Äquatorialguinea bezieht seinen Strom überwiegend aus fossilen Brennstoffen, mit einem Anteil von nahezu 69%. Gas ist hier die wesentliche fossile Quelle, während die restlichen fossilen Brennstoffe unbedeutend sind. Bedeutende 31% der Stromerzeugung in Äquatorialguinea stammen jedoch aus kohlenstoffarmen Quellen, spezifisch aus Wasserkraft, was den großen Unterschied zur fossilen Erzeugung unterstreicht. Damit zählt Wasserkraft zur wichtigsten Low-Carbon-Energiequelle des Landes, was positiv für den Umwelt- und Klimaschutz ist, allerdings bleibt der Ausbau weiterer kohlenstoffarmer Energien wie Solar- oder Kernenergie notwendig, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.
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Wächst der Strom in Äquatorialguinea?
Der Stromverbrauch pro Person in Äquatorialguinea hat in den letzten Jahren abgenommen. Der aktuelle Stand von 850 kWh pro Person im Jahr 2023 liegt deutlich unter dem bisherigen Rekord von 1209 kWh pro Person aus dem Jahr 2014, was einem Rückgang von 359 kWh entspricht. Auch bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung zeigt sich ein Rückgang: Äquatorialguinea generiert derzeit 265 kWh pro Person aus kohlenstoffarmen Quellen, verglichen mit 390 kWh im Jahr 2015, also 125 kWh weniger. Diese Abnahmen deuten auf erhöhten Handlungsbedarf hin, um die Stromerzeugung und insbesondere die saubere Stromerzeugung zu steigern.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, könnte sich Äquatorialguinea an erfolgreichen Ländern orientieren, die einen hohen Anteil solcher Energien erreicht haben. Bei der Solarenergie könnte man von Ländern wie Nevada und Libanon lernen, die mehr als 30% ihrer Elektrizität aus Solarquellen beziehen. Hinzu kommt das Vorbild Frankreichs, das mit 70% aus Kernenergie eine führende Rolle einnimmt. Auch Windenergie, wie sie in Dänemark und Iowa stark genutzt wird, könnte eine Ergänzung darstellen. Durch den gezielten Einsatz solcher Technologien könnte Äquatorialguinea eine nachhaltigere und robustere Energieinfrastruktur aufbauen.
Geschichte
Ein Rückblick auf die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Äquatorialguinea zeigt, dass es seit den Jahren um 1990 kaum Fortschritte gab. Die Erzeugung aus Wasserkraft stagnierte bis zum Jahr 2012, als man einen leichten Anstieg verzeichnen konnte. Es folgten einige Jahre mit minimalem Wachstum um 2013 bis 2015, gefolgt von einem erneuten Stillstand, sogar leichtem Rückgang, und letztlich Stagnation von 2016 bis 2023. Dieses Muster deutet darauf hin, dass es an konsequenter politischer Planung und Investition zur Förderung kohlenstoffarmer Erzeugung im Land mangelt. Daher wäre eine gezielte Strategie zur Ausweitung von Solar- und Kernenergie und die Förderung neuer Technologien unerlässlich, um den Energiebereich zu transformieren und umweltfreundlicher zu gestalten.


