Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs in Irland im Jahr 2025 zeigt ein fast gleichmäßiges Verhältnis zwischen kohlenstoffarmer und fossiler Energie. Mehr als 41% der Elektrizität stammen sowohl aus kohlenstoffarmen als auch aus fossilen Quellen. Windkraft dominiert die kohlenstoffarmen Energien mit fast einem Drittel der gesamten Stromerzeugung, während Solar- und Wasserkraft zusammen auf knapp 6% kommen. Biokraftstoffe tragen ebenfalls einen kleinen Anteil bei, knapp 3%. Auf der fossilen Seite stellt Gas fast 39% der Stromversorgung, wobei Kohle einen unbedeutenden Beitrag von etwas mehr als 1% leistet. Nettoimporte decken dann zusätzlich über 17% des Strombedarfs ab.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA, Ember, Eurostat und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Irland?
In Bezug auf das Wachstum des Stromverbrauchs erlebt Irland derzeit eine leichte Stagnation. Die aktuelle Pro-Kopf-Stromnutzung liegt bei 6750 kWh, was eine leichte Abnahme im Vergleich zum bisherigen Höchststand im Jahr 2006 (6854 kWh) darstellt. Positiv zu vermerken ist jedoch, dass die kohlenstoffarme Stromerzeugung pro Person leicht gestiegen ist und jetzt bei 2801 kWh pro Person liegt, ein Anstieg von 50 kWh seit der letzten Rekordmarke im Jahr 2020. Das deutet darauf hin, dass trotz der insgesamt stagnierenden Nachfrage ein wirklicher Fortschritt in der Erzeugung sauberer Energie erfolgt ist.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung in Irland zu steigern, sollte das Land weiterhin seine Windkraftkapazitäten ausbauen, da diese bereits einen bedeutenden Anteil zur Energieversorgung beitragen. Darüber hinaus sollten strategische Investments in Solarenergie erwogen werden, um das Potenzial dieser sauberen Energiequelle voll auszuschöpfen. Ein Blick auf andere Länder zeigt, dass ein verstärkter Fokus auf Solar- und Kernenergie von Vorteil sein könnte. Dänemark und Iowa, die beiden über die Hälfte ihres Stroms jeweils aus Windkraft gewinnen, könnten als Vorbilder dienen. Frankreich und die Slowakei demonstrieren eindrucksvoll, dass ein starker Einsatz von Kernenergie auch eine erhebliche Reduzierung fossiler Brennstoffe nach sich zieht und würden Irland inspirieren können, ähnliche Initiativen in Kernenergie zu verfolgen.
Geschichte
In der Vergangenheit hat Irland vor allem im Bereich Windkraft signifikante Fortschritte gemacht. In der Mitte der 2000er Jahre begann der Ausbau dieser Technologie mit jährlichen Zuwächsen. Besonders auffällig war das kontinuierliche Wachstum zwischen 2011 und 2020, mit einem bemerkenswerten Anstieg von 2,1 Terawattstunden im Jahr 2020. Diese positive Entwicklung erfuhr jedoch auch einige Rückschläge, wie der Rückgang von 1,8 Terawattstunden im Jahr 2021 zeigt. Neben Windkraft erlebten Biokraftstoffe einige Schwankungen, während Wasserkraft schon früher einen leichten Rückgang erfuhr. Insgesamt hebt sich die Entwicklung im Bereich der kohlenstoffarmen Energien in den letzten Jahrzehnten durch signifikantes Wachstum hervor, was Irland auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Energiefuture unterstützt.


