Derzeit stammt knapp die Hälfte des Stroms in Montenegro aus kohlenstoffarmen Quellen, wobei die Wasserkraft mit etwa 39 % den größten Teil davon ausmacht. Fossile Brennstoffe, hauptsächlich Kohle, machen etwa 14 % aus, während der Wind und die Sonnenernergie etwa 10 % beitragen. Ein bemerkenswerter Anteil des Strombedarfs wird jedoch durch Netto-Importe gedeckt, die mehr als ein Drittel ausmachen. Diese Zusammensetzung zeigt, dass Montenegro bereits eine bedeutende Menge an Strom aus sauberen Quellen gewinnt, es aber noch Raum zur Verbesserung gibt, insbesondere im Hinblick auf die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Importen.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, ENTSOE, Eurostat und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Montenegro?
Die Elektrizitätskonsumption in Montenegro zeigt einen deutlichen Rückgang. 2025 liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei 5817 kWh, das sind fast 1800 kWh weniger als im Rekordjahr 2006. Auch bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung gibt es einen Rückgang: Der aktuelle Pro-Kopf-Wert beträgt 2861 kWh, während der Höchstwert im Jahr 2010 bei 4351 kWh lag. Dies zeigt eine beunruhigende Tendenz, da der Verbrauch und die Erzeugung kohlenstoffarmer Energie rückläufig sind, obwohl der Bedarf an sauberer Energie weltweit steigt, um den fortschreitenden Klimawandel zu bekämpfen.
Vorschläge
Um die Produktion kohlenstoffarmer Energie in Montenegro zu steigern, wäre die verstärkte Nutzung von Solar- und Windkraft eine vielversprechende Strategie. Länder wie Dänemark und Iowa haben gezeigt, dass der Wind mehr als die Hälfte des Strombedarfs decken kann, während Kalifornien und Chile mit einem Anteil von rund 30 % bei der Solarenergie vorangehen. Die Implementierung von Kernenergie, wie in Frankreich und der Slowakei, könnte einen erheblichen Beitrag zur weiteren Reduzierung fossiler Brennstoffe leisten. Durch Investitionen in diese Technologien könnte Montenegro nicht nur seinen inländischen Strombedarf decken, sondern auch seinen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel steigern.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Montenegro zeigt einige Auf- und Abschwünge, insbesondere in der Wasserkraft. In den frühen 2010er Jahren gab es eine Reihe von Schwankungen mit einem Höhepunkt im Jahr 2013, gefolgt von mehreren Jahren des Rückgangs. Seit 2016 sind die Veränderungen moderat, mit leichten Rückgängen und Steigerungen, die eine gewisse Stabilisierung andeuten. Diese Geschichte unterstreicht die Notwendigkeit für langfristige und konsistente Investitionen in saubere Energiequellen, um Schwankungen zu reduzieren und eine kontinuierliche Zunahme der kohlenstoffarmen Energieerzeugung sicherzustellen.





