Elektrizität in Mongolei im Jahr 2024
Derzeit basiert der Großteil der Elektrizität in der Mongolei auf fossile Brennstoffe, mit über 70% des Stroms, der aus fossilen Quellen stammt. Kohle macht den überwiegenden Anteil mit mehr als 68% aus. Fast ein Viertel des Stroms wird importiert, was auf eine starke Abhängigkeit von ausländischen Quellen hindeutet. Kohlenstoffarmer Strom, insbesondere aus Wind und Solar, ist nur für etwa 8% der Gesamtstromproduktion verantwortlich, wobei Windkraft mehr als 5% beisteuert und Solarenergie fast 2% ausmacht. Die geringe Nutzung von kohlenstoffarmen Quellen bedeutet, dass es ein großes Potenzial für saubere Energieinvestitionen gibt, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und den CO2-Ausstoß zu minimieren.
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Wächst der Strom in Mongolei?
Der Stromverbrauch pro Kopf in der Mongolei ist gestiegen und erreichte im Jahr 2024 3036 kWh pro Person, was einen Anstieg von etwa 90 kWh im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Dies ist ein positives Zeichen dafür, dass der Stromverbrauch zunimmt. Allerdings ist der Anteil des kohlenstoffarmen Stroms zurückgegangen, mit einem Rückgang auf 232 kWh pro Person gegenüber dem bisherigen Höchststand von 249 kWh im Jahr 2021. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, da sie zeigt, dass saubere Energie ins Hintertreffen gerät, während der Gesamtverbrauch steigt. Weitere Anstrengungen sind notwendig, um den Anteil kohlenstoffarmer Energie zu erhöhen und den wachsenden Strombedarf auf nachhaltige Weise zu decken.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, kann die Mongolei von Regionen wie Nevada und Kalifornien lernen, die starke Solarindustrien entwickelt haben und 33% bzw. 29% ihrer Elektrizität aus Solarenergie erzeugen. Gleichzeitig zeigen Nationen wie Frankreich und die Slowakei die Vorteile eines größeren Nuklearanteils mit über 65% ihrer Elektrizität aus Kernenergie. Durch den Ausbau von Solar- und Nuklearenergie kann die Mongolei ihre Energiewende vorantreiben, die Energiesicherheit stärken und die Klimaziele erreichen. Dies würde jedoch eine verstärkte politische Unterstützung und Investitionen in diese kohlenstoffarme Technologien erfordern.
Geschichte
Historisch betrachtet haben die kohlenstoffarmen Energien in der Mongolei nur begrenzte Fortschritte gemacht. Seit 2009 hat Wasserkraft kein Wachstum verzeichnet. Windkraft begann 2013, zeigte jedoch nur geringe Fortschritte mit gelegentlichen jährlichen Zuwächsen von lediglich 0,1 TWh. Die Solarenergie wurde 2017 eingeführt, hat aber bisher keine signifikante Skalierung erfahren. Ein Rückgang der Windstromproduktion im Jahr 2022 ist besonders besorgniserregend. Diese Geschichte verdeutlicht, dass die Mongolei nicht nur ihre Bemühungen um den Ausbau kohlenstoffarmer Energien intensivieren muss, sondern auch sicherstellen sollte, dass der Bereich kontinuierlich wächst, um dem steigenden Strombedarf gerecht zu werden.




