Der aktuelle Zustand des Stromverbrauchs in Slowenien im Jahr 2025 zeigt eine starke Präsenz kohlenstoffarmer Energiequellen, die mehr als drei Viertel des gesamten Stroms ausmachen, nämlich 79,19 %. Kernenergie ist der dominante Spieler in diesem Bereich und liefert über 40 % des Stroms, während Wasserkraft fast ein Drittel (knapp 31 %) beiträgt. Auf der anderen Seite stammt ungefähr ein Fünftel des Stroms aus fossilen Brennstoffen, wobei Kohle der Hauptverursacher ist und fast 14 % beträgt, gefolgt von Gas, das rund 7 % abdeckt. Solarenergie trägt fast 6 % bei, was zwar eine positive Ergänzung darstellt, aber es gibt noch erhebliches Potenzial für weiteres Wachstum in diesem Bereich.
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Wächst der Strom in Slowenien?
Im Hinblick auf das Wachstum des Stromverbrauchs in Slowenien ist ein Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren zu verzeichnen. Der aktuelle Gesamtkonsum liegt bei etwa 6289 kWh pro Person, was einen Rückgang von mehr als 2000 kWh im Vergleich zum bisherigen Rekord des Jahres 2014 darstellt. Ähnlich zeigt sich auch bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung ein Rückgang: Die aktuelle Produktion liegt bei 4980 kWh pro Person, was einen Rückgang von knapp 1500 kWh gegenüber 2014 bedeutet. Diese Rückgänge sind enttäuschend und zeigen, dass Slowenien dringend mehr Anstrengungen unternehmen muss, um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern und damit nicht nur den Stromverbrauch insgesamt, sondern auch den nachhaltigen Anteil zu erhöhen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, könnte Slowenien die vorhandene Kernkraftkapazität ausbauen, da diese bereits einen bedeutenden Teil des Stroms liefert. Andere Regionen und Länder zeigen, dass die Kombination von Wind- und Solarenergie mit Kernkraft erfolgreich sein kann. Beispielsweise könnte Slowenien von Frankreich lernen, das 70 % seines Stroms aus Kernenergie gewinnt. Auch die Solarenergie bietet erhebliches Potenzial, inspiriert von Ländern wie Chile und Griechenland mit Solaranteilen bis zu einem Viertel des Stroms. Mehr Einsatz für die Entwicklung sowohl von Kernkraft als auch von Solarenergie könnte Sloweniens Energiezukunft sicherer und nachhaltiger gestalten.
Geschichte
Der Verlauf der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Slowenien zeigt, dass es in den letzten Jahrzehnten zu mehreren bemerkenswerten Veränderungen gekommen ist. In den frühen 1990er Jahren nahm die nukleare Stromerzeugung ab, während die Wasserkraft stabil wuchs. In den 2000er Jahren gab es einen sanften Aufwärtstrend bei der Wasserkraft, der 2004 und 2008 mit nennenswerten Zuwächsen von über 1 TWh seinen Höhepunkt fand. Nach einem Rückgang 2015 erholte sich die Wasserkraft zeitweise, allerdings traten im Jahr 2022 erneut erhebliche Rückgänge auf. 2012 und 2015 verzeichnete auch die Kernenergie Rückgänge, was auf eine gewisse Instabilität hindeutet. In den letzten Jahren erlebte die Solarenergie 2024 einen Anstieg, gefolgt von einem Rückgang im Jahr 2025. Ein kontinuierliches Engagement für den Ausbau dieser sauberen Energiequellen erscheint notwendig, um die zukünftige Versorgung zu sichern und den CO2-Ausstoß zu verringern.