Elektrizität in Thailand im Jahr 2024/2025
In den letzten zwölf Monaten, beginnend im August 2024 und endend im Juli 2025, bestand der Großteil der Stromerzeugung in Thailand aus fossilen Brennstoffen, die mehr als zwei Drittel des gesamten Strommix ausmachten. Besonders ausgeprägt war der Anteil von Gas, mit etwa 56 %, gefolgt von Kohle, die fast 15 % des Stroms bereitstellte. Netto-Importe trugen ebenfalls etwa 16 % zur Stromerzeugung bei. Im Gegensatz dazu stammte nur ein kleiner Anteil, etwa 13,5 %, des Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen, darunter Biokraftstoffe, Solar- und Windenergie sowie Wasserkraft. Dies zeigt das dominierende Gewicht der fossilen Brennstoffe im Strommix, während die Bemühungen um eine nachhaltigere Energieerzeugung noch relativ niedrig sind.
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Wächst der Strom in Thailand?
Es gibt Anzeichen dafür, dass der Stromverbrauch in Thailand möglicherweise rückläufig ist, was Anlass zur Sorge gibt. Der jüngste Stromverbrauch pro Kopf: 3135 kWh im Jahr 2025 lag unter dem bisherigen Rekord von 3254 kWh im Jahr 2024, was einer Verringerung um 119 kWh pro Person entspricht. Auch der Anteil der kohlenstoffarmen Stromerzeugung hat abgenommen, mit 422 kWh pro Person im Jahr 2025 im Vergleich zu einem früheren Rekord von 475 kWh im Jahr 2019, was einer Abnahme von 54 kWh pro Person entspricht. Dieses rückläufige Wachstum ist alarmierend, besonders in einer Zeit, in der saubere Energieerzeugung wichtiger denn je ist, um den Klimawandel zu bekämpfen und die Luftqualität zu verbessern.
Vorschläge
Um den Anteil der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Thailand zu erhöhen, sollte man sich erfolgreiche Vorbilder anschauen, insbesondere jene Länder, die erhebliche Fortschritte im Bereich Solar- und Kernenergie erzielt haben. Libanon und Nevada haben beeindruckende Fortschritte bei der Solarenergie gemacht, wobei etwa 31 % bzw. 30 % ihres Stroms aus Solarquellen stammen. Ebenso könnten Staaten wie Iowa und Dänemark Beispiele für die erfolgreiche Integration von Windenergie darstellen, mit Anteilen von mehr als 49 %. Besonders hervorzuheben sind jedoch Länder wie Frankreich und die Slowakei, die mit Kernenergie fast zwei Drittel ihres Strombedarfs decken. Diese Vorbilder zeigen, dass eine verstärkte Investition in Solar- und Kernenergie auch in Thailand den Anteil an kohlenstoffarmer Stromerzeugung rasch erhöhen könnte.
Geschichte
In der Vergangenheit hat Thailand immer wieder Anstiege und Rückgänge bei seiner kohlenstoffarmen Stromerzeugung erlebt. Besonders auffällig war in den 1980er und 1990er Jahren das Wachstum der Wasserkraft, mit Spitzen im Jahr 1986, 1989 und 1995. Ab dem Jahr 2000 waren jedoch auch deutliche Rückgänge zu verzeichnen, wie 2013 und 2020, was den unbeständigen Charakter dieser Energiequelle zeigt. In den 2010er Jahren war zudem ein Aufschwung bei Biokraftstoffen und Windenergie zu beobachten, mit einem deutlichen Anstieg im Jahr 2016 und 2019. Kürzlich, im Jahr 2025, gab es einen bedeutenden Anstieg bei der Solarenergie um 2,1 TWh, was einen positiven Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Energiezukunft für Thailand darstellt. Dennoch bleibt viel zu tun, um die kohlenstoffarme Stromerzeugung signifikant auszuweiten.