Der aktuelle Stand des Stromverbrauchs auf den Färöern zeigt, dass Fossile Brennstoffe mehr als die Hälfte (54,17 %) der Stromerzeugung ausmachen, während kohlenstoffarme Energiequellen wie Wasserkraft und Wind fast die andere Hälfte (45,83 %) ausmachen. Dabei entfallen etwa 27 % auf Wasserkraft und rund 19 % auf Windenergie. Diese Verteilung deutet auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den kohlenstoffarmen Energieformen hin, weist jedoch auch darauf hin, dass noch ein erheblicher Anteil des Stromes aus fossilen Quellen gewonnen wird, was aus Umwelt- und Klimaschutzgründen problematisch ist.
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Wächst der Strom in Färöer?
Der Stromverbrauch auf den Färöern wächst, wie die neuesten Zahlen aus dem Jahr 2022 zeigen. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 8891 kWh, was eine bedeutende Steigerung gegenüber dem vorherigen Rekord von 8070 kWh im Jahr 2021 darstellt. Dies entspricht einer Zunahme von 821 kWh pro Person. Auch die kohlenstoffarme Stromerzeugung hat erfreulicherweise zugenommen: 2022 wurden 4075 kWh pro Person aus kohlenstoffarmen Quellen bezogen, eine Steigerung von 187 kWh gegenüber dem letzten Hoch von 3888 kWh im Jahr 2015. Diese Entwicklungen sind ermutigend und zeigen, dass die Färöer zunehmend auf nachhaltigere Energiequellen setzen.
Vorschläge
Um die kohlenstoffarme Stromerzeugung weiter auszubauen, könnten die Färöer das Potenzial ihrer bestehenden Windkraftanlagen noch stärker nutzen. Die Erfolge anderer Regionen, wie Iowa und Dänemark, die durch den Ausbau der Windenergie jeweils über die Hälfte ihres Stroms aus dieser Quelle beziehen, sollten als Inspiration dienen. Ebenso könnten die Färöer von Ländern wie Frankreich und der Slowakei lernen, die erhebliche Anteile ihrer Stromerzeugung aus Kernenergie beziehen. Die Möglichkeit, die Solarenergie auszubauen, könnte ebenfalls in Betracht gezogen werden, inspiriert durch den Erfolg von Nevada, das etwa ein Drittel seiner Elektrizität aus Solarquellen gewinnt.
Geschichte
In der Geschichte der kohlenstoffarmen Stromproduktion der Färöer zeigt sich in den letzten zwei Jahrzehnten eine Stabilität, insbesondere in der Wasserkraft, deren Leistungsfähigkeit regelmäßig gehalten wurde, ohne dass es zu wesentlichen Veränderungen kam. Auch die Windenergie blieb relativ konstant, ohne nennenswerte Zuwächse seit ihrer Einführung. Diese Stagnation weist darauf hin, dass in der Vergangenheit möglicherweise Chancen zur Weiterentwicklung übersehen wurden. Durch entschlossene Investitionen in den Ausbau bestehender Technologien kann die Färöer-Region ihre Energiestrategie in eine nachhaltigere Richtung lenken.