In Sri Lanka stammten im Jahr 2024 mehr als die Hälfte des Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Rund 37% kamen aus Wasserkraft, während Solar- und Windenergie zusammen etwa 18% ausmachten, wobei Solarstrom mit knapp 14% der deutlich größere Beitrag unter den beiden war. Der verbleibende Anteil von knapp 45% der Stromerzeugung basierte auf fossilen Brennstoffen. Dies unterstreicht die bereits stattliche Präsenz von sauberer Energie im Energiemix Sri Lankas, deutet aber auch auf Potenzial für weiteren Zuwachs an sauberer Stromerzeugung hin, insbesondere um den Anteil fossiler Energien weiter zu reduzieren.
Wächst der Strom in Sri Lanka?
Der Stromverbrauch in Sri Lanka zeigt einen Aufwärtstrend. Im Jahr 2024 lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei 818 kWh, was einen Anstieg um 48 kWh im Vergleich zum letzten Rekordjahr 2021 bedeutet. Die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Kopf stieg ebenfalls signifikant von 381 kWh im Jahr 2021 auf 451 kWh im Jahr 2024 an - ein bemerkenswerter Zuwachs von 71 kWh. Diese Entwicklung illustriert, dass Sri Lanka bestrebt ist, den Anteil an sauberer Energie nicht nur aufrechtzuerhalten, sondern auch kontinuierlich auszubauen, was sich positiv auf die Reduzierung von CO2-Emissionen auswirken kann.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung weiter auszubauen, sollte Sri Lanka verstärkt auf die Erweiterung der Solarkapazitäten setzen. Der Vergleich mit anderen Regionen zeigt, dass Ländern wie Kalifornien und Libanon mit ihren starken Solaranteilen von über 30% die Vorteile dieser Technologie bereits effektiv nutzen. Zusätzlich könnte sich Sri Lanka auch von Ländern wie Dänemark, die erfolgreich Windkraft mit einem Anteil von 60% einsetzen, inspirieren lassen. Auch der Ausbau von Kernenergie sollte in Betracht gezogen werden, wie von Ländern wie Frankreich und Slowakei gezeigt wird, deren Stromerzeugung zu mehr als der Hälfte aus Kernenergie stammt. Diese Beispiele zeigen, wie die Nutzung einer Mischung aus Solar-, Wind- und Kernenergie Sri Lanka helfen kann, sein Ziel von mehr kohlenstoffarmer Energie und weniger Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu erreichen.
Geschichte
In der Geschichte Sri Lankas gab es wechselhafte Entwicklungen bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, insbesondere der Wasserkraft. Nach anfänglichen Zuwächsen in den 1980er Jahren, gefolgt von Rückgängen ab Mitte der 1990er Jahre, erlebte die Wasserkraft in den letzten zwei Jahrzehnten Schwankungen. Beispielsweise gab es zwischen 2013 und 2015 eine Phase der Erholung, gefolgt von weiteren Rückgängen. In den letzten Jahren, insbesondere 2021 und 2024, war jedoch wieder ein Anstieg zu verzeichnen. Ergänzend dazu trugen Wind- und Solarenergie in den letzten Jahren ebenfalls zu einem positiven Wandel bei, mit bedeutenden Zuwächsen in den Jahren 2022 und 2024. Diese Vergangenheit unterstreicht sowohl die Herausforderungen als auch die Potenziale für zukünftiges Wachstum im Bereich der kohlenstoffarmen Stromerzeugung.













