Von Juli 2025 bis Juni 2026 stammten in Florida knapp 73 % des verbrauchten Stroms aus fossilen Brennstoffen. Gas dominierte mit rund 68 %, während Kohle etwa 4 % beitrug. Kohlenstoffarmer Strom erreichte dagegen nur rund 22 %: Solar lieferte gut 11 %, Kernenergie knapp 10 % und Biokraftstoffe etwa 1 %. Bei Solar entfielen rund 9 % auf Versorgungsbetriebe und 2 % auf Anlagen für den Eigenverbrauch. Netto-Importe deckten weitere rund 4,5 % des Stromverbrauchs; ihre Zusammensetzung ist hier nicht ausgewiesen. Damit bleibt Floridas Stromversorgung stark von fossilen Brennstoffen abhängig, deren Nutzung Klimawandel und Luftverschmutzung verursacht.
Wächst der Strom in Florida?
Floridas Stromverbrauch wächst, allerdings nur geringfügig: Der jüngste Wert für 2026 liegt bei rund 12.140 kWh pro Person und übertrifft den bisherigen Rekord von 2025 mit 12.084 kWh um 55 kWh, also knapp 0,5 %. Bei der kohlenstoffarmen Stromerzeugung zeigt sich hingegen ein enttäuschender Rückgang. Sie beträgt zuletzt 2.664 kWh pro Person und liegt damit 30 kWh beziehungsweise gut 1 % unter dem Rekord von 2025. Der neue Verbrauchsrekord ist somit noch kein entsprechender Fortschritt bei sauberem Strom. Für die Elektrifizierung und den wachsenden Strombedarf durch KI braucht Florida deutlich mehr kohlenstoffarme Erzeugung.
Vorschläge
Florida sollte seine bereits bedeutende Solarstromerzeugung weiter ausbauen, sowohl durch große Anlagen als auch auf Dächern. Vorbilder sind die US-Bundesstaaten Nevada und Kalifornien, in denen Solar rund 35 % beziehungsweise 31 % der Stromerzeugung liefert. Zugleich sollte Florida seine Kernenergieerzeugung stärken und zusätzliche Kapazitäten prüfen. Besonders relevante Beispiele aus dem Südosten sind die US-Bundesstaaten South Carolina mit rund 52 % Kernenergie sowie Georgia und Alabama mit jeweils etwa 30 %. Frankreich zeigt mit rund 67 %, welchen großen Beitrag Kernenergie zu einer kohlenstoffarmen Stromversorgung leisten kann. Ergänzend kann Florida von der Windstromintegration im US-Bundesstaat Texas lernen, wo Wind rund 22 % der Stromerzeugung ausmacht, und geeignete lokale Möglichkeiten prüfen. Solar und Kernenergie sollten dabei die zentralen Säulen des Ausbaus bilden.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Geschichte
Die vorliegenden Veränderungen von 2024 bis 2026 zeigen eine wechselhafte Entwicklung der kohlenstoffarmen Stromerzeugung. Bei der Kernenergie folgte auf einen Rückgang um 0,9 TWh im Jahr 2024 zunächst eine erfreuliche Zunahme um 1,5 TWh im Jahr 2025. Der anschließende Rückgang um 2,7 TWh im Jahr 2026 machte diese Erholung jedoch mehr als zunichte: Das ist ein deutlicher und besorgniserregender Rückschritt für Floridas saubere Stromversorgung. Die Biokraftstofferzeugung sank 2024 um 0,2 TWh, stieg 2025 um 0,3 TWh und blieb 2026 unverändert. Wasserkraft veränderte sich 2024 und 2026 nicht und ging 2025 geringfügig um 0,1 TWh zurück. Insgesamt unterstreichen diese Zahlen, wie dringend Florida seine kohlenstoffarme Stromerzeugung stabilisieren und durch mehr Solar und Kernenergie ausweiten sollte.
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
Stromimporte und -exporte
Handelsbilanz
* 12M = Letzte 12 Monate (Juli 2025 – Juni 2026) — ein gleitender 12-Monats-Zeitraum, kein Kalenderjahr.
















