Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Kirgisistan im Jahr 2024 zeigt, dass ein überwältigender Anteil, mehr als drei Viertel, aus kohlenstoffarmen Quellen stammt, insbesondere aus Wasserkraft. Fossile Brennstoffe machen knapp 12% des Stroms aus, während sich die Netto-Importe auf etwa 10% belaufen. Kohle trägt mit ungefähr 9% zum Strommix bei. Diese Dominanz der Wasserkraft bei der Stromerzeugung zeigt die Vorreiterrolle von Kirgisistan bei der Nutzung sauberer und nachhaltiger Energiequellen, während der geringe Anteil fossiler Brennstoffe ein gutes Beispiel für umweltfreundliche Energienutzung darstellt.
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Wächst der Strom in Kirgisistan?
Trotz des hohen Anteils kohlenstoffarmer Energie hat sich der Gesamtstromverbrauch pro Kopf im Laufe der Jahre stark reduziert. Der Verbrauch von 1100 kWh pro Person im Jahr 2024 markiert einen deutlichen Rückgang verglichen mit dem Rekordwert von 3528 kWh pro Person im Jahr 1990. Das zeigt einen Rückgang von 2428 kWh pro Person. Auch bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung sehen wir einen Rückgang von 1707 kWh pro Person im Vergleich zu den Spitzenwerten von 1996. Dieses Sinken deutet darauf hin, dass der Energieverbrauch im Land stagniert oder sogar rückläufig ist, was besorgniserregend ist, vor allem angesichts der Notwendigkeit, den wachsenden Bedarf an sauberem Strom zu decken.
Vorschläge
Um den Anteil an kohlenstoffarmer Stromerzeugung zu steigern, könnte Kirgisistan von erfolgreichen Regionen wie Dänemark, Iowa und South Dakota lernen, die einen hohen Anteil ihrer Stromerzeugung aus Windenergie beziehen. Zudem könnte der Ausbau von Solarenergie, wie es beispielsweise in Nevada und Kalifornien der Fall ist, eine sinnvolle Ergänzung sein. Kernenergie könnte ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, wie es in Frankreich, der Slowakei und New Hampshire bereits erfolgreich praktiziert wird. Diese Kombination aus Wind, Solar und Kernenergie könnte eine stabile und nachhaltige Lösung für den steigenden Energiebedarf Kirgisistans bieten und gleichzeitig zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen beitragen.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Kirgisistan ist die Dominanz der Wasserkraft unverkennbar. Zu Beginn der 1990er Jahre erlebte die Wasserkraft eine Phase des Wachstums mit einigen Erhöhungen Mitte der Dekade, aber auch Rückschläge, die sich in den späten 1990er Jahren und den frühen 2000er Jahren häuften. Die ersten zwei Dekaden des 21. Jahrhunderts waren durch sporadische Anstiege, aber auch Rückgänge gekennzeichnet. Besonders das Jahr 2024 zeigt mit einem deutlichen Rückgang von 4,6 TWh im Vergleich zum Vorjahr eine besorgniserregende Entwicklung. Diese Schwankungen unterstreichen die Notwendigkeit, das Energiesystem zu diversifizieren und auf stetige und zuverlässige kohlenstoffarme Quellen wie Solar- und Kernenergie zu setzen.





