Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Kasachstan zeigt eine starke Dominanz fossiler Brennstoffe, die mehr als 80% der Stromerzeugung ausmachen, mit Kohle als Hauptquelle und einem Anteil von über der Hälfte. Nahezu ein Drittel der Elektrizität stammt aus Gas, während Öl einen kleineren Anteil ausmacht. Der kohlenstoffarme Anteil liegt bei weniger als 15%, wobei Wasserkraft etwa 9% und Wind und Solar zusammengenommen fast 6% betragen. Netto-Importe tragen nur einen kleinen Teil zur Gesamtversorgung bei. Diese Verteilung unterstreicht die Notwendigkeit eines Wandels hin zu saubereren Energien, um die Umweltbelastung durch fossile Brennstoffe zu verringern.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen Ember, Energy Institute und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Kasachstan?
Betrachtet man das Wachstum der Elektrizität in Kasachstan, so zeigt sich ein besorgniserregender Rückgang des Pro-Kopf-Verbrauchs. Der aktuelle Verbrauch von 5802 kWh pro Person bleibt hinter dem Rekordwert von 6105 kWh im Jahr 1990 zurück, was einen Rückgang von über 300 kWh bedeutet. Auf der positiven Seite gab es jedoch einen Anstieg bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, die mit 855 kWh pro Person einen Rekordwert erreicht hat, was weit über dem Vorjahr liegt. Diese Dynamik weist darauf hin, dass sich der Anteil sauberer Energiequellen positiv entwickelt, auch wenn der Gesamtkonsum einen gefährlichen Rückgang aufweist.
Vorschläge
Um den Anteil kohlenstoffarmer Stromerzeugung zu steigern, könnte Kasachstan von erfolgreichen Regionen lernen, die einen hohen Anteil an Wind-, Solar- und Kernenergie vorweisen. Länder wie Frankreich und die Slowakei zeigen eindrucksvoll die Vorteile einer starken Kernenergienutzung, die jeweils über zwei Drittel ihrer Elektrizität deckt. Auf Windkraft setzende Staaten wie Iowa und Süd-Dakota beziehen mehr als die Hälfte ihres Stroms durch Windenergie. Besonders die Ergänzung von Solarenergie, wie in Nevada und Kalifornien gezeigt, könnte eine bedeutende Rolle für Kasachstan spielen, um den Anteil sauberer Energien zu erhöhen und damit die Energieunabhängigkeit und Umweltschutz zu fördern.
Geschichte
In den letzten Jahrzehnten erlebte Kasachstan mehrere Phasen des Wandels in der kohlenstoffarmen Stromerzeugung, beginnend mit einem Wachstum der Wasserkraft Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre. Doch es folgte eine Phase des Rückgangs in den späten 1990er Jahren. Ab den 2000er Jahren gab es wiederholt Anstiege, insbesondere 2016 und zuletzt 2024, als die Wasserkraftsignifikant zunahm und erneuerbare Energiequellen wie Wind 2021 und 2023 deutliche Zuwächse verzeichneten. Diese Entwicklungen zeigen das Potenzial für ein stärkeres Engagement in dieser Richtung. Es ist entscheidend, dass Kasachstan die Fortschritte fortsetzt und Ausfälle vermeidet, um eine stabile und nachhaltige Energiezukunft zu sichern.