In der Republik China (Taiwan) wird der Großteil des Stroms nach wie vor aus fossilen Brennstoffen gewonnen. Über die letzten zwölf Monate, von Dezember 2024 bis November 2025, kamen mehr als die Hälfte, genauer gesagt etwa 48%, aus Gas, während Kohle fast 36% ausmachte. Währenddessen stammten nur knapp 15% aus kohlenstoffarmen Energiequellen. Solar und Wind leisteten beide jeweils einen Beitrag von knapp 5%, während Wasserkraft rund 3% ausmachte. Öl trug mit etwa 1,5% zur Stromerzeugung bei, und unspezifizierte erneuerbare Energien sowie Kernenergie kamen jeweils auf rund 1,3%.
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Wächst der Strom in Republik China (Taiwan)?
Die gesamte Stromnachfrage in der Republik China (Taiwan) stagniert, was Anlass zur Sorge gibt. Während der Pro-Kopf-Stromverbrauch im Jahr 2025 bei 12.414 kWh lag, war dies ein Rückgang im Vergleich zum Rekord von 2024 mit 12.443 kWh, was einen minimalen Rückgang von 29 kWh bedeutet. Besorgniserregender ist jedoch der Rückgang der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Im Jahr 2025 betrug diese 1.854 kWh pro Person, ein dramatischer Rückgang von 524 kWh im Vergleich zum Rekordjahr 2013, als noch 2.378 kWh pro Person erreicht wurden. Diese Trends zeigen eine Stagnation, die die Fähigkeit gefährdet, zukünftige Elektrifizierungsanforderungen zu erfüllen und Klimaziele zu erreichen.
Vorschläge
Um den Anteil der kohlenstoffarmen Stromerzeugung zu erhöhen, sollte die Republik China (Taiwan) erfolgreiche Regionen als Vorbild nehmen. Solar- und Kernenergie stellen dabei vielversprechende Möglichkeiten dar. So bezieht Frankreich beispielsweise 70% seines Stroms aus Kernenergie und beweist, wie leistungsfähig diese Technologie sein kann. Kalifornien erzielt fast ein Drittel seiner Stromerzeugung aus Solarenergie, was zeigt, dass auch Solarenergie erhebliches Potenzial hat. Die Republik China (Taiwan) sollte Investitionen in moderne Kernkraftwerke und großflächige Solaranlagen intensivieren, um eine saubere und nachhaltige Energiezukunft zu sichern.
Geschichte
In den letzten Jahrzehnten hat sich das Profil der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in der Republik China (Taiwan) dramatisch verändert, insbesondere durch die Entwicklungen im Bereich der Kernenergie. In den frühen 1980er Jahren stieg die Kernenergie signifikant an, mit bemerkenswerten Steigerungen zwischen 1982 und 1987. Doch in den letzten zwanzig Jahren gab es insbesondere ab den frühen 2000er Jahren wiederkehrende Rückgänge bei der Kernkraftnutzung. Besonders auffallend sind die Jahre ab 2015, in denen es erhebliche jährliche Rückgänge gab, was Rückschritte bei den Anstrengungen zur Dekarbonisierung darstellt. Diese negativen Trends sollten dringend revidiert werden, um den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Stromerzeugung zu beschleunigen.