In den letzten zwölf Monaten, von September 2024 bis August 2025, hat Irland fast gleichmäßig Strom aus fossilen Brennstoffen und kohlenstoffarmen Quellen bezogen. Etwa 43 % der Elektrizität stammt aus fossilen Brennstoffen, wobei Gas mit fast 40 % den größten Anteil ausmacht, gefolgt von Kohle und Öl, die zusammen ungefähr 3,5 % ausmachen. Kohlenstoffarme Quellen tragen ebenfalls signifikant bei, mit rund 42 % des Stroms. Der Hauptbeitrag kommt von Windenergie, die fast ein Drittel des Gesamtstroms ausmacht. Hinzu kommen Solarenergie mit fast 4 %, Biokraftstoffe mit etwa 3,5 % und Wasserkraft mit etwa 2,5 %. Netto-Importe von Strom machen ebenfalls knapp 15 % aus, was die Bedeutung internationaler Energieverbindungen für Irlands Stromversorgung unterstreicht.
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Wächst der Strom in Irland?
Der Stromverbrauch in Irland wächst, wie die aktuellen Zahlen zeigen. Die Gesamtstrommenge pro Person hat ein neues Rekordhoch von 6986 kWh erreicht, was einen Anstieg von 131 kWh im Vergleich zum bisherigen Rekord von 6854 kWh im Jahr 2006 bedeutet. Besonders erfreulich ist der Anstieg der kohlenstoffarmen Stromerzeugung auf 2934 kWh pro Person, ein deutlicher Anstieg von 249 im Vergleich zu den jüngsten Rekordwerten. Dies weist darauf hin, dass Irland auf einem guten Weg ist, seine Ziele für saubere Energie zu erreichen, auch wenn mehr Anstrengungen erforderlich sind, um den gesamten Bedarf an Strom zu decken, der weiterhin wächst, besonders mit der fortschreitenden Elektrifizierung und dem Aufkommen neuer Technologien wie KI.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung weiter zu steigern, könnte Irland seine bereits beachtlichen Kapazitäten in der Windenergie noch weiter ausbauen. Länder wie Dänemark und Iowa haben gezeigt, dass erhebliche Anteile an Windenergie möglich sind, indem sie 49 % bzw. 60 % ihres Stroms aus Wind erzeugen. Für die Solarenergie kann Irland von Ländern wie Libanon und Nevada lernen, die etwa 30 % ihrer Elektrizität aus dieser Quelle beziehen. Für den Ausbau der Kernenergie bieten Frankreich und die Slowakei inspirierende Beispiele, da über zwei Drittel ihres Stroms aus Kernkraft stammen. Diese Regionen zeigen, dass durch gezielte Investitionen in kombinierte kohlenstoffarme Technologien bedeutende Fortschritte erzielt werden können.
Geschichte
Die Geschichte der kohlenstoffarmen Stromerzeugung in Irland zeigt ein ab 2005 stetiges Wachstum der Windenergieerzeugung, wobei in den Jahren 2011, 2015 und 2020 erhebliche Zuwächse zu verzeichnen sind, obwohl 2021 ein Rückschlag mit einem Rückgang von 2,3 TWh bei der Windenergie zu verzeichnen war. Interessanterweise zeigt das Jahr 2010 einen Rückgang der Wasserkraftnutzung, und 2021 sanken auch die Biokraftstoffzahlen. Doch durch Erholungen in den Folgejahren, einschließlich eines bemerkenswerten Zugewinns von 0,8 TWh in der Solarenergie im Jahr 2025, setzt Irland seinen Kurs in Richtung einer saubereren Stromerzeugung fort. Diese Entwicklungen zeigen sowohl die Herausforderungen als auch das Potenzial der kohlenstoffarmen Stromzukunft Irlands.