Elektrizität in Thailand im Jahr 2024
Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Thailand zeigt, dass mehr als zwei Drittel der Energie aus fossilen Brennstoffen stammt. Gas ist hierbei der größte Anteil mit fast 60%, gefolgt von Kohle mit über 14%. Netto-Importe spielen ebenfalls eine Rolle und decken fast 15% der Nachfrage. Im Gegensatz dazu machen kohlenstoffarme Energiequellen nur etwa 13% des Energieangebots aus, mit Biokraftstoffen als bedeutendster Vertreter mit knapp 6%, Wasserkraft mit etwa 3%, und Solar- sowie Windenergie, die jeweils knapp 4% beitragen. Angesichts der Auswirkungen von Klimawandel und Luftverschmutzung ist es entscheidend, dass Thailand den Anteil an sauberen Energien, insbesondere Kernenergie und Solar, drastisch erhöht.
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Wächst der Strom in Thailand?
Der Stromverbrauch pro Kopf in Thailand hat sich verbessert, da der neueste Wert im Jahr 2024 bei 3254 kWh pro Person liegt, was einen signifikanten Anstieg von 171 kWh gegenüber dem Vorjahr 2023 darstellt. Diese positive Entwicklung verdeutlicht die steigende Nachfrage nach Strom im Land. Allerdings bleibt der Anteil der kohlenstoffarmen Energieerzeugung mit 413 kWh pro Kopf unter dem Rekord von 2018 mit 420 kWh. Es ist enttäuschend zu sehen, dass die Erzeugung kohlenstoffarmer Energie zurückgegangen ist, obwohl die Gesamtstromnutzung gestiegen ist. Diese Zahlen verdeutlichen die dringende Notwendigkeit für Thailand, auf eine nachhaltigere Stromerzeugung umzusteigen.
Vorschläge
Thailand könnte von anderen Regionen lernen, um die kohlenstoffarme Energieerzeugung zu erhöhen. Beispielsweise erzeugt Deutschland fast ein Drittel seines Stroms aus Windkraft, und Nevada erreicht einen ähnlichen Anteil mit Solarenergie. Die erfolgreiche Integration von Kernenergie in Ländern wie Frankreich, die 70% ihres Stroms aus Kernkraft beziehen, zeigt das Potenzial dieser Energiequelle. Um eine nachhaltige und stabile Energieversorgung zu sichern, sollte Thailand sowohl in Solar- als auch in Kernenergie investieren. Diese Quellen bieten eine verlässliche und saubere Option, um den steigenden Bedarf und die Umstellung auf ein elektrifiziertes Wirtschaftssystem zu unterstützen.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Thailand spielte Wasserkraft in den 1980er Jahren eine zentrale Rolle und zeigte einige Zuwächse, wie etwa 1981 und 1989 mit jeweils 1,6 TWh und 1,8 TWh. In den späten 1990er Jahren und frühen 2000er Jahren gab es jedoch ein Auf und Ab mit einem beträchtlichen Rückgang im Jahr 1998 um 2 TWh. Besonders bemerkenswert ist die Zunahme der Biokraftstoffe im Jahr 2016 um starke 10,8 TWh, gefolgt von einem Rückgang in den folgenden Jahren. Insgesamt zeigt die Geschichte, dass es Zeiträume des Wachstums und des Rückgangs gibt, wobei das Potenzial kohlenstoffarmer Quellen noch nicht voll ausgeschöpft ist. Eine stärkere Investition in stabilere und effektivere Technologien wie Solar- und Kernkraft ist dringend notwendig, um eine nachhaltige Energiezukunft zu sichern.




