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Elektrizität in Thailand im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Mai 2025 – Apr. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
451 kWh/person +16
Gesamtelektrizität
3.192 kWh/person -38
Kohlenstoffarmer Elektrizität
14 % -8,6
Kohlenstoffintensität
464 gCO2eq/kWh -6,3

Von Mai 2025 bis April 2026 stammten in Thailand rund 69 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen. Gas dominierte mit etwa 56 %, gefolgt von Kohle mit 13 %. Kohlenstoffarmer Strom machte lediglich rund 14 % aus: knapp 5 % entfielen auf Solarenergie, jeweils etwa 4 % auf Biokraftstoffe und Wasserkraft sowie rund 1,5 % auf Wind. Die übrigen 17 % wurden durch Netto-Importe gedeckt, deren Zusammensetzung die vorliegenden Daten nicht ausweisen. Damit bleibt Thailands Stromversorgung stark von fossilen Brennstoffen abhängig, deren Nutzung Klimawandel und Luftverschmutzung verursacht.

Wächst der Strom in Thailand?

Beim Stromverbrauch pro Kopf zeigt sich bislang kein neuer Höchststand: Der aktuelle Wert für 2026 liegt bei rund 3.190 kWh und damit etwa 38 kWh beziehungsweise gut 1 % unter dem Rekord von 2024 mit rund 3.230 kWh. Erfreulich ist dagegen der neue Rekord bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte 451 kWh pro Kopf, gegenüber 435 kWh im Jahr 2025 – ein Zuwachs von 16 kWh oder knapp 4 %. Sauberer Strom wächst also, während der gesamte Pro-Kopf-Verbrauch unter seinem bisherigen Höchststand bleibt. Ob auch der landesweite Stromverbrauch wächst, lässt sich aus Pro-Kopf-Werten allein nicht bestimmen. Für die Elektrifizierung und den zusätzlichen Strombedarf durch KI sollte Thailand seine saubere Stromerzeugung deutlich ausbauen.

Vorschläge

Thailand sollte insbesondere Solarenergie zügig ausbauen und den Einstieg in die Kernenergie prüfen. Als asiatische Vergleichsregionen bieten Pakistan und Sri Lanka Anregungen: Solarenergie liefert dort 24 % beziehungsweise 15 % der Stromerzeugung. Auch der US-Bundesstaat Kalifornien zeigt mit 31 %, welchen großen Beitrag Solarstrom leisten kann. Bei der Kernenergie kann Thailand von Südkorea lernen, das rund ein Viertel seines Stroms damit erzeugt, sowie von den Vereinigten Arabischen Emiraten mit 20 %. Ergänzend verdient Wind einen gezielten Ausbau an geeigneten Standorten; Uruguay erreicht damit etwa ein Drittel seiner Stromerzeugung. Langfristige Ausbauziele, verlässliche Investitionsbedingungen und leistungsfähige Stromnetze könnten Thailand helfen, diese Beispiele an die eigenen Gegebenheiten anzupassen und mehr kohlenstoffarmen Strom bereitzustellen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Mai 2025 – Apr. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Historisch war Thailands kohlenstoffarme Stromerzeugung zunächst vor allem durch schwankende Wasserkraft geprägt. In den späten 1980er-Jahren stieg deren Erzeugung 1986 und 1989 jeweils um 1,8 TWh; 1995 kamen 2,2 TWh hinzu, bevor 1998 und 1999 Rückgänge von zusammen 3,6 TWh folgten. In den 2000er-Jahren gab es deutliche Zuwächse, darunter 2,5 TWh im Jahr 2000 und 2,3 TWh im Jahr 2006. Die 2010er-Jahre blieben wechselhaft: Wasserkraft legte 2011 und 2018 um 2,6 beziehungsweise 2,9 TWh zu, sank jedoch 2013 um 3 TWh und 2015 um 1,8 TWh. Bei Biokraftstoffen folgten auf Zuwächse von 2,3 TWh im Jahr 2013 und 10,8 TWh im Jahr 2016 Rückgänge von 2,6 TWh 2017 und 3,6 TWh 2019; Wind steuerte 2019 zusätzlich 2 TWh bei. Nach einem Wasserkraftrückgang um 1,8 TWh im Jahr 2020 folgte 2022 ein Plus von 2,1 TWh. Besonders erfreulich war 2025 der Solarzuwachs von 4,5 TWh, während die Stromerzeugung aus Biokraftstoffen um 4,2 TWh sank. Diese Entwicklung unterstreicht, wie wichtig ein stetiger Ausbau insbesondere von Solar- und künftig auch Kernenergie für eine wachsende saubere Stromversorgung ist.

* 12M = Letzte 12 Monate (Mai 2025 – Apr. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Mai 2025 – Apr. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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