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Elektrizität in Mongolei im Jahr 2024

232 kWh/person Kohlenstoffarmer Elektrizität
3.036 kWh/person Gesamtelektrizität
669 gCO2eq/kWh Kohlenstoffintensität
7,7 % Kohlenstoffarmer Elektrizität
-1,3 #176

Zurzeit ist der Großteil des Stroms in der Mongolei aus fossilen Brennstoffen, hauptsächlich Kohle, gewonnen. Über zwei Drittel der Elektrizität wird durch Kohleverbrennung erzeugt, was Besorgnis aufgrund der damit verbundenen Umweltverschmutzung und des erheblichen Kohlenstoffausstoßes hervorruft. Fossile Brennstoffe machen insgesamt mehr als 70 % des Strommixes aus. Auf der anderen Seite trägt kohlenstoffarme Energie nur knapp 8 % zur gesamten Stromerzeugung bei, wobei Windenergie die größte Rolle mit rund 5 % spielt und Solarenergie einen kleineren Anteil von 2 % ausmacht. Die restlichen rund 21 % des Stroms stammen aus Netto-Importen. Diese Situation unterstreicht die Notwendigkeit, den Anteil kohlenstoffarmer Energien, insbesondere durch den Ausbau von Wind- und Solarenergie, zu erhöhen.

Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA, Ember und IEA. Mehr über Datenquellen →

Wächst der Strom in Mongolei?

Betrachtet man das jährliche Wachstum des Stromverbrauchs in der Mongolei, zeigen die jüngsten Zahlen für 2024 einen Anstieg auf 3036 kWh pro Person, was im Vergleich zum vorherigen Rekord von 2023 einen Anstieg von 90 kWh pro Person bedeutet. Während der allgemeine Stromverbrauch zunimmt, zeigt der Anstieg in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung jedoch eine kontrastierende Entwicklung. Der aktuelle Stand liegt bei 232 kWh pro Person, was im Vergleich zum Rekord von 249 kWh pro Person im Jahr 2021 einen Rückgang bedeutet. Diese Reduzierung in der Produktion von kohlenstoffarmen Stromquellen ist besorgniserregend, da saubere Energie eine essentielle Rolle im Kampf gegen den Klimawandel spielt.

Vorschläge

Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung zu steigern, könnte die Mongolei von den Erfahrungen verschiedener Regionen profitieren. Besonders Vorreiterländer in der Nutzung von Wind- und Solarenergie sind ermutigend. Dänemark und Iowa erzeugen zum Beispiel jeweils über die Hälfte ihres Stroms mit Windenergie. Im Hinblick auf Solarenergie hat Kalifornien einen beeindruckenden Anteil von 31 % erreicht. Die Mongolei sollte auch die Integration von Kernenergie in Betracht ziehen, da Länder wie Frankreich und die Slowakei zwei Drittel ihres Stroms aus Kernkraft beziehen. Der Ausbau von Solar- und Kernenergie in der Mongolei könnte nicht nur die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern, sondern auch dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen und die Luftqualität zu verbessern.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

Geschichte

Die Geschichte der kohlenstoffarmen Elektrizität in der Mongolei zeigt, dass der Fortschritt größtenteils aus kleinen Schritten bestand. Zwischen 2009 und 2012 blieb der Beitrag der Wasserkraft konstant bei Null. Ab dem Jahr 2013 begannen jedoch kleine, aber merkbare Fortschritte durch den zusätzlichen Einsatz von Windenergie, die 0,1 TWh im Jahr 2013 und erneut im Jahr 2014 beitrug. Der gleichbleibend geringe Zuwachs bei Wind- und Solarenergie in den folgenden Jahren bis 2024 deutet auf einen verstärkten Handlungsbedarf hin. In 2022 gab es sogar einen Rückgang der Windenergieerzeugung um 0,1 TWh. Diese Trends verdeutlichen die Notwendigkeit, die Investitionen in kohlenstoffarme Energiequellen zu fokussieren und insbesondere in Solar- und Kernenergie zu intensivieren, um signifikante Fortschritte im Stromsektor zu erzielen.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

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