In Äquatorialguinea dominiert der Verbrauch an Elektrizität aus fossilen Brennstoffen größtenteils, wobei Gas mit fast 70 % den größten Anteil ausmacht. Die kohlenstoffarmen Quellen tragen mit etwas mehr als 30 % bei, wobei die Wasserkraft die einzige genutzte nachhaltige Quelle ist. Da fossile Brennstoffe die Hauptquelle für Stromerzeugung sind, besteht ein dringender Handlungsbedarf, um die Umweltbelastungen wie den Klimawandel und die Luftverschmutzung zu mindern, indem kohlenstoffarme Quellen für die Stromerzeugung verstärkt genutzt werden.
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Wächst der Strom in Äquatorialguinea?
Im Jahr 2023 verzeichnete Äquatorialguinea einen Rückgang des Stromverbrauchs auf 850 kWh pro Person, verglichen mit dem Rekordjahr 2014, als der Verbrauch bei 1209 kWh pro Person lag. Der Rückgang von 359 kWh pro Person ist besorgniserregend und zeigt eine stagnierende oder rückläufige Entwicklung in der Elektrifizierung des Landes. Auch die Erzeugung auf nachhaltige Weise, insbesondere kohlenstoffarme Elektrizität, ist von früheren Jahren spürbar gesunken. Die Erzeugung kohlenstoffarmen Stroms lag bei 265 kWh pro Person, was eine Reduktion von 125 kWh im Vergleich zum Höhepunkt 2015 mit 390 kWh pro Person bedeutet. Diese negativen Trends sind Anlass zur Sorge und erfordern dringende Maßnahmen zur Stabilisierung und zum Wachstum, insbesondere durch saubere Stromquellen.
Vorschläge
Um die Stromerzeugung durch kohlenstoffarme Quellen in Äquatorialguinea zu erhöhen, könnten Vorbilder wie Frankreich und die Slowakei, die stark auf Kernenergie setzen, nützlich sein, da diese Länder über 50 % ihrer Elektrizität aus Kernkraft erzeugen. Auch Regionen wie Nevada oder Libanon zeigen, dass Solarenergie bedeutende Anteile erreichen kann. Ein Ausbau der nuklearen Kapazitäten und ein gezielter Einsatz von Solarenergie könnten die richtige Strategie sein, um den Anteil kohlenstoffarmer Energie in der Stromerzeugung von Äquatorialguinea zu erhöhen und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
Geschichte
In der Vergangenheit hat die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Äquatorialguinea nahezu ausschließlich auf Wasserkraft gesetzt, wobei regelmäßige, jedoch geringe Zu- und Abnahmen in ihrer Produktion zu verzeichnen waren. In den frühen Jahren wie 1991 und 1992 bis zur frühen Jahrtausendwende stagnierte die Wasserkrafterzeugung bei null Veränderung. Erst zwischen 2012 und 2015 gab es kleine Zuwächse. Leider folgten später Jahre mit negativen oder keine Veränderungen, was zu einer insgesamt stagnierenden Situation führte. Eine Diversifizierung weg von der alleinigen Abhängigkeit von Wasserkraft hin zu einer breiteren Nutzung von Solar- und Kernkraft könnte eine nachhaltigere und robustere Energieinfrastruktur für die Zukunft des Landes schaffen.




