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Elektrizität in Irland im Jahr 2025/2026

Letzte 12 Monate Sept. 2025 – Aug. 2026
Kohlenstoffarmer Elektrizität
2.998 kWh/person +197
Gesamtelektrizität
6.793 kWh/person -61
Kohlenstoffarmer Elektrizität
44 % +0,65
Kohlenstoffintensität
275 gCO2eq/kWh -17

Von September 2025 bis August 2026 stammten in Irland rund 44 % des verbrauchten Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Wind lieferte mit 34 % gut ein Drittel des Stroms, gefolgt von Solar mit etwa 4 %, Wasserkraft mit gut 3 % und Biokraftstoffen mit knapp 3 %. Fossile Brennstoffe deckten rund 39 % des Stromverbrauchs, fast vollständig durch Gas. Die übrigen gut 16 % entfielen auf Netto-Importe, deren Zusammensetzung aus den vorliegenden Daten nicht hervorgeht. Damit liegt kohlenstoffarmer Strom zwar vor fossilem Strom, doch die Abhängigkeit von Gas und die damit verbundenen Treibhausgasemissionen bleiben erheblich.

Wächst der Strom in Irland?

Beim Stromverbrauch pro Kopf zeigt sich bislang kein Wachstum über den historischen Höchststand hinaus: Der jüngste Wert für 2026 beträgt rund 6.800 kWh je Einwohner und liegt damit 61 kWh beziehungsweise knapp 1 % unter dem Rekord von 2006. Diese langjährige Stagnation ist angesichts des zusätzlichen Strombedarfs durch Elektrifizierung und KI besorgniserregend. Erfreulich ist dagegen der neue Rekord bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung: Sie erreichte rund 3.000 kWh pro Kopf und übertraf den bisherigen Höchstwert von 2025 um 197 kWh, also etwa 7 %. Ob auch der gesamte Stromverbrauch des Landes wächst, lässt sich aus diesen Pro-Kopf-Werten allein nicht ableiten.

Vorschläge

Irland sollte seine bereits starke Windstromerzeugung weiter ausbauen und zugleich Solarstrom und Kernenergie als zusätzliche saubere Stromquellen voranbringen. Als besonders relevantes Vorbild für Wind eignet sich Dänemark, wo diese Technologie 59 % der Stromerzeugung liefert; auch der US-Bundesstaat Iowa erreicht mit 57 % deutlich mehr als die Hälfte. Für Solar zeigen die Niederlande mit 19 % und Deutschland mit 20 %, dass auch in nordeuropäischen Regionen wesentlich höhere Anteile möglich sind als Irlands derzeitige 4 %. Bei der Kernenergie kann Irland von Frankreich mit einem Anteil von 67 % und Finnland mit 37 % lernen und den Aufbau eigener Kernstromerzeugung prüfen. Ein solcher Ausbau kohlenstoffarmer Stromquellen würde zusätzlichen Strom für die Elektrifizierung bereitstellen und fossile Brennstoffe zurückdrängen.

Gesamtproduktion der elektrischen Energie
Erneuerbare und Kernenergie

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Geschichte

Die Entwicklung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Irland wurde vor allem vom Wind geprägt. In der zweiten Hälfte der 2000er-Jahre kamen 2005, 2006, 2008 und 2009 jeweils 0,5 TWh Windstrom gegenüber dem Vorjahr hinzu. Nach einem Rückgang der Wasserkraft um 0,5 TWh im Jahr 2010 folgten kräftige Windzuwächse: 2011 um 1,6 TWh und zwischen 2013 und 2015 um insgesamt 2,5 TWh. Ein enttäuschender Rückgang um 0,4 TWh im Jahr 2016 wurde durch weitere Zuwächse von insgesamt 3,3 TWh in den Jahren 2017 bis 2019 abgelöst. Besonders stark war 2020 mit zusätzlichen 2,1 TWh Windstrom; dem deutlichen Einbruch um 1,8 TWh im Jahr 2021 folgte 2022 eine Erholung um 1,4 TWh. Bei Biokraftstoffen sank die Erzeugung 2023 um 0,5 TWh und stieg 2024 wieder um 0,4 TWh. Die jüngsten Angaben für 2026 zeigen erneut Fortschritte: Wind legte um 0,5 TWh und Solar um 0,4 TWh zu.

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

Stromimporte und -exporte

Handelsbilanz

* 12M = Letzte 12 Monate (Sept. 2025 – Aug. 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.

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