In Kasachstan dominiert derzeit die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen. Mehr als die Hälfte des Stroms stammt aus Kohle, gefolgt von Gas, das fast ein Drittel der Stromerzeugung ausmacht. Dadurch ergibt sich ein Gesamtanteil der fossilen Energie von etwa 85%. Auf der anderen Seite ist der Anteil kohlenstoffarmer Energien mit rund 15 % vergleichsweise gering. Darunter fällt die Wasserkraft mit mehr als 8 %, während Wind und Solar zusammen knapp 7 % ausmachen. Diese Zahlen stammen aus dem Zeitraum von April 2025 bis März 2026. Es wird deutlich, dass noch viel Potenzial vorhanden ist, um den Anteil der kohlenstoffarmen Energiequellen zu erhöhen und damit einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Zukunft zu machen.
Wächst der Strom in Kasachstan?
Hinsichtlich des Stromverbrauchs in Kasachstan gibt es einen leicht rückläufigen Trend. Der aktuelle Verbrauch beträgt 5911 kWh pro Person, während der historische Höchstwert im Jahr 1990 mit 6105 kWh pro Person zu verzeichnen war. Dies bedeutet einen Rückgang um 194 kWh pro Person. Trotzdem konnte bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung ein leichter Anstieg festgestellt werden - der Verbrauch stieg 2026 auf 869 kWh pro Person an, verglichen mit dem bisherigen Höchststand von 862 kWh pro Person im Jahr 2025. Dieser Zuwachs zeigt, dass es einen Aufwärtstrend im Bereich der kohlenstoffarmen Energie gibt, obwohl das Gesamtniveau der Elektrizitätsnutzung zurückgeht. Eine Erhöhung der Gesamtproduktion und ein weiterer Ausbau kohlenstoffarmer Energie sind weiterhin essentiell, um sowohl alte Rekorde zu brechen als auch neue Maßstäbe für den nachhaltigen Energieverbrauch zu setzen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Kasachstan zu erhöhen, könnten Lektionen von erfolgreichen Regionen hilfreich sein. Länder wie Frankreich und die Slowakei sind führend in der Nutzung von Kernenergie und decken dabei jeweils über 60 % ihres Strombedarfs damit ab. In Bezug auf Windenergie zeigen Iowa und Dänemark positive Entwicklungen mit einem Anteil von 57%. Betrachtet man die Solarenergie, so kann Kasachstan von Ländern wie Kalifornien und Libanon lernen, wo Solarenergie über 30 % des Strommarkts abdeckt. Es wäre strategisch sinnvoll, sowohl den Ausbau der Kernenergie als auch von Solarenergie in Kasachstan voranzutreiben. Dies ermöglicht nicht nur eine Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, sondern positioniert das Land auch als Vorreiter in der Nutzung sauberer Energiequellen.
* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Kasachstan zeigt einige signifikante Fortschritte, jedoch auch Rückschläge. In den späten 1980er-Jahren erlebte die Wasserkraft einen Aufschwung mit jährlichen Zuwächsen. In den 1990er-Jahren hingegen waren Rückgänge bei der Wasserkraft zu verzeichnen, insbesondere Mitte der Dekade. Der Beginn der 2000er-Jahre brachte erneut Zuwächse bei der Wasserkraft, die jedoch bis zum Jahr 2008 schwankten. Die Einführung von Solarenergie im Jahr 2020 und das Aufkommen der Windenergie im Jahr 2021 stellten wichtige Schritte dar, um den Energiemix in Kasachstan zu diversifizieren. In den letzten Jahren gab es ermutigende Entwicklungen bei Wind und Wasserkraft, die zeigen, dass ein steter Ausbau kohlenstoffarmer Energien möglich ist und weiterhin angestrebt werden sollte.
* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Apr. 2025 – März 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.










