Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Kirgisistan zeigt eine starke Abhängigkeit von kohlenstoffarmen Energiequellen. Mehr als drei Viertel des Stroms - rund 78% - stammen aus kohlenstoffarmen Quellen, wobei die Wasserkraft die dominierende Rolle spielt. Fossile Brennstoffe tragen nur zu etwa 12% des Strommixes bei, was deutlich zeigt, dass Kirgisistan auf kohlenstoffärmere Alternativen setzt. Dennoch sind netto mehr als 10% der Elektrizität Importstrom, was auf eine gewisse Abhängigkeit von externen Quellen hindeutet. Kohle macht dabei etwas weniger als ein Zehntel der gesamten Stromproduktion aus.
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Wächst der Strom in Kirgisistan?
Beim genaueren Hinsehen auf die Wachstumsraten der Stromerzeugung fällt auf, dass Kirgisistan eine Besorgnis erregende Stagnation aufweist, ja sogar einen Rückgang. Die aktuelle Stromnutzung pro Person liegt bei nur 1.099 kWh im Jahr 2024, ein drastischer Rückgang gegenüber dem bisherigen Höchststand von 3.528 kWh im Jahr 1990. Auch die kohlenstoffarme Stromproduktion hat abgenommen, von einem Spitzenwert von 2.562 kWh pro Person im Jahr 1996 auf aktuelle 855 kWh pro Person. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, besonders angesichts der Notwendigkeit, in einer zunehmend elektrifizierten und digitalisierten Welt mehr Strom bereitstellen zu müssen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, kann Kirgisistan von anderen erfolgreichen Regionen lernen, insbesondere was die Einführung von Solar- und Kernenergie betrifft. Länder wie Armenien, das 33% seiner Elektrizität aus Kernenergie bezieht, oder Regionen wie Nevada, wo Solarenergie 33% ausmacht, sind Vorbilder. Auch der Ausbau der Windenergie könnte in Betracht gezogen werden; Iowa erzeugt beispielsweise 60% seines Stroms durch Windenergie. Angesichts der globalen Notwendigkeit, den Klimawandel zu bekämpfen und die Luftverschmutzung zu verringern, sollten diese Optionen ernsthaft in Betracht gezogen werden.
Geschichte
In der historischen Betrachtung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Kirgisistan fällt auf, dass die Entwicklung stark schwankend war. In den frühen 1990er Jahren gab es einige Zuwächse, etwa 1994 und 1996, während der Zeitraum um die Jahrtausendwende von häufigen Rückgängen geprägt war. Besonders auffällig sind die Abnahmen in den Jahren 2008, 2015 und zuletzt im Jahr 2024, was einen nachhaltigen Rückgang kennzeichnet. Diese unbeständige Entwicklung der Wasserkraft verdeutlicht die Notwendigkeit, das Energiemodell des Landes durch den Ausbau anderer kohlenstoffarmer Energiequellen zu diversifizieren.




