Elektrizität in Thailand im Jahr 2025
Derzeit wird der größte Teil des Stroms in Thailand aus fossilen Brennstoffen gewonnen. Gas dominiert mit mehr als der Hälfte der gesamten Stromerzeugung, während Kohle fast ein Fünftel der Stromversorgung ausmacht. Netto-Importe tragen ebenfalls mit etwa einem Sechstel zum Energiemix bei. Verglichen damit machen kohlenstoffarme Energiequellen einen kleineren Anteil aus: Biofuels, Solarenergie und Wasserkraft tragen jeweils etwa 3-4% zur Elektrizitätsversorgung bei, während die Windkraft einen geringen Anteil beisteuert. Insgesamt setzt Thailand nur weniger als ein Siebtel auf kohlenstoffarme Energiequellen, was zeigt, dass hier deutliches Potenzial für eine nachhaltigere Stromerzeugung liegt.
Wächst der Strom in Thailand?
Bei der Betrachtung des Stromverbrauchs in Thailand zeigt sich eine leichte Abnahme im Vergleich zum Vorjahr. Der jüngste Stromverbrauch pro Person liegt bei 3134 kWh, während er 2024 noch 3231 kWh betrug. Allerdings gibt es positive Entwicklungen im Bereich kohlenstoffarmer Energien. Der Pro-Kopf-Anteil an Strom aus kohlenstoffarmen Quellen erreichte 2025 insgesamt 435 kWh und stellt damit eine Verbesserung gegenüber dem früheren Höchststand im Jahr 2018 dar. Diese gemischten Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit einer stärkeren Fokussierung auf nachhaltige Energieerzeugung, um sowohl den Verbrauch zu steigern als auch die Umweltbelastung zu reduzieren.
Vorschläge
Thailand könnte von anderen Ländern lernen, wie es seinen Anteil an kohlenstoffarmer Energie erhöhen kann. Beispielsweise haben Dänemark und Iowa beeindruckende Anteile ihrer Elektrizität aus Windenergie erzeugt, während Frankreich und die Slowakei den größten Teil ihrer Energie aus Kernenergie beziehen. Solarenergie ist ebenfalls vielversprechend, wie zum Beispiel in Kalifornien zu sehen. Daher könnte eine verstärkte Investition in Solar- und Kernenergie Thailands Energiemix diversifizieren und nachhaltiger gestalten. Durch die Kombination dieser Strategien könnte Thailand seinen CO2-Fußabdruck verringern und gleichzeitig seine Energieunabhängigkeit stärken.
Geschichte
In der Vergangenheit erlebte Thailand im Bereich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung wechselhafte Entwicklungen. In den späten 1980er und 1990er Jahren sah die Wasserkraft einige Höhepunkte, gefolgt von Rückgängen. Seit der Jahrtausendwende hat Wasserkraft weiterhin Schwankungen erlebt, wobei der stärkste Anstieg 2020 und ein erneuter Rückgang 2015 verzeichnet wurden. Biofuels erlebten 2016 einen erheblichen Zuwachs, gefolgt von Rückgängen in den folgenden Jahren. Im Jahr 2025 gab es einen bedeutenden Anstieg der Solarenergieergeneration, was einen hoffnungsvollen Weg für die Zukunft der thailändischen Stromerzeugung aufzeigt.



