Elektrizität in Mongolei im Jahr 2024
Der aktuelle Zustand des Stromverbrauchs in der Mongolei im Jahr 2024 zeigt eine überwältigende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Über 70% des gesamten Stroms stammen aus fossil basierten Quellen, wobei Kohle mit mehr als zwei Dritteln dominiert. Der Anteil von Netto-Importen liegt bei knapp über einem Fünftel. Im Gegensatz dazu liegt der Anteil kohlenstoffarmer Energie in der Mongolei bei weniger als 10%. Der größte Teil davon ist dem Wind zu verdanken, der bei mehr als 5% liegt, während Solar weniger als 2% beiträgt. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Mongolei noch viel Potenzial hat, um ihren Anteil an sauberer, kohlenstoffarmer Energie auszubauen.
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Wächst der Strom in Mongolei?
Der Stromverbrauch in der Mongolei ist gewachsen, was an dem Anstieg des Stromverbrauchs pro Kopf von 2946 kWh im Jahr 2023 auf 3036 kWh im Jahr 2024 zu erkennen ist. Dies entspricht einem Anstieg von 90 kWh pro Person, was positiv zu werten ist. Allerdings hat der kohlenstoffarme Stromverbrauch pro Kopf einen leichten Rückgang von früheren Spitzenwerten im Jahr 2021 erlebt. Der jüngste Bericht weist 232 kWh pro Person aus, was 16 kWh unter dem Rekord von 2021 liegt. Diese Entwicklung ist besorgniserregend, da die Stromerzeugung aus sauberen Energiequellen im Zuge der zunehmenden Elektrifizierung dringend ausgebaut werden muss.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Energie in der Mongolei deutlich zu erhöhen, könnte das Land von erfolgreichen Ländern und Regionen lernen, die umfangreich auf Wind-, Solar- und Kernenergie setzen. Dänemark zum Beispiel erzeugt fast 60% seines Stroms aus Windenergie, ein Beispiel, das die Mongolei inspiriert, mehr in Windkraft zu investieren. Gleichzeitig könnten die erfolgreichen Ergebnisse der Solarstromerzeugung in Kalifornien, das fast 30% seines Stroms aus Solarenergie bezieht, als Vorbild dienen. Gleichzeitig könnte die Option der Kernenergie, wie sie Frankreich mit 70% oder die Slowakei mit 66% einsetzen, zur Stabilität und Erweiterung der Stromerzeugung mit kohlenstoffarmen Mitteln beitragen. Der Ausbau der Solar- und Kernenergie ist daher entscheidend, um die nachhaltige Entwicklung der Stromproduktion in der Mongolei zu gewährleisten.
Geschichte
Betrachtet man die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromproduktion in der Mongolei, so zeigt sich seit dem Jahr 2013 eine moderate aber schwankende Entwicklung im Bereich Windenergie. Nach den ersten Fortschritten in den Jahren 2013 und 2014 stoppte der Ausbau zeitweise, bevor er 2017 wieder Fahrt aufnahm. Die Solarenergie begann im gleichen Zeitraum, wobei leichte Fortschritte erzielt wurden, jedoch 2022 keine bemerkenswerten Entwicklungen stattfanden. Es ist bedauerlich, dass in den vielen Jahren keine signifikanten Schritte unternommen wurden, um die Erzeugung von kohlenstoffarmen Quellen entscheidend voranzutreiben. In Anbetracht der Herausforderungen des Klimawandels ist es für die Mongolei dringend geboten, ihre Anstrengungen im Bereich der sauberen Energien energisch zu intensivieren, um nachhaltige Ergebnisse zu erzielen.