In Irland war der Stromverbrauch im Zeitraum von Juli 2024 bis Juni 2025 gleichmäßig zwischen fossilen und kohlenstoffarmen Energiequellen verteilt. Die fossilen Brennstoffe, mit Gas als Hauptquelle, machten etwa 43% des gesamten Stromverbrauchs aus. Gas allein trug fast 39% bei, während Kohle mit knapp 3% und Öl mit 1% anteilmäßig weitaus geringer vertreten waren. Auf der anderen Seite, stammten ebenfalls 42% des Stroms aus kohlenstoffarmen Quellen. Windenergie war hierbei die dominierende Quelle und lieferte fast ein Drittel des gesamten Stroms. Solarstrom und Biokraftstoffe trugen zusammen knapp 8% bei, während Wasserkraft knapp 3% des Stroms ausmachte. Netto-Importe füllten die Lücke mit fast 15% des Stromverbrauchs.
Die auf dieser Seite verwendeten Datenquellen umfassen EIA, Ember, Eurostat und IEA. Mehr über Datenquellen →
Wächst der Strom in Irland?
Der Stromverbrauch in Irland zeigt ein langsames, aber kontinuierliches Wachstum. Im Jahr 2025 betrug der Pro-Kopf-Verbrauch knapp 6990 kWh, was einen Anstieg von 133 kWh gegenüber dem bisherigen Höchstwert im Jahr 2006 bedeutet. Wichtig ist, dass auch der kohlenstoffarme Anteil des Stroms pro Kopf zugenommen hat und mit nahezu 2950 kWh einen signifikanten Anstieg von 197 kWh im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2020 erreicht hat. Diese Daten zeigen eine positive Entwicklung hin zu einem höheren Stromverbrauch, insbesondere aus kohlenstoffarmen Quellen, die essenziell für nachhaltige Energiesysteme sind.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromproduktion weiter zu erhöhen, könnte Irland seine bereits starke Windenergie weiter ausbauen und gleichzeitig neue Technologien wie Solar und Kernenergie fördern. Regionen wie Iowa und Dänemark, die einen hohen Anteil an Windenergie haben, könnten als Vorbilder für Irland dienen. Zudem könnten Länder wie Frankreich und die Slowakei, die über mehr als die Hälfte ihres Stroms aus Kernenergie beziehen, Beispiele für die erfolgreiche Integration von Kernkraft darstellen. Eine Kombination aus dem Ausbau der Solar- und Windkraft sowie der Einführung von Kernkraft könnte Irland helfen, seinen kohlenstoffarmen Stromanteil erheblich zu steigern und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren.
Geschichte
Der Verlauf der kohlenstoffarmen Stromproduktion in Irland zeigt, dass Windenergie in den letzten zwei Jahrzehnten eine bedeutende Rolle gespielt hat. Besonders in den Jahren nach 2005 gab es stetige Zuwächse, wobei die größten Anstiege in 2011 und 2020 zu verzeichnen waren. Trotz einiger Rückschläge, wie dem leichten Rückgang im Jahr 2016 und dem signifikanten Einbruch in 2021, wurde die Windenergie konstant ausgebaut. Der Anstieg von solarer Stromerzeugung im Jahr 2025 um 0,8 TWh ist bemerkenswert und zeigt, dass auch neue Technologien in Irland an Bedeutung gewinnen. Solche Entwicklungen sind entscheidend für die Zukunft der kohlenstoffarmen Energie in Irland.