Elektrizität in Mongolei im Jahr 2025/2026
Von Juni 2025 bis Mai 2026 war der Stromverbrauch in der Mongolei fast vollständig von fossilen Brennstoffen geprägt: Rund 92 % entfielen auf Kohle. Kohlenstoffarmer Strom machte dagegen nur etwa 8 % aus und stammte laut den vorliegenden Daten ausschließlich aus Windkraft. Damit besteht großer Spielraum für mehr saubere Stromerzeugung, um die starke Kohleabhängigkeit und die damit verbundenen Belastungen durch Luftverschmutzung und Klimawandel zu verringern.
Wächst der Strom in Mongolei?
Gemessen am Verbrauch pro Kopf liegt die Mongolei derzeit unter ihrem bisherigen Höchststand. Der aktuelle Wert für 2026 beträgt rund 2.810 kWh je Person, gegenüber etwa 3.040 kWh im Rekordjahr 2024 – ein Rückgang um rund 230 kWh beziehungsweise 7 %. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung bleibt mit rund 232 kWh je Person unter dem Rekord von etwa 249 kWh aus dem Jahr 2021, also ungefähr 7 % darunter. Diese Vergleiche zeigen keinen neuen Wachstumshöchststand; sie erlauben allerdings keine Aussage darüber, ob der Verbrauch gegenüber dem unmittelbar vorherigen Jahr gestiegen ist. Der Abstand zu den bisherigen Rekorden ist bedauerlich, denn Elektrifizierung und neue digitale Anwendungen benötigen mehr sauberen Strom.
Vorschläge
Für den Ausbau sollte die Mongolei Wind- und Solarenergie vorantreiben und den Aufbau von Kernenergie prüfen. Anschauliche Vorbilder für Windkraft sind die weiträumigen US-Bundesstaaten Kansas und South Dakota, wo Wind rund 49 % beziehungsweise 56 % der Stromerzeugung liefert. Bei Solarenergie bieten der US-Bundesstaat Nevada mit etwa 35 % und das benachbarte China mit rund 12 % interessante Orientierung. Für Kernenergie sind insbesondere regionale Erfahrungen aus Südkorea und Russland relevant: Dort stammen rund 25 % beziehungsweise 19 % der Stromerzeugung aus dieser sauberen Quelle. Die Mongolei könnte daraus Lehren für langfristige Planung, Fachkräfteausbildung und internationale Zusammenarbeit ziehen. Zusammen mit leistungsfähigen Stromnetzen kann ein solcher Ausbau die kohlenstoffarme Stromversorgung deutlich vergrößern.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung zeigt zunächst geringe Veränderungen: Bei der Wasserkraft wurden 2009 bis 2011 sowie in mehreren späteren Jahren keine Zuwächse auf der angegebenen Genauigkeitsstufe verzeichnet. Ab 2013 brachte vor allem Windkraft Fortschritte, mit Zuwächsen von jeweils 0,1 TWh in den Jahren 2013 und 2014 sowie 0,2 TWh im Jahr 2017. Weitere Impulse folgten 2019 und 2021, als Wind- und Solarstrom jeweils um 0,1 TWh zunahmen. 2022 gab es einen Rückschlag bei Wind um 0,1 TWh, während Wasserkraft und Solarstrom unverändert blieben. Erfreulich waren die erneuten Windzuwächse von 0,1 TWh im Jahr 2024 und besonders 0,3 TWh im Jahr 2025 – der größte einzelne Anstieg in der vorliegenden Reihe.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juni 2025 – Mai 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.



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