegro rund zwei Drittel des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Wasserkraft lieferte mit gut 52 % mehr als die Hälfte, gefolgt von Wind mit etwa 9 % und Solarenergie mit gut 4 %. Fossile Brennstoffe deckten knapp ein Viertel des Stromverbrauchs ab, ausschließlich durch Kohle. Die übrigen knapp 10 % entfielen auf Netto-Importe; deren Aufteilung nach kohlenstoffarmen und fossilen Quellen geht aus den Daten nicht hervor.

Wächst der Strom in Montenegro?

Gegenüber den historischen Höchstständen ist Montenegros Stromversorgung pro Kopf deutlich zurückgefallen. Der Stromverbrauch lag 2026 bei rund 5.500 kWh pro Person und damit etwa 2.100 kWh beziehungsweise 28 % unter dem Rekord von 2006 mit rund 7.600 kWh. Die kohlenstoffarme Stromerzeugung erreichte zuletzt rund 3.600 kWh pro Person – etwa 750 kWh beziehungsweise 17 % weniger als beim Höchststand von 2010. Diese Rückstände sind besorgniserregend, gerade angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI. Ob der Verbrauch zuletzt gegenüber dem unmittelbar vorhergehenden Jahr gewachsen ist, lässt sich aus diesen Rekordvergleichen allerdings nicht erkennen.

Vorschläge

Für mehr sauberen Strom sollte Montenegro insbesondere Solarenergie ausbauen und zusätzliche Windkraft sowie Kernenergieoptionen prüfen. Nahe gelegene Regionen liefern passende Vorbilder: Nordmazedonien erzeugt 40 % seines Stroms aus Solarenergie, Albanien 18 % und Griechenland 17 %. Griechenland zeigt mit einem Windanteil von 21 % außerdem, wie Windkraft die saubere Stromerzeugung ergänzen kann. Bei der Kernenergie bieten Slowenien mit 40 % und Bulgarien mit 37 % ihres jeweiligen Stromaufkommens regionale Orientierung. Montenegro könnte daraus Ansätze für eigene Projekte oder regionale Kooperationen ableiten. Ein breiterer kohlenstoffarmer Strommix würde die Wasserkraft ergänzen, mehr Strom für künftige Anwendungen bereitstellen und Kohleverstromung samt klimaschädlichen Emissionen und Luftverschmutzung zurückdrängen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die vorliegenden historischen Veränderungen der kohlenstoffarmen Stromerzeugung betreffen ausschließlich Wasserkraft und zeigen starke Schwankungen. Nach einem Rückgang um 0,5 TWh im Jahr 2007 folgten bis 2010 drei Zuwächse von zusammen 1,5 TWh. Besonders ausgeprägt waren die Ausschläge in den 2010er-Jahren: Auf einen Einbruch um 1,5 TWh im Jahr 2011 folgte bis 2013 eine Erholung um insgesamt 1,3 TWh. Weitere Rückgänge wechselten sich mit Zuwächsen ab; hervorzuheben sind das Minus von 0,8 TWh im Jahr 2017 und das Plus von 1,1 TWh im Jahr 2018. Auch von 2019 bis 2026 setzte sich dieses wechselhafte Muster fort: Zuwächsen 2021 und 2023 standen Rückgänge in mehreren anderen Jahren gegenüber, bevor 2026 wieder ein Plus von 0,4 TWh erreicht wurde. Dieser jüngste Anstieg ist erfreulich, doch ein anhaltender Wachstumspfad ist in der Datenreihe noch nicht erkennbar.

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Aug. 2025 – Juli 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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